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Fußball-EM der Minderheiten : Bewerbung für Europeada 2020: Das Grenzland hat Konkurrenz

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Aus der Onlineredaktion

Nord- und Südschleswiger wollen die Europeada ins deutsch-dänische Grenzland holen. Doch es gibt einen Nebenbuhler.

Berlin/Flensburg | Zwei Bewerber gehen in den Kampf um die Europeada, der Fußballeuropameisterschaft der autochthonen, nationalen Minderheiten. Das gab das Präsidium der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) am Sonntag nach einem Treffen in Berlin bekannt. Die deutsch-dänische Grenzregion, mit den ansässigen vier Minderheiten, tritt gegen die Kärntner Slowenen an.

Die Situation der Minderheiten im deutsch-dänischen Grenzland und deren Regelung wird häufig als gelungener europäischer Modellfall bezeichnet. 2020 soll die Grenzziehung per Referendum von 1920 groß gefeiert werden, die in beiden Ländern nationale Minderheiten entstehen ließ. Doch auch die Minderheit der Slowenen in Österreich feiert in vier Jahren 100 Jahre Volksabstimmung.

Nicht überrascht ist Uwe Jessen, Generalsekretär des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), von der Nachricht. „Wir wussten von der Bewerbung der Kärntner Slowenen. Was uns allerdings unterscheidet ist die Tatsache, dass wir uns mit vier Minderheiten, grenzüberschreitend um die Veranstaltung bemühen“, erklärt er und freut sich auf einen fairen Wettkampf.

Mit dem Motto „Die Europeada  2020 zwischen Nord- und Ostsee – das grenzüberschreitende Fußballfest“ wollen die vier Minderheiten, vertreten durch den Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN), den Sydslesvigsk Foreining (SSF), den Friisk Foriining und den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, vertreten durch den Landesverband Schleswig-Holstein, das Rennen machen.

Die Kärtner Slowenen mit dem Rat der Kärntner Slowenen als Veranstalter wollen die Veranstaltung unter das Motto „Together unique“ stellen. Im Jahr 2020 wird die sportliche Großveranstaltung zum vierten mal durchgeführt. Die erste Europeada fand 2008 bei den Räterumanen in Graubünden in der Schweiz statt. Es folgten 2012 die Lausitzer Sorben in Deutschland und im vergangenen Jahr die deutschsprachigen Südtiroler.

Für die Minderheiten an der deutsch-dänischen Grenze ist das Jahr auch aus historischer Perspektive von großer Bedeutung, denn dann jährt sich zum 100. Mal die Vereinigung Nordschleswigs mit Dänemark (im Dänischen „genforening“ genannt).

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erstellt am 20.Mär.2017 | 17:40 Uhr

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