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Hamburg

08. Dezember 2016 | 05:12 Uhr

Hamburg-Eppendorf : 20.000 Euro im Bus entdeckt - ehrliche Finderin enttäuscht

vom

Gerollt in einer Plastiktüte findet eine Frau das Geld. Ein Gesetz benachteiligt die Hamburgerin.

Hamburg | Eine Frau hat in einem Stadtbus in Hamburg-Eppendorf 20.000 Euro in bar gefunden und das Geld bei der Polizei abgegeben. Auch einige Tage nach dem Fund hat sich laut Hansestadt aber noch kein Besitzer gemeldet. Sollte es sechs Monate dabei leiben, könnte sich die ehrliche Finderin über das Geld freuen - im Normalfall. Doch weil die Hamburgerin den Mega-Fund in einem Bus und nicht auf der Straße machte, kassiert die Stadt das kleine Vermögen ein.

Dafür ist ein relativ unbekannter Gesetzesparagraf verantwortlich. Dieser besagt, dass im öffentlichen Nahverkehr und bei Behörden gefundenes Geld auch im Besitz der Stadt bleibt, wie ein Sprecher des Bezirksamts Altona am Donnerstag erklärte. In dem Stadtteil liegt das Zentrale Fundbüro, wo das herrenlose Geld aufbewahrt wird.

Außerdem halbiert sich durch die Sonderregelung der gesetzliche Finderlohn von drei Prozent. Statt wie üblich mit 600 wird die Frau mit 300 Euro für ihre Ehrlichkeit belohnt. „Ich habe das Gefühl, als ehrliche Finderin auch ein bisschen die Dumme zu sein“, sagte die Frau dem „Hamburger Abendblatt“. Die Geldscheine hatten dem Bericht zufolge vergangenen Dienstag säuberlich gerollt in einer bunten Plastiktüte auf einem Sitz in der Linie 34 gelegen.

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erstellt am 11.Aug.2016 | 16:16 Uhr

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