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Blaulichtmonitor

02. Dezember 2016 | 21:15 Uhr

A7-Staus : Megastaus: Dänische Grenzkontrollen bremsen Verkehr Richtung Norden

vom
Aus der Onlineredaktion

Die A7 wird für Auto- und Lkw-Fahrer zur Nervenprobe: Baustellen und Stau vor dem Grenzübergang vermiesen die Fahrt.

Ellund | Am Samstagnachmittag müssen Autofahrer auf der A7 starke Nerven beweisen. Seit dem Vormittag stockt der Autoverkehr wegen Unfällen, Baustellen und der dänischen Einreisekontrollen auf Rekordlänge.

Bereits zwischen Großenaspe und Neumünster, weiter im Norden zwischen Warder und Rendsburg steht der Reiseverkehr auf jeweils zehn Kilometern Länge. Reisende können nur im Schritttempo vorwärts kommen.

Nach kurzer, freier Fahrt, steht der Autoverkehr wieder hinter der Anschlussstelle Flensburg in Richtung Dänemark. Wegen der noch andauernden, seit Januar 2016 durch die dänische Regierung angeordneten Grenzkontrollen, gibt es einen Rückstau von acht Kilometern vor dem Grenzübergang Ellund-Fröslev.

Nach Zeitverlusten bei Neumünster und Rendsburg, brauchen Reisende vor Ellund erneut starke Nerven, die Reisezeit verzögert sich um weitere rund 30 bis50 Minuten. Obwohl die dänischen Behörden nur stichprobenartige Kontrollen auf Augenhöhe durchführen, gelingt es der dänischen Polizei nicht, den Stau an der Grenze zeitnah abzubauen. Deutsche Polizeiwagen sichern den Stau mit Blaulicht ab.

Wegen der starken Belegung der dänischen Ferienhäuser und des Bettenwechsels am Wochenende, kommt auch nach der Speditionsverkehr nach Norden mit ins Spiel. „Die Kontrollen bringen gar nichts, sagt ein Lkw-Fahrer einer dänischen Spedition aus Kolding, im Stau. Die Zahl der Asylsuchenden geht ständig zurück, wir sind die Leidtragenden“, so der Fahrer weiter. „Lenk- und Ruhezeiten können wegen der häufigen Staus vor Ellund nicht mehr ordnungsgemäß eingehalten werden.“

Ein Autofahrer aus Bielefeld ist wegen des langen Staus auf der A7 an der Anschlussstelle Harrislee abgefahren und macht eine Zwangspause auf einem Tankstellengelände. Ein Kleinkind und seine dreijährige Schwester schreien in den Kindersitzen auf der Rückbank in einem VW Golf Kombi. „Wir sind um kurz nach sechs Uhr morgens in Bielefeld gestartet“, sagt der 32-jährige Familienvater. „Normalerweise wären wir schon längst in Dänemark angekommen und säßen bei Kaffee und Kuchen, wäre dieser Stau nicht. Ich muss erstmal die Kinder beruhigen.“

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erstellt am 22.Okt.2016 | 14:33 Uhr

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