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Hamburg

10. Dezember 2016 | 23:31 Uhr

Bürgerschaft in Hamburg : Aktuelle Stunde im Zeichen von Radverkehr und sportlichem Abstieg

vom

Die Grünen sehen deutliche Fortschritte Hamburgs hin zu einer Fahrradstadt. Die Opposition fürchtet um die „Sportstadt Hamburg“. Beides wird ab 15 Uhr Thema in der Bürgerschaft sein.

Hamburg | Der Fahrradverkehr in Hamburg steht am Mittwoch (15 Uhr) im Zentrum einer Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft. Aus Sicht der Grünen-Regierungsfraktion ist die Stadt in diesem Bereich auf dem richtigen Weg, weshalb der kleine Koalitionspartner der SPD seinen Antrag für die Diskussion auch mit „Die Ampeln stehen auf grün: Hamburg wird Fahrradstadt“ überschrieben hat.

Sportstadt Hamburg auf einem „Abstiegsplatz“

Danach wollen sich die Abgeordneten auf Antrag von Linken, FDP und AfD mit dem Thema „Sportstadt Hamburg“ befassen. Aus Sicht der Opposition befinden sich der Sport und die Sportförderung in Hamburg seit dem Olympia-Aus auf einem „Abstiegsplatz“. Die Verhandlungen zwischen Senat und dem Hamburger Sportbund (HSB) über den Sportfördervertrag 2017/2018 waren zuletzt unterbrochen worden. Von der Sportbehörde seien keine Vorschläge gekommen, die für den HSB und den Hamburger Fußballverband akzeptabel gewesen wären. Dabei engagierten sich viele der 819 Sportvereine in ihren Stadtteilen für eine lebenswerte Nachbarschaft und trügen so zum sozialen Zusammenhalt bei. Rund 60 Hamburger Mannschaften seien zudem in der 1. und 2. Bundesliga ihrer Sportarten aktiv.

Die Debatte dürfte vom Aus für die Hamburg Freezers angeheizt werden. Der Eigner aus den USA, die Anschutz Entertainment Group (AEG), hatte am Dienstagabend final verkündet, keine DEL-Lizenz für die kommende Saison zu beantragen. Zuletzt hatte sich die Profihandballer des HSV Hamburg aus Geldnot abgemeldet, das Volleyball-Team Aurubis geht aus den gleichen Gründen in die Zweite Liga und wegen des Fehlens eines Hauptsponsors gilt das Radrennen Cyclassics weiter als gefährdet.

Geplanter Ausbau von Radwegen

SPD und Grüne wollen bis 2020 insgesamt 14 Velorouten mit einem Streckennetz von rund 280 Kilometer fertiggestellt haben. Zudem sollen jedes Jahr 50 Kilometer Radweg neu gebaut, saniert oder umgewidmet werden. Im Jahr 2015 seien es knapp 24 Kilometer gewesen, in diesem Jahr werde mit gut 48 Kilometern gerechnet. Zudem seien mehr als 70 neue Stadtrad-Stationen geplant, wobei 56 bereits im Jahr 2015 errichtet worden seien und 20 in diesem Jahr hinzukommen sollen.

Weniger Unfälle in der Gruppe der Radfahrer

Als Erfolg bei der Vermeidung von Unfällen bewerten die Grünen die Verlegung von Radwegen auf die Straße. Laut Unfallstatistik kamen 2015 zwei Radfahrer im Straßenverkehr ums Leben - neun weniger als 2014. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern sank um knapp einen Prozent von 3274 auf 3242, die Zahl der verletzten Radfahrer um 2,45 Prozent von 2409 auf 2350.

In einem gesonderten Antrag wollen sich die Grünen zudem mit dem Umgang mit Schrottfahrrädern in der Stadt befassen. Zusammen mit dem SPD-Koalitionspartner setzen sie sich dafür ein, dass abgestellte Räder ohne Pedale, ohne Sattel, mit platten Reifen oder verrostetem Rahmen künftig mehrmals im Jahr entfernt werden. Verwertbare Fahrradteile sollen dabei zur Weiternutzung zur Verfügung gestellt werden. Nach Angaben der Grünen wurden 2014 insgesamt 2683 Schrotträder von der Stadtreinigung entsorgt, im vergangenen Jahr seien es 3085 Räder gewesen.

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erstellt am 25.Mai.2016 | 07:18 Uhr

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