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Neumünster

Feuer in Laube - Kleingärtner schwebt in Lebensgefahr

01. Februar 2013 | 19:00 Uhr | Von Joachim Krüger und Udo Carstens


Komplett zerstört: Wände, Türen, Fenster und Dach der  Gartenlaube in der Kleingartenkolonie Störbrücke  sind abgebrannt,  wie ein Gerippe hat nur die Stützmauer das Feuer überstanden.   Foto: Krüger

Komplett zerstört: Wände, Türen, Fenster und Dach der Gartenlaube in der Kleingartenkolonie Störbrücke sind abgebrannt, wie ein Gerippe hat nur die Stützmauer das Feuer überstanden. Foto: Krüger

Ein Feuerwehrmann aus Neumünster hat einen Kleingärtner vor dem Feuertod gerettet. Er zog den Mann aus der verqualmten Laube - kurz bevor die Flammen den Raum einnahmen.

Neumünster. Nach dem Brand in seiner Gartenlaube schwebt ein 67-jähriger Kleingärtner  in Lebensgefahr. Die Feuerwehr holte den Mann am Donnerstagabend aus dem in Flammen stehenden Häuschen der Kleingartenanlage in Neumünster. Er wurde nach der Notversorgung vor Ort und der Behandlung im Friedrich-Ebert-Krankenhaus mit dem Rettungswagen in eine Spezialklinik für Brandopfer nach Lübeck transportiert.

Es war ein dramatischer Einsatz für die Berufsfeuerwehr und vor allem für den Einsatzleiter. Ein Anrufer hatte wegen einer brennenden Laube in der Kleingartenanlage Störbrücke an der Boostedter Straße über den Notruf Alarm geschlagen. Der Löschzug kam aber nur bis auf schätzungsweise 250 Meter an den Brandort heran. Während seine Kollegen sich sofort an die Herstellung einer Schlauchverbindung machten, eilte der Einsatzleiter zur brennenden Laube. Er hörte Hilferufe aus dem Gartenhäuschen und entdeckte im stark verqualmten Nebenraum einen auf dem Boden liegenden Mann.

Flammen loderten  an Wand und Decke

Dem Feuerwehrmann gelang es, den Mann, der bereits schwere Verbrennungen im Gesicht und auf dem Oberkörper erlitten hatte, aus dem Gefahrenbereich zu ziehen. Dabei erlitt er selber eine Rauchvergiftung, sodass er später ambulant behandelt werden musste. Es war allerdings eine Rettung in letzter Sekunde: Kaum hatte der Helfer das Brandopfer ins sichere Freie gezerrt, ergriff das Feuer auch den Nebenraum - die Flammen loderten sofort an Wand und Decke entlang.

Mittlerweile war auch die Freiwillige Feuerwehr Gadeland alarmiert worden, die den Kollegen der Berufsfeuerwehr bei der Verlegung der 250 Meter langen Wasserleitung half. Auch ein Notarzt, ein weiterer Rettungswagen und ein Führungsdienst wurden an den Einsatzort gerufen. Das Feuer in der Laube konnte dann, als die Leitung stand, mit zwei C-Rohren schnell gelöscht werden.

Ursache gibt Rätsel auf

Der schwerverletzte Laubenpächter wurde noch vor Ort versorgt und im Rettungswagen ins Neumünsteraner Krankenhaus transportiert. Nach der Not-Behandlung brachte ihn ein Rettungswagen der Berufsfeuerwehr mit Blaulicht nach Lübeck. Dort kümmern sich die Ärzte einer Spezialklinik um Menschen mit schweren Brandverletzungen.

Der Brandort wurde vorerst beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen, zur Unterstützung wird ein Brandsachverständiger herangezogen. Weder zur Brandursache noch zur Schadenshöhe konnten Feuerwehr oder Polizei am Freitag gesicherte Angaben machen, die Ermittlungen laufen in alle Richtungen.


 
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