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Hamburg

04. Dezember 2016 | 11:15 Uhr

Hakenkreuze an Wänden : Ausländerfeindliche Tat? Brandstiftung in Mehrfamilienhaus in Hamburg

vom

Die Villa in Hamburg-Duvenstedt war vorübergehend als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch. Der Staatsschutz ermittelt.

Hamburg | Nach einer mutmaßlichen Brandstiftung auf eine Villa im Hamburger Norden ermittelt der Staatsschutz. Der Verdacht: Die Tat könnte einen ausländerfeindlichen Hintergrund haben. Das unbewohnte Gebäude hatte im vorigen Jahr auf einer Liste mit möglichen Unterkünften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gestanden. Diese Pläne sind inzwischen allerdings vom Tisch. Von den Tätern fehlt noch jede Spur. Die Polizei sucht Zeugen.

Die weiße Villa im beschaulichen Stadtteil Duvenstedt steht seit längerem leer. Sie könnte nach einem Umbau Platz für mehrere Personen bieten, weshalb der Bezirk Wandsbek das Haus als potenziellen Ort für die Flüchtlingsunterbringung eingestuft hatte. Offenkundig gefiel das nicht jedem. Schon vor einigen Wochen waren Unbekannte in das verwaiste Gebäude an der Straße Im Ellernbusch eingestiegen und hatten die Wände von innen mit Hakenkreuzen beschmiert. Damals erstatteten Nachbarn Anzeige. Auch für diesen Vorfall konnte bisher kein Tatverdächtiger ermittelt werden.

Am späten Donnerstagabend gegen 22 Uhr bemerkten Zeugen dann einen Feuerschein im Inneren der Villa und verständigten die Polizei. Die Beamten stellten bei ihrem Eintreffen Rauchentwicklung in dem denkmalgeschützten Haus sowie in der angrenzenden Garage fest; dort brannte ein Stapel mit Autoreifen. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell ersticken. Polizeisprecher Holger Vehren: „Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler dürfte Brandstiftung für den Ausbruch des Feuers ursächlich sein.“ Konkrete Hinweise auf ein politisches Motiv lägen derzeit nicht vor.

Die Ermittler suchen nach Zeugen, die Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen geben können. Kontakt unter der Telefonnummer (040) 4286-56789 beim Landeskriminalamt 

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erstellt am 12.Mai.2016 | 17:13 Uhr

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