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Regionales

11. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

Vier Tage Folk in Tondern : Die besten Tipps zum Tønder Festival 2016

vom
Aus der Onlineredaktion

Gwynn Nissen, Chefredakteur des „Nordschleswiger“, ist ein Kenner des legendären Tønder Festivals. Hier sind seine Tipps für das ab Donnerstag zum 42. Mal errichtete Mekka der Folk-Musik.

Tondern | Es wird eine heiße Angelegenheit, das 42. Tønder Festival 2016, soviel steht bereits am Donnerstagnachmittag fest. Irlands Botschafterin für Dänemark, Cliona Manahan, hat das viertägige Fest der Folk-Musik eröffnet, unter strahlend blauem Himmel und sengender Sonne. Sonne und Hitze – eine eher ungewöhnliche Randerscheinung beim Tønder Festival. Aktuelle Bilder sehen Sie hier (link).

Musikalisch, das weiß man immer schon vorher, kann gar nichts schiefgehen. Seit Maria Theessink als Musikchefin das Geschehen lenkt, hat sich sicher viel verändert, die Qualität der musikalischen Gäste ist aber geblieben. So gibt es auch in diesem Jahr eine gute Mischung aus Folk, Blues, Bluegrass, Singersongwriter, Jazziges, Pop, Rock – und dem, was nicht in ein fertiges Konzept gepackt werden kann. Handgemachte Musik ist das Motto des Tønder Festivals, und davon gibt es jede Menge an den vier Festivaltagen. Aber was sucht man sich bei über 70 Musikern und Bands, bis zu 40 Veranstaltungen täglich und über 100 Konzerten (hier geht es zum Festival-Programm) aus?

Die Sicheren

Man kann sich zunächst einmal einige „sichere“ Namen notieren, die schon einmal in Tondern waren: Folkeklubben waren die vergangenen Jahre dabei, weil sich die drei jungen Dänen immer größerer Beliebtheit erfreuen, und weil sie diesmal ein ganz neues Album auf dem Festival präsentieren. Im Radio hören sich die neuen Titel zumindest gut an – dann muss man nur den Charme der Jungs hinzudenken. Das kann nur gut werden.

Jacob Dinesen aus Mögeltondern durfte im vergangenen Jahr auf den großen Bühnen in den kleinen Spielstätten ran. Diesmal steht er auf der riesigen Open-Air-Bühne – mal sehen, wie seine Springsteen-Stimme bei Tausenden von Zuschauern wirkt. Und noch zwei Charmeure kommen nach Tondern: Das Duo Hudson Taylor sorgt für Simon-&-Garfunkel-Stimmung. Das können nur gute Konzerte werden.

Auch die junge Band Jonah Blacksmith aus Nordjütland ist verdient aufgestiegen. Von den nächtlichen Stunden im Bierzelt zum Open-Air-Konzert.

Schließlich kommen auch die Avett Brothers. Die Amerikaner und die Tonderaner haben sich bereits beim ersten Treffen vor fünf Jahren verliebt. Zwischendurch waren sie wieder hier, und sie sind jedesmal Garant für ein gutes Konzerterlebnis.

Starke Frauen

Tondern war schon immer die musikalische Anlaufstelle für starke Frauen. Das Festival 2016 ist da keine Ausnahme: Allen voran kann man sich auf die Tochter von Country-Legende Johnny Cash, Rosanne Cash, freuen, die mit John Leventhal zusammen auftritt.

Darüber hinaus kommen Caitlin Canty und Mary Gauthier. Starke Frauenstimmen versprechen zudem Signe Svendsen, Kira Skov und Tina Dico,sowie Margo Price. Und natürlich ist die für Lukas Graham eingesprungene Liedermacherin Eilen Jewell aus den USA eine Nummer, die man sich anhören sollte.

Das will ich sehen

Wer melancholisch genuschelte Gitarrenmusik aus einem verrauchten Männermund hören möchte, sollte sich unbedingt Mick Flannery aus Irland anhören. Vor Jahren war er schon einmal Gast in Tondern, diesmal tritt er sowohl im Spiegelzelt als auch im Museum auf.  Die Gänsehaut unbedingt mit Rotwein befeuern, das macht Mick Flannery bei seinen Auftritten auch gerne.

Natürlich fehlt es nicht an Folk von den Inseln: Klassischer mit einem Hauch Moderne, dafür sorgen unter anderem Manran, Peatabog Phairies und Schooglenifty. Und schließlich hören wir von allen Seiten: Jason Isbell nicht verpassen – der Amerikaner ist einer der Shooting Stars der Country- und Singer/Songwriter-Szene. Gehen wir also hin.

Die Überraschungen

Das beste am Tønder Festival sind die Überraschungen und das Gefühl, etwas ganz Neues erlebt zu haben. Geheimtipp: Der Donnerstagabend wird oft für neue, unbekannte Talente genutzt.

Ansonsten könnten die Überraschungsmomente von The Elephant Sessions, Talisk, Treacherous Orchestra oder einem der acht nordischen Teilnehmer am Folk Spot kommen.

Darüber hinaus bietet das Tønder Festival mit seinen über 100 Veranstaltungen jede Menge Unterhaltung. Man muss mal Musik in den Glassälen gehört haben, oder sich einfach im englischen Pub zu einer Jamsession dazusetzen, wo Profimusiker und Amateure plötzlich die Instrumente zücken und für kleine Festival-Highlights sorgen.

Eine App fürs Festival

Das Tønder Festival hat erstmals eine App für Smartphones – eine unentbehrliche Hilfe, obwohl es schon seit Jahrzehnten ein kleines Heftchen für die Festivalgänger in Tondern gibt. Die App gibt einen tollen Überblick über die Spielstätten, die Musik und alle praktischen Informationen ums Festival herum.

Die Nutzer können zum Beispiel den Zeitplan einsehen (entweder nach Zeiten oder Spielstätten sortiert) oder sie gehen einfach in der App auf Entdeckung und sehen, was das Festival so zu bieten hat. Die App gibt es sowohl für iPhone als auch Android-Geräte.

Festival-Karten

Mehr-Tageskarten für das Tønder Festival gibt es über die Homepage des Festivals und auch an der Kasse. Dort gibt es aber keine Garantie, dass man zum Beispiel für Sonnabend Einzelkarten kaufen kann. Also lieber vorbestellen.

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erstellt am 25.Aug.2016 | 14:03 Uhr

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