zur Navigation springen

Regionales

03. Dezember 2016 | 05:44 Uhr

Transport zur Bohrplattform : AW189-Hubschrauber verliert erneut Fenster über der Nordsee

vom
Aus der Onlineredaktion

Vor Esbjerg fliegen Fenster aus Helikoptern. Grund soll ein Missgeschick gewesen sein - zumindest beim zweiten Mal.

Esbjerg | Zweimal innerhalb eines Monats hat ein Hubschrauber des Typs AgustaWestland AW189 aus der Flotte des Unternehmens Bel Air über der Nordsee ein Fenster verloren. Es handelte sich in beiden Fällen um Flüge zwischen dem Esbjerger Flughafen und einer Bohrplattform in der Nordsee.

Menschen kamen in beiden Fällen nicht zu Schaden. Natürlich sei es ein Ernstfall, wenn etwas von einem Hubschrauber falle, aber in beiden Fällen sei es nicht kritisch für die Sicherheit gewesen, erklärte die Chefin von Bel Air, Susanne Hessellund. Die Verkehrsbehörden seien informiert worden.

Beim ersten Vorkommnis war das Fenster etwa zehn Minuten nach Abflug von der Ölplattform herausgefallen. Der Pilot kehrte nach Esbjerg zurück und alle Fenster wurden vor dem nächsten Take-Off kontrolliert. Warum es dazu kam, dass das Fenster sich löste, sei unklar, sagt Hesselund.

Am Montag stürzte abermals ein Fenster aus einem AW189 herunter, von dessen Typ Bel Air drei im Einsatz hat. Diesmal sei  „aus Versehen“ ein Hebel heruntergedrückt worden, sagt die Geschäftsführerin. Die Fenster eines Hubschraubers müssen aus Sicherheitsgründen – falls es zum Beispiel zu einer Notlandung auf Wasser kommen sollte – herausgedrückt werden können. Die Fenster müssen allerdings dem Druck eines sich anlehnenden Kopfes widerstehen können, erklärt Hesselund.

Das Unternehmen Bel Air Aviation hat schon sein ein paar Jahren Streitigkeiten mit der dänischen Verkehrsbehörde. Den Esbjergern wurden mehrfach Verstöße gegen Sicherheitsregeln vorgeworfen. Über das gesamte Jahr 2015 wurde der Flugbetrieb der Firma daraufhin von der Behörde einer verschärften Kontrolle unterzogen.

zur Startseite

von
erstellt am 22.Nov.2016 | 10:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen