zur Navigation springen

Regionales

04. Dezember 2016 | 07:11 Uhr

Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung : Fürst Albert II. von Monaco holt sich Deutschen Meerespreis in Kiel ab

vom

Wenn es um die Ozeane und Polarregionen geht, ist Fürst Albert II. kein Weg zu weit. Am 12. September bekommt er an der Förde den Deutschen Meerespreis.

Kiel | Das Preisgeld von 10.000 Euro ist es sicher nicht, das Fürst Albert II. im September von Monaco nach Kiel lockt. Die Ehrung als Förderer von Meer und Arktis sowie die Anerkennung durch die internationale Meeresforschung hingegen sind ihm ganz sicher eine Herzensangelegenheit. Die Familie Grimaldi kümmert sich seit über 100 Jahren um die Belange der Meere. Als Präsident des Mittelmeerforschungsrates wird der aktuelle Fürst am 12. September den Deutschen Meerespreis 2016 entgegennehmen.

Albert werde bei seinem in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt auch den 41. Kongress des Mittelmeerforschungsrates eröffnen, kündigte das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung am Montag an. Zu der Veranstaltung, die erstmals auf deutschem Boden stattfindet, werden mehr als 500 Wissenschaftler aus 50 Ländern erwartet.

„Mit der Auszeichnung würdigen wir auch das langjährige Engagement von Fürst Albert II. für die Erforschung, den Erhalt und den Schutz der Meere“, sagte Professor Peter Herzig, der Direktor des Geomar bei Bekanntgabe der Ehrung im Juni. Die Laudatio hält bei der Preisverleihung der EU-Kommissar für Maritime Angelegenheiten, Karmenu Vella. Grußworte sprechen Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU), Ministerpräsident Torsten Albig und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (beide SPD).

Albert II. gilt als Tausendsassa. Aber eine der Konstanten in seinem Leben ist der Klima- und Meeresschutz. Darin ist er familiär vorgeprägt. In Monaco hatte sein gleichnamiger Ururgroßvater Fürst Albert I 1889 das heute sehr renommierte Museum für Meereskunde („Musée et Institut océanographique“) ins Leben gerufen. Auch die Gründung der Wissenschaftlichen Kommission des Mittelmeeres (CIESM) geht auf den Vorfahren zurück. Der jetzige Fürst wuchs angesichts dessen mit steter Tuchfühlung zur Ozeanographie auf und bekam so Kontakt zu Fach-Koryphäen wie dem legendären Unterwasserfilmer Jacques-Yves Cousteau, der das Museum für Meereskunde viele Jahre als Direktor leitete.

Anlässlich des 100. Jahrestages der Arktisexpedition seines Ururgroßvaters nahm Albert 2006 an einer Nordpolexpedition teil. Er nutzte die Wirkungskraft seiner Person, um auf den um sich greifenden Klimawandel aufmerksam zu machen. Daraufhin gründete er die Stiftung „Fondation Albert II de Monaco“ zum Schutz der polaren Lebensräume. Bekannt geworden ist die Stiftung des Fürsten unter anderem durch eine medienwirksame Polarexpedition im Jahr 2009: In einer 17-tägigen Reise durchquerte Albert die Antarktis.

Im vergangenen Jahr hatte das monegassische Staatsoberhaupt sich beim einem Sylt-Besuch ein Bild von den Küstenschutz-Maßnahmen gemacht.

Der Deutsche Meerespreis ist eine Auszeichnung, die gemeinsam vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und der Deutschen Bank unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein verliehen wird. Preisträger waren bisher unter anderem der ehemalige Bundesminister und Exekutivdirektor des United Nations Environment Programs (UNEP), Klaus Töpfer, der ehemalige EU-Kommissar Joe Borg, der Bestsellerautor Frank Schätzing, der Kieler Klimaforscher Mojib Latif und der Premierminister der Republik Kapverden Jose Maria Neves.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Aug.2016 | 16:19 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen