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Smartes Parken : App „Park and Joy“ zeigt freie Parkplätze in Hamburg an

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Die nervenaufreibende Parkplatzsuche soll durch die smarte App ein Ende haben. Hamburg sollen weitere Städte folgen.

Hamburg | Zwar hat Hamburg die Zahl seiner öffentlichen Parkplätze in den vergangenen Jahren beständig verringert. Doch nun sollen die weniger werdenden Stellflächen zumindest besser zu finden sein. Bewerkstelligen soll das eine Smartphone-App, die Vertreter der Telekom und der Verkehrsbehörde am Montag bei der Cebit in Hannover vorgestellt haben. Die Partner gaben genervten Autofahrern ein mehr als verheißungsvolles Versprechen: „Die nervenaufreibende Parkplatzsuche gehört in Hamburg bald der Vergangenheit an.“

In der Millionenmetropole ist Parkraum knapp oder entsprechend teuer. Um einen Stellplatz zu bekommen, müssen Autofahrer in der Hansestadt häufig lange rumkurven.

Gemäß der Kooperationsvereinbarung vernetzen Deutsche Telekom und die Hansestadt dazu ab Herbst „große Teile des innerstädtischen Parkraums“, um Daten zur Auslastung der Flächen zu gewinnen. Die App mit dem Titel „Park and Joy“ soll nicht nur in Echtzeit über freie Stellplätze informieren, sondern auch deren Buchung und Bezahlung übernehmen. Nutzern zeigt das Programm an, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie bei der Ankunft einen Parkplatz finden werden, erläutert Uwe Thillmann vom Landesbetrieb Verkehr (LBV). In den kommenden drei Jahren ist die Erfassung von bis zu 11.000 Parkplätzen im öffentlichen Raum sowie in Parkhäusern und auf privaten Stellplätzen geplant. Die Kosten des Pilotprojekts trägt die Telekom-Tochter T-Systems.

Für das „smarte Parken“ will das Unternehmen Parkplätze mit Sensoren im Asphalt versehen. Die ermitteln aufgrund des Gewichts, ob dort ein Fahrzeug abgestellt ist oder nicht. Die Übermittlung der Daten erfolgt über ein Schmalband-Mobilfunknetz. Zusätzlich wollen die App-Macher weitere Datenquellen anzapfen, unter anderem Informationen aus Parkscheinautomaten sowie von Parkhausbetreibern. Schwarmdaten aus dem Mobilfunknetz sollen überdies Wahrscheinlichkeitsberechnungen für freie Plätze ermöglichen.

Unter Federführung des LBV werden zunächst 100 Parkplätze im Hamburger Osten rund um den Wandsbeker Markt mit Sensoren ausgestattet. LBV-Geschäftsführer Jörg Oltrogge erhofft sich weniger Fahrten in überlastete Zielgebiete sowie geringere Unfallzahlen dank Wegfalls vieler „Ehrenrunden“ durch Parkplatzsucher. Wie Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof in Hannover betonte, sieht der Senat die Digitalisierung des Parkraums zudem als Schritt auf dem Weg hin zur „Smart City“.

Laut T-Systems-Vorstandschef Reinhard Clemens beginnt sein Unternehmen in Hamburg den Aufbau eines deutschlandweiten Marktplatzes für kommunale Parkplätze. Im Laufe des Jahres sollen weitere Städte hinzukommen.

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erstellt am 20.Mär.2017 | 16:59 Uhr

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