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Regionales

04. Dezember 2016 | 13:21 Uhr

Tote Mutter aus Deutschland : Betonklotz-Attentat auf Fünen: Vater außer Lebensgefahr, Dänen spenden Geld

vom

Große Hilfsbereitschaft auf Fünen: Die Menschen sammeln Geld, damit der Täter schnell gefunden wird. Die Ärzte haben das Leben des Fahrers gerettet.

Der 36-jährige deutsche Familienvater, dessen Ehefrau bei einem Steinwurf von einer Autobahnbrücke auf der dänischen Insel Fünen ums Leben gekommen ist, ist außer Lebensgefahr. Das berichtet der dänische Fernsehsender „TV2“ unter Berufung auf die Polizei. Der Mann, der ab Steuer des Wagens gesessen hatte, war am Montag operiert und zunächst in ein künstliches Koma versetzt worden.

Am Dienstag wurde überdies bekanntgegeben, dass die 33 Jahre alte Frau aus Recklinghausen wie vermutet durch den 30 Kilogramm schweren Betonblock getötet wurde, den ein oder mehrere bisher unbekannte Täter am Sonntagmorgen von einer Autobahnüberführung geworfen hatten. Das habe die Obduktion ergeben. Weitere Details wollte die Polizei nicht bekanntgeben.

Der fünfjährige Sohn des Paares aus dem Ruhrgebiet befindet sich seit Montag wieder in der Heimat, er wurde nur leicht verletzt. Der Familienvater war am Montag operiert und zunächst in ein künstliches Koma versetzt worden.

Unterdessen hat die Polizei zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung entgegengenommen. Am Montag wurde bekannt, dass es an Tagen vor und nach dem tödlichen Angriff weitere Würfe von Autobahnbrücken gegeben hat. Doch unklar ist weiterhin, woher der Stein stammt, die die Urlauberin mitten aus dem Leben riss. Bauunternehmen und Maurer sollen nun ihre Lager überprüfen, um herauszufinden, ob die Betonfliesen möglicherweise aus ihren Beständen stammen. Gegen die Unbekannten wird wegen vorsätzlicher Tötung ermittelt.

Nach Angaben der Polizei haben sich inzwischen zahlreiche Bürger gemeldet, die für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen, Belohnungen zahlen wollen. Das zeige „wie sehr dieser Fall die Öffentlichkeit berührt“, so Michael Lichtenstein von der Polizei Fünen zu TV2. Unter anderem hat der Verband „Business Danmark“ 50.000 Kronen Belohnung ausgelobt. Auch der aus Sonderburg stammende Fernseh-Magier Jan Hellesøe hat 5.000 Kronen versprochen.

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erstellt am 23.Aug.2016 | 17:43 Uhr

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