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Helgoland
Geburtenrekord bei Kegelrobben
Helgoland. Geburtenrekord auf der Helgoländer Düne: Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel sind in diesem Winter 168 Kegelrobben zur Welt gekommen. Das ist nach Angaben von Seehundjäger Rolf Blädel die höchste Zahl seit die einst vertriebenen Tiere 1974 erstmals wieder gesichtet wurden. Auf die frühere intensive Jagd reagierten Kegelrobben wissenschaftlichen Erkenntnissen nach viel empfindlicher als Seehunde und verschwanden fast vollständig aus dem Wattenmeer.
In dieser Saison hätten drei von der Mutter verlassene Jungtiere gerettet werden müssen, sagte Blädel am Freitag. Die Meeressäuger kommen in der Regel im Zeitraum von November bis Januar mit einem flauschig weichen Fell auf die Welt. Das Fell bietet die perfekte Tarnung in Packeis-Gebieten. Erstaunlich: Die Jungtiere werden lediglich zwei Wochen lang gesäugt - dafür aber mit einer sehr fetthaltigen Milch. Stolze 1,8 Kilo nehmen sie dadurch pro Tag zu und werden schnell stark, um selbst auf die Jagd nach Fischen zu gehen.
Weitere Wurfplätze der Kegelrobbe liegen zwischen Sylt und Amrum, zwischen Borkum und Juist sowie bei der niederländischen Insel Terschelling. In der Ostsee ist die Art nach Angaben des BUND wegen der hohen Gewässerbelastung bis auf ein Prozent ihrer Ursprungszahl geschrumpft.
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