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Übung Forceval 2013
Planespotter jagen Nato-Jets in Jagel
18 Kampfflugzeuge und 36 Flüge pro Tag: Für sogenannte Planespotter ist die Nato-Übung Forceval 2013, die bis Mittwochabend rund um den Jageler Fliegerhorst stattfindet, das reinste Paradies. Denn diese Menschen lieben es schlicht und einfach, Flugzeuge zu beobachten und zu fotografieren - egal wo, wie und aus welcher Perspektive. Dafür nehmen sie einige Strapazen in Kauf, reisen etliche Kilometer, klettern durch Gebüsche und harren bei eisigen Temperaturen an irgendwelchen Zäunen aus.
Einer von ihnen ist Dietrich Herde. Auch wenn er betont, "kein Spotter im klassischen Sinne" zu sein. Der 73-jährige Heikendorfer hat sich am Dienstag - genau wie zahlreiche andere Schaulustige - für einige Stunden in der Nähe der Hauptwache positioniert und einige Schnappschüsse von startenden Tornados und Eurofightern gemacht. "Das Gute an Jagel ist, dass man hier so nah rankommt. Das gibt es bei anderen Militärflughäfen kaum", sagt Herde - und bekommt prompt Bestätigung von seiner Frau Christa. Denn sie weiß Bescheid, schließlich begleitet die 65-Jährige (gemeinsam mit Hund "Busy") ihren Mann bereits seit Jahren bei dessen Hobby. Sie finde es "einfach richtig spannend", Flugzeuge zu beobachten. Die technischen Details und das Hintergrundwissen aber überlässt sie lieber ihrem Mann. "Der kann alleine am Geräusch erkennen, welche Maschinen gerade durch die Luft fliegt. Den könnte ich locker bei ,Wetten, dass?’ anmelden."
"Das ist herrlich"
Und so geht Dietrich Herdes Antwort auf die Frage nach seinem Lieblingsflieger auch eher über das Ohr als das Auge. "Ich mag einfach die Tornados mit ihrem kraftvollen Sound", sagt er. Seine Frau hingegen steht eher auf die Eurofighter. "Wenn die starten und dann senkrecht in die Luft schießen, das ist herrlich."
Dass insbesondere die Anwohner des Fliegerhorstes wegen der Lärmbelastungen anderer Meinung sein könnten, wissen die Herdes auch. Für sie allerdings wäre die Geräuschkulisse eher ein Grund, um in die Nähe eines Flughafens zu ziehen. In Berlin haben sie sogar einmal eine Pension extra in unmittelbarer Nähe des Flughafens Tegel gebucht. "Da konnte man vom Fenster aus die Piloten im Cockpit sehen, den ganzen Tag war Lärm, einfach toll", sagt Dietrich Herde, der schon als Kind von Flugzeugen fasziniert war und später selbst als Hobbypilot zehn Jahre lang in die Luft ging.
Heute liebt er aber wieder mehr die Rolle des Beobachters. Sein Computer ist voll von Fotos von zivilen Flugzeugen und Militärmaschinen. Und in diesen Tagen kommen einige aus Jagel hinzu - trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt. "Man muss nur warm angezogen sein. Und wenn uns kalt wird, lasse ich den Motor an und mache die Heizung im Auto an. Normalerweise finde ich das ja nicht so toll, wegen der Umwelt. Aber wenn man bedenkt, was die ganzen Flieger während der Übung in die Luft blasen..."
Wenn die ihren Spaß dran haben? Warum nicht?
Es gibt shipspotter, trainspotter und weet de Düwel, wat noch mehr. ;o))
ist sogar recht groß. Was daran bekloppt sein soll, erschließt sich mir nicht. Ein Hobby, das keinem schadet. Da wüsste ich eine Menge anderer Hobbys, mit denen man andere Leute nervt.
Einverstanden! Jeder darf nach seiner Fasson glücklich werden. Laat se doch!
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Bekloppter geht´s wohl nicht mehr?