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03. Dezember 2016 | 20:48 Uhr

Kiel : Falsche „Fahrkartenprüfer“ geraten an Bahn-Mitarbeiter - und fliegen auf

vom
Aus der Onlineredaktion

Drei Jugendliche gaben sich in einem Zug nach Neumünster als Kontrolleure aus. Was Bahn und Polizei in solchen Fällen raten.

Kiel/Flensburg | Am Montag gaben sich drei Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren in einer Regionalbahn als „Fahrkartenprüfer“ aus und kontrollierten bei den Reisenden die Fahrscheine. Dabei gerieten sie an einen leitenden Mitarbeiter der Deutschen Bahn und flogen auf.

Der Bahn-Mitarbeiter wurde von den vermeintlichen „Fahrkartenprüfern“ in der Regionalbahn von Kiel kurz vor Einfahrt in den Bahnhof Neumünster angesprochen. Diese verlangten von ihm, wie auch zuvor von diversen anderen Reisenden, einen Fahrschein. Als sie bemerkten, wen sie da kontrollieren wollten, ließen sie von ihrem Vorhaben ab.

Auf dem Bahnsteig in Neumünster warteten schon die zwischenzeitlich verständigten Beamten der Bundespolizei und nahmen die drei „Experten“ in Empfang. Nach einer kurzen Befragung gaben sie den Verstoß zu. Alle drei wurden wegen Betruges angezeigt.

Die Deutsche Bahn und die Bundespolizei raten in solchen Fällen:

  • Fahrkartenprüfer müssen sich in jeden Fall mit einem Ausweis legitimieren können
  • es ergeht immer eine schriftliche Zahlungsaufforderung, sollten Reisende ohne Fahrschein angetroffen werden
  • im Zweifelsfall nicht bar zahlen
  • sollte es zu Unstimmigkeiten kommen, die Polizei rufen

Da unbekannt ist, wie oft und wo diese Betrugsmasche bereits Erfolg hatte, bittet die Bundespolizei um Hinweise von eventuell Betroffenen. Nutzen Sie dazu bitte die kostenfreie Hotline unter derRufnummer 0800/68 88 000.

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erstellt am 17.Aug.2016 | 10:50 Uhr

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