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Von Flensburg bis Juist : Bericht zur Munitionsbelastung im Meer: 264 Funde in Nord- und Ostsee

vom

1428 Kampfmittel wie Granaten oder Zünder wurden 2016 gefunden - unter anderem Flakmunition in der Flensburger Förde.

Kiel | Im vergangenen Jahr sind 264 Munitionsfunde mit insgesamt 1428 Kampfmitteln wie Granaten oder Zünder in den deutschen Meeresgewässern der Nord- und Ostsee gemeldet worden. 2015 waren es 218 Funde mit 8098 Kampfmitteln. Das geht aus dem fünften Fortschrittsbericht „Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer - Entwicklungen und Fortschritt“ hervor, den das Umweltministerium Schleswig-Holstein am Montag veröffentlicht hat.

In dem Bericht sind auch einige Fälle dokumentiert: In der Flensburger Förde lokalisierten Sporttaucher beispielsweise mehrere Kisten mit Flakmunition. Auf Juist fanden Ornithologen verrostete Stahlkugeln, die sich als Seeminen entpuppten. Am Strand von Ahrenshoop auf dem Darß wurden in speziellen Fangkörben bei Sandaufspülungen 137 Kampfmittel geborgen.

Nach Angaben des Umweltministeriums in Kiel lagern allein in deutschen Meeresgewässern mehr als 1,6 Millionen Tonnen konventioneller Munition. Verladen auf einen Güterzug wäre dieser mehr als 3000 Kilometer lang. Minister Robert Habeck (Grüne) sagte, das Problem von im Meer versenkter Munition sei gigantisch, aber bei der Suche nach Lösungen gehe es weiter voran.

Er verwies auf mehrere Projekte zum Thema Altlasten im Meer. Eines soll die Grundlage für die wissenschaftlich abgesicherte Beurteilung der Umweltgefahren, die von der Munition ausgehen, liefern. Ein weiteres Projekt befasst sich mit der Entwicklung leistungsfähiger autonomer Bergungstechnologie.

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erstellt am 10.Apr.2017 | 13:02 Uhr

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