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Kiel

Wohnung brennt aus - 14 Verletzte

18. November 2010 | 08:02 Uhr | Von shz.de

Bei einem Feuer in Kiel sind am Donnerstag 14 Menschen verletzt worden. Eine Person liegt im Koma. Vor dem Brandhaus raste ein aggressiver Autofahrer auf die Verletzten zu.

14 Bewohner eines Mehrfamilienhauses im Stauffenbergring sind in Kiel bei einem Wohnungsbrand am Donnerstagmorgen verletzt worden. Eine Person erlitt schwere Verletzungen und musste in ein künstliches Koma gelegt werden. 13  Bewohner, darunter drei Kinder (8, 10 und 15 Jahre), erlitten Rauchgasvergiftungen und kamen in umliegende Krankenhäuser.  Eine Wohnung brannte vollständig aus, berichtete die Kieler Feuerwehr. Die Feuerwehr konnte alle Bewohner aus dem brennenden Haus retten - fünf Wohnungen brachen die Retter auf, um die schlafenden Bewohner aus der Wohnung zu holen.

Das Feuer ist im Wohnzimmer einer Wohnung ausgebrochen. Warum ist noch völlig unklar. Durch die starke Rauchentwicklung ist das Haus vorerst unbewohnbar. Für die Bewohner werden nun Unterkünfte gesucht. Warum der Brand in dem Haus ausbrach, war zunächst unklar. Ein technischer Defekt ist ersten Erkenntnissen zufolge jedoch wahrscheinlich.

Autofahrer gefährdet Rettungsarbeiten

Während der Lösch- und Rettungsarbeiten ist einer der Polizisten von einem uneinsichtigen Autofahrer verletzt worden. Der 63-jährige Anwohner eines Hauses in der Nachbarschaft wollte mit seinem Wagen die Absperrungen   umfahren. Hierfür schlängelte sich der Fahrer zunächst an Löschfahrzeugen vorbei, ehe ihn zwei Polizisten anhielten und aufforderten stehen zu bleiben. Der Mercedesfahrer gab jedoch Vollgas und schleifte einen 34-jährigen Beamten einige Meter mit. Der Mann erlitt eine Fraktur an der Hand
und musste sich in ein Krankenhaus.

Mit unvermittelt hoher Geschwindigkeit fuhr der aggressive Autofahrer dann auf die Gruppe aus Verletzten, Zeugen und Einsatzkräften zu, die sich vor dem Brandhaus befand. Ein Polizist konnte sich nur mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen.  Der Fahrer bremste zwar rechtzeitig vor den Personen, fuhr dann aber mit Vollgas auf seinen Parkplatz im Gördeler Ring. Nachdem der 63-Jährige sein Auto - nicht ohne vorher noch gegen eine Mauer zu fahren - eingeparkt hatte, durfte er seinen Führerschein sogleich den  Polizisten übergeben.

Da der Mann angab, Medikamente zu nehmen, veranlasste die Polizei die Entnahme einer Blutprobe. Auf Nachfrage erklärte der Fahrer, dass er lediglich Brötchen holen war und einfach nur nach Hause wollte. Die ganze Aufregung könne er nicht verstehen.


 

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