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Zusammenarbeit der Länder

Nord-Unternehmen unzufrieden mit Kooperation

09. Januar 2013 | 14:40 Uhr | Von dpa


Mit einer Konkurrenz-Veranstaltung zur Husumer Windmesse hatte Hamburg Schleswig-Holstein gegen sich aufgebracht. Foto: grafikfoto.de

Mit einer Konkurrenz-Veranstaltung zur Husumer Windmesse hatte Hamburg Schleswig-Holstein gegen sich aufgebracht. Foto: grafikfoto.de

Ob Zoff um Windmesse oder Hafenschlick: Die Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein lief zuletzt nicht immer rund.

Hamburg. Gute Kooperation oder schlechte Nachbarschaft? Die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg wird von Wirtschaft und Politik unterschiedlich eingeschätzt. Die Unternehmen im Norden seien "überhaupt nicht zufrieden", sagte Uli Wachholtz, Präsident der Unternehmensverbände (UVNord), am Mittwoch in Hamburg. "Von wenigen Ausnahmen abgesehen war das vergangene Jahr ein verlorenes Jahr", meinte Wachholtz. "Weder inhaltlich noch institutionell wurde ein weiteres Aufeinanderzugehen geprüft, von gemeinsamen Kabinettssitzungen ganz zu schweigen."

Dem widersprachen der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) und der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Horch erklärte, die gesamte Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern sei "außerordentlich positiv". In dem Konflikt zwischen Hamburg und Husum um den Standort der Windmesse würden fast täglich Gespräche geführt, um einen tragfähigen Kompromiss zu finden. Wachholtz, der bei den Gesprächen als Moderator wirkt, ergänzte: "Die Politik hat im Hintergrund immer eine ausgleichende Rolle gespielt." Der Konflikt sei schwieriger und komplizierter als in der Öffentlichkeit dargestellt.

Reinhard Meyer fordert Geben und Nehmen

Hamburg sei sich des Stellenwerts einer guten Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein und den anderen Nachbarländern völlig bewusst. Horch verwies auf den Einsatz Hamburgs für den Nord-Ostee-Kanal oder die Zusammenarbeit beim öffentlichen Nahverkehr.

Der Kieler Minister Reinhard Meyer betonte dagegen, die Zusammenarbeit müsse aus Geben und Nehmen bestehen. "Derjenige, der ohnehin von der Zusammenarbeit profitiert, und das ist in den allermeisten Fällen Hamburg, muss auch geben." So gründe Hamburg gegenwärtig eine Investitions- und Förderbank. Schleswig-Holstein habe bereits eine solche Bank. Meyer regte an, über ein gemeinsames Institut nachzudenken.


 
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