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Falckensteiner Strand
Kiel plant eigenes Strand-Musikfestival
13.000 Musikfans feiern: Wie hier 2010 in Eckernförde könnten schon bald die Massen an den Falckensteiner Strand in Kiel strömen. Foto: Schulze
Kiel. Es müssen ja nicht gleich die "Riesen" der Musik-Branche sein. Doch auch Kiel soll bald sein eigenes Musik-Festival am Strand erhalten. Die Landeshauptstadt steht seit dem vergangenen Jahr in Verhandlungen mit potenziellen Veranstaltern, die ein Festival am Falckensteiner Strand möglich machen wollen.
Rainer Pasternak, Kulturreferent der Stadt Kiel, steht in Kontakt mit drei größeren Veranstaltern: "Das beiderseitige Interesse ist da. Die Veranstalter haben ihrerseits bereits erheblichen Prüfungsaufwand betrieben und Investitionsbereitschaft signalisiert. Das Problem liegt allerdings in den vielen schwierigen technischen Details, die es im Vorwege zu klären gilt." Im April sollen die Gespräche zwischen der Stadt und den Veranstaltern wieder aufgenommen werden.
Leuchtturmhalbinselaus dem Rennen
Die Leuchtturmhalbinsel in Falckenstein, auf der früher zeitweise das "Deichbeben"-Festival stattfand, fällt als mögliche Location aus, da sie im Jahr 2011 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen wurde. Nun spielt ein Areal in der Mitte des Falckensteiner Strandes auf Höhe des Fähranlegers oder ein Stück nördlich davon in den Planungen eine Rolle, die allerdings noch auf ihre Eignung durchgeprüft werden müssen.
"Die Ideen und Programme der Veranstalter sind so unterschiedlich, dass sogar mehrere Festivals denkbar wären", sagt Pasternak. Ein idealer Zeitpunkt, so der Kulturreferent, wäre der Frühsommer. Dort verspreche die norddeutsche Wetterlage die größte Chance auf ein regenfreies Musikfest. In diesem Jahr wird es allerdings mit einem Falckensteiner Festival wohl noch nichts werden, denn dafür sei der planerische Aufwand viel zu hoch. Denn zahlreiche technische Hürden gilt es noch zu nehmen. Kann eine große Bühne an dem geplanten Ort sturmsicher verankert werden? Wie kann für genügend Toiletten gesorgt werden? Kann die Bühne so positioniert werden, dass die Lampen den Verkehr auf der Seeschifffahrtsstraße nicht stören? Fragen über Fragen, die vor dem Start eines Festivals zu klären sind. "Es müssen auch genügend Parkplätze her, und eventuell auch ausreichend Zeltplätze", gibt Pasternak zu bedenken. Denn das derzeit favorisierte Modell sieht sogar ein zweitägiges Festival vor.
"Die nationale erste Liga"
Zu möglichen Interpreten oder Musik-Genres konnte Pasternak noch keine konkreten Angaben machen: "Festivals starten nie mit den ganz großen Namen, sondern müssen dahingehend erst aufgebaut werden. Auch wirtschaftlich machen sie erst dann Sinn, wenn die Konzepte längerfristig angelegt sind." Nur so viel: Als Top-Acts ist "die nationale erste Liga" im Gespräch, daneben sollen auch regionale und lokale Bands zum Zug kommen können.
Rund 25 Kilometer weiter westlich im Ostseebad Eckernförde steht man der aufkommenden Festival-Konkurrenz in Kiel entspannt gegenüber. Dort hatten 2007, 2009 und 2010 Joe Cocker, Rod Stewart und Bands wie Die Fantastischen Vier, Stanfour und Culcha Candela zusammen 33.000 Fans an den Südstrand gelockt. "Mittlerweile folgen so viele Orte dieser Idee nach und jeder hat irgendwelche Leute am Strand, da haben wir keinen Einfluss drauf. Wenn Kiel das so will, passt das schon, viel Spaß", sagt Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH. Das nächste Strand-Festival in Eckernförde ist laut Borgmann für 2014 geplant.
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