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Hamburg-Fuhlsbüttel
Streik ausgesetzt - Flugbetrieb läuft vorerst normal
Hamburg. Die Verschnaufpause im Tarifkonflikt um die Bezahlung privater Sicherheitskräfte an Flughäfen bringt auch für Flugreisende zunächst Entspannung. Wie schon am Wochenende soll auch am Montag der Flugbetrieb weiter normal laufen. Während die Gewerkschaft Verdi am Sonntag in Düsseldorf mitteilte, dass es an den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen bis einschließlich Dienstag keine neuen Streiks des Sicherheitspersonals geben werde, blieb zunächst offen, ob dies auch für Hamburg gilt.
Bereits am Freitag hatte Verdi angekündigt, dass am Flughafen der Hansestadt bis einschließlich Montag nicht gestreikt wird. Der zuständige Verdi-Fachbereichsleiter war am Sonntag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Nach der Aussetzung des Streiks lief der Flugbetrieb in Hamburg am Wochenende wieder ohne Probleme. "Die Luftsicherheitsassistenten sind ganz normal zur Arbeit gekommen. Von daher läuft alles rund", sagte eine Sprecherin des Flughafens am Sonntag.
Streiks ab Dienstag möglich
Verdi hatte am Freitag mitgeteilt, dass der Ausstand der Sicherheitskräfte erst einmal ausgesetzt werde, um Gespräche zu ermöglichen. Der Konflikt ist jedoch noch nicht gelöst. Von Dienstag an könnten die Streiks in der Hansestadt wieder aufgenommen werden. Ein Sprecher der Arbeitgeber sagte am Sonntag, dass es inhaltlich nichts Neues zu den Verhandlungen mit Verdi gebe.
In dem festgefahrenen Tarifkonflikt der privaten Sicherheitsbranche war es am Donnerstag und Freitag durch den Arbeitskampf zu massiven Behinderungen gekommen. Ein Großteil der Flüge fiel aus, Passagiere mussten zudem stundenlang an den Sicherheitsschleusen warten.
Streit um Stundenlohn geht weiter
Am Flughafen Hamburg will Verdi für die 600 Mitarbeiter der Personenkontrollen einen Stundenlohn von 14,50 Euro erstreiten, die Arbeitgeberseite hat in einem ersten Schritt 12,75 Euro, später dann 13,50 Euro angeboten. Dieses Angebot bestehe weiterhin, hieß es vonseiten der Arbeitgeber.
DGB-Chef Michael Sommer verteidigte die Streiks an den Flughäfen in Hamburg und Nordrhein-Westfalen erneut. "Die Fluggäste täten gut daran, diesen Arbeitskampf nicht als Belastung, sondern als Alarmsignal zu verstehen", sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Streiks sind immer das letzte Mittel. Wenn es nicht anders geht, muss man kämpfen."
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