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Hamburg

02. Dezember 2016 | 19:15 Uhr

Baubeginn für Lärmschutztunnel : A7-Deckel in Stellingen: Alexander Dobrindt gibt den Startschuss

vom

Der A7-Ausbau in Hamburg und SH soll ein Gewinn für alle Beteiligten sein. Gleich zwei Minister wollen am Freitagnachmittag einen weiteren wichtigen Bauabschnitt eröffnen.

Mit einem symbolischen Knopfdruck haben Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) den Startschuss für den Bau eines Lärmschutztunnels über der A7 in Hamburg gegeben. Das fast 900 Meter lange Bauwerk im Stadtteil Stellingen soll die Anwohner trotz der Erweiterung der Autobahn auf acht Spuren vor Lärm und Abgasen schützen. „Wir schaffen mehr Kapazität auf der Straße, und wir schaffen mehr Lärmschutz für die Anwohner“, sagte Dobrindt am Freitag.

Der Ausbau der A7 geht voran: Ein Viertel der Bauarbeiten ist geschafft, das Projekt ist im Zeitplan. Drei Tunnelbauten sollen in Schnelsen, Stellingen und Altona entstehen, die für Lärmschutz und ein besseres Zusammenwachsen der angrenzenden Stadtteile sorgen. Von Hamburg Nord-West bis Bordesholm wird die Autobahn verbreitert.

Nach Fertigstellung des sogenannten Deckels Ende 2020 soll der durch die A7 geteilte Stadtteil Stellingen wieder zusammenwachsen. Geplant sind Kleingärten und eine Parkanlage, die direkt über dem vielbefahrenen Autobahnabschnitt mit mehr als 150 000 Fahrzeugen täglich liegen sollen. „Das ist Verkehrspolitik, die ihren Namen verdient“, sagte Dobrindt.

Die A7 wird bis zum Dreieck Bordesholm südwestlich von Kiel ausgebaut. Die Kosten für das Gesamtprojekt - die Verkehrsbehörde spricht von Deutschlands größter Autobahnbaustelle - belaufen sich auf rund zwei Milliarden Euro. Darin sind allerdings die Unterhaltungskosten für den Abschnitt zwischen dem Dreieck Hamburg-Nordwest und Bordesholm über 26 Jahre enthalten. Das Stellinger Tunnelprojekt allein kostet mehr als 200 Millionen Euro.

Die Gründungsarbeiten für den Deckel laufen bereits. Große Maschinen bohren tiefe Löcher, die mit Beton und Stahl gefüllt werden. Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs geht davon aus, dass die Arbeiten in Stellingen einfacher vonstatten gehen als in Schnelsen, wo ebenfalls ein 560 Meter langer Lärmschutzdeckel entsteht. Dort müssen die Ingenieure teilweise bis in eine Tiefe von 23 Metern gehen. Ein dritter Tunnel von 2300 Metern Länge soll in Altona gebaut werden. Dafür hatte sich die Bürgerschaft im Februar ausgesprochen.

Die Anwohner verfolgten das Projekt mit viel Verständnis und Sympathie, sagte Fuchs. Vertreter des örtlichen Bürgerkomitees nahmen an der Zeremonie am Freitag teil. Der technische Geschäftsführer der Projektmanagementgesellschaft Deges, Dirk Brandenburger, versicherte, das Vorhaben sei im Kosten- und Zeitrahmen. Bundesweit spreche man von einem der bestgemanagten Verkehrsvorhaben Deutschlands, sagte Verkehrssenator Horch. Das Projekt soll eine Balance zwischen den Verkehrsanforderungen, der Lebensqualität der Anwohner und der Umwelt schaffen.

Nach Angaben der Verkehrsbehörde werden nicht nur Wohngebiete im Norden Hamburgs zusammenwachsen, auch die Lebensräume von Tieren sollen durch zahlreiche Umweltmaßnahmen wieder verbunden werden. In Schleswig-Holstein entstehen eine sogenannte Grünbrücke und mehrere Otterdurchstiege. Die Haselmäuse an der bisherigen Trasse werden ganz allmählich in neu angelegte Lebensräume umgesiedelt.

Vollsperrung der A7 im September

Die Arbeiten für das Deckelgebäude sollen in Stellingen gegen Ende des Jahres beginnen. Für das Wochenende 9. bis 12. September ist eine Vollsperrung der Autobahn geplant. Dann soll eine Brücke abgerissen und durch eine Behelfsbrücke ersetzt werden. Die Anwohner verfolgten das Projekt mit viel Verständnis und Sympathie, sagte Fuchs. Sie seien positiv gestimmt, weil sie wüssten, dass in nicht ferner Zukunft Verkehrslärm und Abgase reduziert würden.

Die A7 ist mit fast 1000 Kilometern die längste Autobahn in Deutschland – und im staugeplagten Raum Hamburg eine der am stärksten befahrenen. In den kommenden acht Jahren wird sie ausgebaut, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Die A7 wird daher bis zum Dreieck Bordesholm, südwestlich von Kiel, ausgebaut. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich nach Angaben von Fuchs auf rund zwei Milliarden Euro. Darin sind allerdings die Unterhaltskosten für den Abschnitt zwischen dem Dreieck Hamburg-Nordwest und Bordesholm über 26 Jahre enthalten.

Hier gibt es einen Überblick über die Baustellen entlang der A7:

 

Aktuelle Informationen zum A7-Ausbau, Sperrungen und der Verkehrslage finden Sie auf unseren Themenseiten shz.de/a7 und shz.de/verkehr.

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erstellt am 29.Apr.2016 | 18:20 Uhr

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