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Regionales

07. Dezember 2016 | 11:41 Uhr

Arbeitsplätze in der Grenzregion : Grenzpendler sind eine Goldgrube – auch für Dänemark

vom
Aus der Onlineredaktion

Neue Zahlen erklären, wer am meisten vom freien Fluss der Arbeitskräfte im Grenzland profitiert.

Kopenhagen/Apenrade | Die Grenzpendler im deutsch-dänischen Grenzland sind vor allem für die dänische Volkswirtschaft ein Gewinn. Eine neue Untersuchung des Øresundinstitutes zusammen mit dem Regionskontor und Infocenter der Region Sønderjylland-Schleswig zeigt, dass nicht nur die Wohnsitzregion der Beschäftigten in Deutschland von den grenzüberschreitenden Einkommenstransfers profitieren, sondern auch das Land, in dem sie beschäftigt sind.

13.900 Grenzpendler arbeiten im Hochlohnland Dänemark, nur 600 auf der deutschen Seite. Der Transfer von Geld und Arbeitskraft bildet eine Lebensader für Wirtschaft, Menschen und Kommunen auf beiden Seiten der Grenze.


Laut Untersuchung kommen die in Deutschland wohnenden und in Dänemark arbeitenden Grenzpendler auf ein Einkommen von zusammengerechnet 1,9 Milliarden Kronen (255 Mio. Euro). Davon werden an den dänischen Staat rund 534 Millionen Kronen an Steuern gezahlt. Es verbleibt ein Einkommenstransfer von rund 1,366 Milliarden Kronen (184 Millionen Euro), der als Kaufkraft im Wohnland Deutschland zur Verfügung steht.

Umgekehrt erwirtschaften die in Dänemark wohnenden und in Deutschland arbeitenden Grenzpendler nur 41,25 Millionen Euro an Einkommen und sorgen für einem Transfer von 23,8 Millionen Euro. Der große Gewinn, den die dänische Volkswirtschaft aus dem Grenzpendeln zieht, liegt laut Gutachten am Wertzuwachs, den die betreffenden Beschäftigten in den dänischen Unternehmen erzielen, vor allem an produzierten Werten. Schwerpunkt sind dabei die Bereiche Nordschleswig und Südjütland. 

„Wir wussten schon immer, welche wirtschaftliche Bedeutung Grenzpendeln hat – nun wird auch deutlich welchen Gewinn das Wohnland erzielt“, so der Regionsvorsitzenden Hans Philip Tietje (Venstre) zu den Untersuchungsergebnissen. Er lobt die „Win-Win-Situation“ für die deutsche und dänische Seite.

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erstellt am 18.Okt.2016 | 11:29 Uhr

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