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Hamburg

04. Dezember 2016 | 17:25 Uhr

Film : 24. Filmfest Hamburg: Diese Filme sind im Programm

vom
Aus der Onlineredaktion

165 Filme aus 53 Ländern: Am 29. September beginnt das 24. Filmfest Hamburg. Ab Donnerstag startet der Ticketverkauf.

Hamburg | Die Veranstalter setzen beim 24. Filmfest in Hambugr auf eine exklusive Film-Vielfalt mit 26 Weltpremieren, 29 Debütfilmen und viele Frauenportraits. Von den insgesamt 165 Filmen des diesjährigen Festivalprogramms haben nur 24 Filme einen deutschen Verleih. Zusammen mit der hohen Anzahl der Erstlingswerke und zweiten Filme macht das viele unbekannte Produktionen. „Diese Exklusivität gibt es nur bei uns“, sagt Wiederspiel. Dabei sind 26 Weltpremieren, vier Europapremieren. „Das Publikum geht in einen Film ohne Kritiken gelesen zu haben - da ist unser größtes Wagnis, aber auch der Reiz des Filmfests.“

Doch neben den vielen Nachwuchsfilmen präsentierten die Veranstalter am Dienstagabend bei der Vorstellung des Programmes auch eine Reihe von Produktionen bereits preisgekrönter Filmemacher. Mit dabei sind die diesjährigen Gewinnerfilme der internationalen Festivals in Venedig, Locarno und Cannes. Die Hauptgewinner sind „The Woman Who Left“ von Lav Diaz und „Godless“ von Ralitza Petrova. Dazu laufen gleich vier Preisträger der Internationalen Filmfestspiele von Cannes: „Bis ans Ende der Welt“ von Xavier Dolan, „Graduation“ von Christian Mungiu, sowie „Personal Shopper“ von Olivier Assayas und „American Honey“ von Regisseurin Andrea Arnold.

Sam Neill (li.) als Eugene und Rüdiger Vogler als Phillip Winter in einer Szene aus dem Film „Bis ans ende der Welt“.
Sam Neill (li.) als Eugene und Rüdiger Vogler als Phillip Winter in einer Szene aus dem Film „Bis ans ende der Welt“. Foto: zdf/arte
 

Insgesamt zwölf Sektionen prägen das Filmfest Hamburg. In den zwölf Filmen, die in diesem Jahr die Sektion „Asia Express“ für das zeitgenössische asiatische Kino bilden, spielen neben Protagonisten die bespielten Räume eine tragende Rolle, wie in „Motel Mist“ oder Rithy Panhs „Exil“. In der Kategorie „Voila“ zeigen die Kinos Filme, die die Welt sehr real abbilden, wie in „Nelly“ das Leben der Schriftstellerin Nelly Arcan. Ein weiteres Künstlerportrait zeigt Stephen Frears mit  dem Film „Florence Foster Jenkins“ mit Meryl Streep und Hugh Grant.

<p>Meryl Streep und Hugh Grant in „Florence Foster Jenkins“.</p>

Meryl Streep und Hugh Grant in „Florence Foster Jenkins“.

Foto: Imago/Zuma Press
 

Die Flüchtlingsthematik beschäftigt in diesem Jahr wieder das Filmfest, zum Beispiel mit „We’ve never been kids“. Deutsche Filme sind „Der traumhafte Weg“ oder „Die Höhle von Eppendorf“, sowie drei TV-Tatorte. Wie üblich ist der Norden stark vertreten und stellt gleich zwei Reihen („Freihafen“ und „Hamburger Filmschau“).

Hollywood in Hamburg

Mit dem Film „Amerikanisches Idyll“ wird das Festival eröffnen. Ewan McGregor feiert mit der Verfilmung des Pulitzer-Preis-gekrönten Philip Roth-Romans sein Regiedebüt und stellt den Film persönlich vor. Gemeinsam mit Jennifer Connelly wird er am 29. September an die Elbe kommen. Doch nicht nur die beiden Hollywoodstars haben sich angekündigt. Hunderte Gäste aus Film und Fernsehen stehen schon jetzt auf der Gästeliste vom diesjährigen Filmfest Hamburg.

Ewan McGregor spielt in „Amerikanisches Idyll“ mit.
Ewan McGregor spielt in „Amerikanisches Idyll“ mit. Foto: Tal Cohen
 

Erwartet werden unter anderem Susanne Wolff , Olivier Assayas, Benno Fürmann, Olli Dittrich und Dieter Hallervorden, die Tatort-Schauspieler Axel Milberg und Jan Josef Liefers. Sonst konnte der Douglas-Sirk-Preis große Namen locken, wie Tilda Swinton, David Cronenberg oder Catherine Deneuve. Doch in diesem Jahr entfällt die Verleihung, einfach weil es keinen geeigneten Preisträger gab, der den Ansprüchen der Jury gerecht werden konnten. Er sollte nicht wie die Vorgängerin Deneuve aus Frankreich kommen, noch Schauspieler sein.

Die anderen Preise für Produzenten, Fernsehproduktionen, Nachwuchs- und Publikumspreise im Gesamtwert von 90.000 Euro werden wie gewohnt verliehen. Neu ist außerdem der sogenannte Zugabesonntag. Am 9. Oktober werden neun starke Filme im Cinemaxx Dammtor gezeigt: keine Gäste, kein roter Teppich, sondern nur Film, in drei Sälen. An jedem anderen Festivaltag finden im Festivalzelt Diskussionen, Anregungen, Musik und Networking statt.

Auch die Jüngsten sollen fürs Kino begeistert werden

Im Jahr 1992 fand das Filmfest Hamburg erstmals in seiner heutigen Form in der Hansestadt statt. Seither werden jedes Jahr im Herbst über 140 nationale und internationale Filme gezeigt, in diesem Jahr in zwölf festen Sektionen und weiteren, jährlich wechselnden Themenschwerpunkten. An erstmals elf Tagen laufen die Filme bis zum 8. Oktober in sechs Kinos der Hansestadt. 

Mit dem parallel laufenden 14. Michel Kinder- und Jugend Filmfest sollen auch die Jüngsten fürs Kino begeistert werden. Eröffnet wird mit dem schwedischen Kinderfilm „Mia schläft woanders“. Gezeigt werden anspruchsvolle Filme mit ernsten Themen, wie Kinderarmut und Krieg sowie Filme für Kinder ab vier Jahren. Genau wie bei den „Großen“ runden Diskussionen die Vorstellungen ab.

Das 24. Filmfest Hamburg, vom 29. September bis 8. Oktober, im Abaton-Kino, Cinemaxx Dammtor, Metropolis, Passage, Studio-Kino und B-Movie. Das Michel Kinder- und Jugend Filmfest lädt vom 30. September bis 8. Oktober ins Abaton-Kino ein. Der Ticketverkauft startet am Donnerstag. Mehr Informationen und Karten gibt es unter www.filmfesthamburg.de

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erstellt am 15.Sep.2016 | 16:48 Uhr

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