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Hamburg

06. Dezember 2016 | 13:16 Uhr

Zwischen Hamburg und Bremen : 22-Jähriger zückt Messer in Metronom - Menschen geraten in Panik

vom

Nach einer Fahrkartenkontrolle bedroht ein junger Mann Mitreisenden. Er wird vorläufig festgenommen.

Sottrum/Ottersberg | Ein 22-Jähriger hat in einem Metronom auf der Strecke zwischen Hamburg und Bremen ein Messer gezückt und Fahrgäste bedroht. Viele Reisende gerieten bei dem Vorfall in der Nacht zum Sonntag in Panik und verließen den Zug am nächsten Bahnhof, wie ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen sagte. Sie fühlten sich den Angaben zufolge an die Vorfälle in Würzburg und München erinnert Verletzt wurde niemand.

Nach den Attacken in Würzburg und München sind die Menschen verängstigt - und sensibilisiert. Die Gefahr, dass sie schnell in Panik geraten, ist also weiter gestiegen.

Der junge Mann war zuvor bei einer Fahrkartenkontrolle in Höhe Sottrum (Kreis Rotenburg) durch sein aggressives Verhalten aufgefallen. Der Zugbegleiter setzte ihn daraufhin in ein abgetrenntes Abteil und verschloss die Türen, so dass der 22-Jährige nicht mehr hinaus konnte.

Bei der Ankunft am Sottrumer Bahnhof gelang es dem Mann jedoch, das Abteil zu verlassen. Er wechselte den Waggon, zückte ein Messer und begann, auf Mitreisende loszugehen. Dabei versuchte er, einer 20-Jährigen in den Hals und einer 19-Jährigen in den Rücken zu stechen.

Am nächsten Bahnhof verließen viele Fahrgäste den Zug in Panik. Auch der 22-Jährige stieg aus, bedrohte noch einige weitere Fahrgäste auf dem Bahnsteig und verschwand. Die Reisenden alarmierten die Polizei, die den Täter trotz einer Sofortfahndung nicht ausfindig machen konnte. In den frühen Morgenstunden stellte sich der Mann selbst - er wurde vorläufig festgenommen.

Der Mann sagte aus, er habe eine Bedrohungssituation auslösen, aber niemanden verletzen wollen. Bei der Stichwaffe handelt es sich nach Polizeiangaben um ein kleineres Küchenmesser. Der 22-Jährige sei zur Tatzeit alkoholisiert und psychisch instabil gewesen. Er soll im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen in psychiatrische Behandlung übergeben werden.

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erstellt am 24.Jul.2016 | 16:25 Uhr

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