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Hamburg

09. Dezember 2016 | 12:49 Uhr

Hamburg-Stellingen : Ausbau der A7: Vollsperrung aufgehoben - neuer Termin nötig

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Strecke ist nach der Vollsperrung seit dem Morgen wieder frei. Doch technische Probleme in der Nacht könnten eine weitere Sperrung nötig machen.

Hamburg | Wegen technischer Schwierigkeiten beim Einbau von Brückenteilen muss die A7 in Hamburg möglicherweise ein weiteres Mal voll gesperrt werden. Ein Defekt an einem mobilen Schwerlastkran habe die Fertigstellung der Arbeiten an der Brücke Niendorfer Gehege in der Nacht zum Sonntag verhindert, teilte die Projektgesellschaft Via Solutions Nord mit. Zwölf schwere Betonfertigteile hätten von zwei Baukränen eingesetzt werden sollen, bei einem versagte jedoch die Hydraulik - sieben Teile konnten so nicht verbaut werden. „Wir müssen einen neuen Termin suchen, an dem wir die Arbeiten abschließen können“, sagte Christian Merl, der Sprecher von Via Solutions Nord.

Der A7-Ausbau ist aktuell die längste Baustelle DeutschlandsDie Bauarbeiten werden etwas länger dauern als gedacht.

Ob eine erneute nächtliche Vollsperrung der viel befahrenen Autobahn notwendig sein wird, ist noch unklar. Die Projektgesellschaft will nun mit den Behörden das weitere Vorgehen beraten. Eine Lösung soll aber schnellstmöglich gefunden werden.

Der Abbau von Schilderbrücken sowie die vorgesehenen Markierungsarbeiten in dem Abschnitt zwischen Stellingen und dem Dreieck Hamburg-Nordwest seien jedoch in der Nacht erfolgreich beendet worden. Auch Wartungs- und Sanierungsarbeiten in der Tunnelfahrspur zur A23 in Richtung Heide verliefen wie geplant.

In Hamburg-Stellingen wird derzeit ein fast 900 Meter langer Lärmschutztunnel gebaut. Zugleich wird die Autobahn von sechs auf acht Spuren erweitert. Nördlich vom Dreieck Nordwest bei Schnelsen wird ein weiterer, 560 Meter langer „Deckel“ über der Autobahn errichtet.

Die A7 wird bis zum Dreieck Bordesholm südwestlich von Kiel ausgebaut. In drei Bauabschnitten in Schleswig-Holstein ist die neue Fahrbahn in Richtung Süden beinahe fertig. Zwischen Juni und August sollen die provisorischen Fahrstreifen in den Baustellenbereichen schrittweise von der alten Richtungsfahrbahn Nord auf die neue Südfahrbahn verlegt werden. Dann wird die Nordfahrbahn erneuert und verbreitert.

Wegen Planungsschwierigkeiten sind die Bauarbeiten bereits acht Wochen im Verzug, wie Merl bestätigte. Bis Ende 2018 werde man die Verzögerung aber durch Mehrarbeit und andere Maßnahmen wieder aufholen. In der Nacht zum Sonntag waren zwei Schwerlastkräne mit 500 und 400 Tonnen Tragfähigkeit im Einsatz gewesen. Der 400-Tonnen-Kran versagte nach dem Einsetzen eines Betonteils. Die zwölf Brückenelemente wiegen zwischen 75 und 81 Tonnen.

Die Kosten für das Gesamtprojekt - die Hamburger Verkehrsbehörde spricht von Deutschlands größter Autobahnbaustelle - belaufen sich auf rund zwei Milliarden Euro. Darin sind allerdings die Unterhaltungskosten für die 65 Kilometer zwischen dem Dreieck Hamburg-Nordwest und Bordesholm über 26 Jahre enthalten.

Was genau auf der Mega-Baustelle A7 passiert, zeigt ein Video aus unserem Archiv (Stand 1.4.2016):

Mehr zum A7-Ausbau finden Sie unter shz.de/a7, aktuelle Verkehrsinformationen unter shz.de/verkehr.

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erstellt am 29.Mai.2016 | 14:50 Uhr

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