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Hamburg

06. Dezember 2016 | 23:01 Uhr

Hamburg-Harburg : 14-Jährige vergewaltigt und in der Kälte zurückgelassen - Urteil erwartet

vom

Vier junge Männer vergingen sich an ihr, eine Teenagerin filmte das Verbrechen. Das Verfahren hatte im August begonnen.

Hamburg | Sie sollen eine 14-Jährige vergewaltigt und die besinnungslose Jugendliche in die Kälte gelegt haben: Das Landgericht Hamburg will am Donnerstag (13 Uhr) das Urteil gegen vier junge Männer sprechen. Eine Teenagerin muss sich in dem Prozess verantworten, weil sie das Verbrechen am 11. Februar nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft mit ihrem Handy filmte. Das Verfahren vor einer Jugendstrafkammer hatte Ende August begonnen, die Öffentlichkeit wurde nach Verlesung der Anklage bis zur Urteilsverkündung ausgeschlossen.

Die männlichen Angeklagten im Alter zwischen 14 und 21 Jahren sollen ihr Opfer auf einer Geburtstagsfeier zuerst betrunken gemacht und das widerstandslose Mädchen dann im Stadtteil Harburg sexuell missbraucht haben. Dem angeklagten Mädchen wird Beihilfe vorgeworfen. Mehrere Handyvideos zeigen die brutale Vergewaltigung der 14-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft berichtete bei Prozessauftakt schockierende Einzelheiten: Die Täter hätten dem Mädchen mehrere Gegenstände vaginal eingeführt. Das Opfer habe sich dabei übergeben und geschrien.

Laut Anklagebehörde legten drei der mutmaßlichen Täter die 14-Jährige nach der Vergewaltigung in einem Hinterhof ab. Sie war nur leicht bekleidet in Unterwäsche und mit einer Bluse - bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ihnen wird darum auch gefährliche Körperverletzung und unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst wegen versuchten Mordes ermittelt. Die 14-Jährige stand unter der Obhut des Jugendamtes Wandsbek und war in einer Jugendwohnung untergebracht.

Bei Prozessbeginn zeigten sich die Angeklagten wenig reumütig und grüßten ausgelassen die Verwandten und Freunde im Zuschauerraum.

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erstellt am 20.Okt.2016 | 06:44 Uhr

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