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Windkraftanlagen

Wind gegen Mühlen

03. Februar 2012 | 07:30 Uhr | Von Frank Jung

Die Saat der Energiewende geht auf: Überall in Schleswig-Holstein sprießen Windkraftanlagen aus dem Boden. Foto: Grafikfoto.de

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Überall in Schleswig-Holstein sprießen Windkraftanlagen aus dem Boden - doch immer mehr Bürger-Initiativen stehen gegen den Rotoren-Boom auf.

Kiel. Bei neuen Windkraftanlagen mindestens zwei Kilometer Abstand zur nächsten Wohnbebauung: So lautet angesichts des wachsenden Widerstands von Bürgern die Minimalforderung des Aktionsbündnisses "gegenwind-sh", in dem sich 60 Bürgerinitiativen aus Schleswig-Holstein gegen die vom Land geplante Ausweitung der Rotorenstandorte organisiert haben. Bisher dürfen die immer größeren Mühlen auf bis zu 400 Meter an Einzelhäuser und 800 Meter an Siedlungen heranrücken.

"Es ist vermessen, die Leidensfähigkeit betroffener Nachbarn von der Anzahl der Häuser abhängig zu machen", findet "Gegenwind"-Vorsitzender Frank Jurkat. Ebenso fordert der Speditionskaufmann aus Schiphorst (Kreis Herzogtum Lauenburg) ein Ende der Praxis, dass die Betreiber von Windkraftanlagen die Lärm-Gutachten selbst in Auftrag geben. Für Schiphorst ist dies Anlass für latentes Misstrauen der Bürger: "Da ist der Verdacht von Abhängigkeiten programmiert. Für die Geräuschmessungen muss eine neutrale Stelle zuständig sein, die die Gutachter-Kosten dann den Investoren in Rechnung stellt", lautet einer seiner Appelle für mehr Akzeptanz.

"Da geht es schnell um einige zehntausend Euro pro Jahr"

Nachdem der Landtag beschlossen hat, den Anteil der Windkraft-Standorte an der Landesfläche ab 2013 von 0,75 auf 1,5 Prozent zu erhöhen, sind aus den Kreisen im Kieler Innenministerium 530 kritisch bis ablehnende Stellungnahmen eingegangen. Geräusch-Belästigungen und Schattenwurf führen die Liste der Sorgen an. Dass der mit dem bloßen Ohr nicht hörbare, sich körperlich aber möglicherweise dennoch auswirkende Infraschall bei den Genehmigungen überhaupt nicht berücksichtigt werde, wird ebenfalls häufig beklagt. In bisher 29 Gemeinden hat es nach Informationen des sh:z Anläufe zu einem Bürgerbegehren - der per Protestunterschrift dokumentierten Vorstufe eines Bürgerbegehrens - gegeben. Tatsächlich zu einer Abstimmung der Einwohner in Form eines Bürgerentscheids gekommen ist es in bisher 22 Gemeinden. 19 davon gingen zu Ungunsten der Ausbaupläne für die Windkraft aus.

Dass die Bürger nicht noch häufiger an die Urnen gerufen wurden, liegt nach Einschätzung Jurkats daran, dass die Kommunalpolitiker die Menschen nicht über entsprechende Pläne informieren würden - ein Bürgerbegehren aber spätestens sechs Wochen nach dem Beschluss der Gemeindevertretung vorbereitet werden muss. "Jedes Spanferkelessen der Freiwilligen Feuerwehr wird prominenter angekündigt als ein Votum zur Windkraft", kritisiert er. "Da haben die Bürger kaum Chancen, rechtzeitig zu reagieren." Oft manifestiere sich in dem Wirbel um die Windkraft auch ein Konflikt zwischen alteingesessenen Dorfbewohnern und Zuzüglern in den Neubaugebieten: "In den Gemeinderäten sitzen zu einem überproportionalen Anteil Landwirte oder deren Verwandte. Denen gehören die Flächen, auf denen sie mit neuen Rotoren Geld verdienen wollen. Da geht es schnell um einige zehntausend Euro pro Jahr."

"Für wen denn ertragen? Für den Profit einiger weniger?"

Seit November registriert der "Gegenwind"-Frontmann einen stark wachsenden Verdruss. Die Folgen des Landtags-Beschlusses konkretisieren sich nun vor Ort. Als Zusatz-Faktor für den steigenden Unmut sieht Jurkat Unzufriedenheit mit der Bürgerbeteiligung durch das Innenministerium. Dieses bot Kritikern an, auf einer Internet-Seite mit Fristablauf Mitte November Stellung zur Ausweisung der Windkraft-Areale zu nehmen. "Eine reine Farce", urteilt Jurkat darüber. Er moniert, dass die Seite mit teils veraltetem Kartenmaterial online gegangen sei. So hätten Gemeinden gegenüber den dort dargestellten Flächen Gebiete noch vielfach nach- oder umgemeldet. In Jurkats Heimatgemeinde Schiphorst etwa entpuppten sich die Flächen als dreimal größer und völlig anders geschnitten. Der "Gegenwind"-Chef prophezeit, dass viele der neuen Bürger-Initiativen bei der nächsten Kommunalwahl als Wählergemeinschaften antreten werden. "Schon allein, um langfristig Sicherheit für ihre Vorstellungen zu haben." Denn: Der Ausgang eines Bürgerentscheids ist nur zwei Jahre binden.

Anders als von Politikern häufig angemerkt, sieht Jurkat keine Lösung der Konflikte, indem Investoren verstärkt mit dem Instrument eines Bürger-Windparks arbeiten - bei dem viele kleine Anteilseigner von den Einnahmen aus der Stromproduktion profitieren könnten. "Die Windparks sind nicht so ertragreich und verlässlich wie es oft versprochen wird", lautet sein Eindruck. Unter anderem beruft sich der Lauenburger auf Gerichtsurteile, etwa des Landgerichts Itzehoe, die ein entsprechendes finanzielles Engagement in bestimmten Fällen als "Hochrisiko-Anlage" charakterisieren. Die Einschätzung, dass einige wenige Betroffene Windkraft-Anlagen zu Gunsten des Klimaschutzes für die Allgemeinheit vielleicht einfach ertragen müssen, lässt Jurkat deshalb ebensowenig gelten: "Für wen denn ertragen? Für den Profit einiger weniger?"


 

Leserkommentare

 
RAINER BURMEISTER 03.02.2012 11:42
Energiewende gerne - aber nicht bei mir vor der Tür

Tja, diese Vorgänge zeichnen ein realisitischen Bild, warum Deutschland in vielen Bereichen nicht vorankommt.
Sinnvolle übergeordnete Vorhaben wie z.B. die Energiewende werden von der Bevölkerung nur solange unterstützt, wie es zu keinen direkten unmittelbaren / persönlichen Auswirkungen kommt ... nach dem Motto: Energiewende ist gut, aber mein Strom kommt sowieso aus der Steckdose !

TORSTEN SCHULZE 03.02.2012 13:13
Dümmer geht's nimmer!

"Für wen denn ertragen? Für den Profit einiger weniger?", wirft da jemand, dessen Namen man sich besser nicht merken sollte, in die Diskussion. Mein Tipp: Erst denken, dann reden. Wer profitiert denn von den Windrädern? Wir alle sind es! Statt mit Kohle, Erdgas und Öl Raubbau zulasten unserer Nachkommen zu betreiben und statt mit Atomkraft den Tanz auf dem Vulkan zu wagen, setzen intelligente Kräfte auf regenerative Energien wie Wasserkraft, die Sonne und eben den Wind. Die "Argumente" gegen die Windkraft sind auch in diesem Falle mal wieder Broschüren entnommen, die vor Jahr und Tag von der Atomlobby gratis unters leichtgläubige Volk gebracht wurden. Und wer sich als geborener Hypochonder tatsächlich einreden lässt, die Windmühlen seien gesundheitsschädigend, der lebt nach dem Motto: "Atomkraft finde ich gut. Die kann ich nicht anfassen, nicht riechen, nicht sehen oder schmecken. Also muss sie einfach ungefährlich sein." Viele liebe Grüße aus Japan, sage ich dazu. Der Aktion "Gegenwind" (wer zahlt eigentlich die Öffentlichkeitsarbeit?) sollte man eine andere Aktion vor die Nase setzen: "Willkommen im 21. Jahrhundert". Wer derart gegen Windkraft wettert, sollte seinen Jahresurlaub in der Region Tschernobyl oder im Landkreis Fokushima verbringen. Wie hieß der Verein doch gleich? Honks gegen Windkraft?

CHRISTINE PAHL 03.02.2012 14:00
Unverfroren

Die Unverfrorenheit der Windkraftgegner um Herrn Joghurt ist nur zu durchsichtig. In meiner früheren Heimat in Niedersachsen gab es auch eine solche Gruppe, die sich fast durchweg aus Bauern zusammensetze, die ihre sandigen Äcker gern in Bauland umgewandelt hätten. Und durch die Windmühlen sahen sie ihre Felle davon schwimmen. Selbst konnten sie keine Windparks finanzieren, weil ihre sie ihre Gehöfte schon heruntergewirtschaftet hatten und von niemandem mehr auch nur einen Euro bekamen. Überhaupt geht es den Windkraftgegnern nur um Eigennutz und nie um Gemeinnutz. Wenn diese jetzt Wählergemeinschaften gründen wollen, die nur eine politische Forderung haben, dann ist dies ein Armutszeugnis.

JENS HEIRICH 03.02.2012 15:29
Betroffen

Lebt einer von den Herrschaften in der Nähe einer Windkraftanlage, wenn nein,
dann sollte "man" nicht solche geistige Ergüsse produzieren.
Gell

ALBERT ANSTAND 03.02.2012 16:17
Wind im Kopf

Seltsame Beiträge bisher, vermutlich zuviel Wind abbekommen. Und das niedrige Niveau sagt schon vieles über die SchreiberInnen.

Windkrafträder gibt es genauso wie Agrargas- und Photovoltaikanlagen nur aufgrund des EEG, anderenfalls würde es diesen Subventionsspuk nicht geben. Kein Bauer würde die Millionen investieren, keine Fondmanager einen Fond auflegen.

Es fehlt ein Energiekonzept, denn der Strom, den diese Subventionsanlagen erzeugen wird nicht gebraucht - man könnte mit ihm H2 erzeugen, der ist leicht zu speichern und zu transportieren und für Fahrzeuge oder Blockheizkraftwerke gut zu nutzen. Zwar wird den Bauern der Strom vergütet den die Anlagen produzieren, der aber oft gar nicht von den normalen Netzkunden abgenommen wird. An der Strombörse wird noch Geld dazubezahlt auf Kosten der Stromkunden, damit der Strom irgenwo hingeleitet wird. Es erinnert an die Butterberge, die Milchseen und all die anderen landwirtschaftlichen Überschüsse, die mit hohen Subventionen und umweltschädlich erzeugt wurden und dann wieder mit Subventionen vernichtet wurden oder werden.

Es wäre Ruhe an der Windfront, wenn die Bauern nicht diese hohen Subventionen erhielten und selbst ein unternehmerisches Risiko eingehen müßten wie andere auch und wenn die Windkraftwerke wie andere Industrieanlagen behandelt würden.

Der Abstand von mindestens 1 Km von dem nächsten Wohnhaus ist doch keine falsche Forderung. Würde eine andere Industrieanlage in der Nähe von Wohnungen sein, würde es Lärmschutzauflagen und Einschränkungen der Betriebszeit geben. Das geht aber bei Windkraftwerken nicht, dafür erzeugen sie am Rotorkopf Lärm von über 100 dzb, wie ein startender Jet. Ich glaube daß die Schreiberlinge zuvor auch nicht einen Dauer-Düsenjet neben der Wohnung wollen, aber vielleicht sind die ja von irgend jemand bezahlt. Oder einfach nur unwissend.

BEN TIROLER 03.02.2012 18:34
Dünne Luft

Bevor ich auch nur die ersten Kommentare zum Artikel gelesen habe, wusste ich schon wieder was von den Windfreunden kommt: Beleidigung, Beschimpfung und Unsachlichkeit. Warum nur regen Sie sich denn immer so künstlich auf?
Angeblich sind Windkraftgegner doch nur ein unbedeutende Minderheit. Wie in einem anderen Artikel zu lesen: „Nur vereinzelt Widerstände". Und das wird dann auch noch untermauert mit Zahlen: „530 kritisch bis ablehnenden stehen gut 1300 positive Antworten gegenüber.“
Wer so Fakten verdreht, muss sich den Vorwurf von Propaganda gefallen lassen.
Um das mal ins Verhältnis zu setzen. Sie bekommen 1830 Euro netto ausgezahlt. Jetzt zieht man Ihnen nur „minimal“ etwas ab und Sie erhalten dann noch 1300 Euro netto. Da würden Sie sich doch auch nicht aufregen. Oder vielleicht doch? Vielleicht ist das doch nicht nur „minimal“ ?
Und der Vergleich mit Japan hinkt doch gewaltig. Wir sind nicht in Japan. Und wieso haben Sie sich nicht so künstlich aufgeregt, als diese Regierung ohne Sicherheitsprüfung die Laufzeiten von Kernkraftwerken verlängert hat?
Ich kenne kaum Leserbriefe, die so beleidigend und unsachlich sind, wie sie so oft (natürlich nicht nur !) von den Freunden der Windenergie.
PS: Als kleiner Junge glaubte ich, dass der Propeller an meinem Lenkrad mein Fahrrad antreiben würde. Das war eine schöne Vorstellung. Nun bin ich fast erwachsen und stelle fest, dass meine Kindheitsträume schön waren.
Da das mit der Windenergie auch nicht richtig funktioniert, bekommen wir jetzt viele Kohlekraftwerke (und reduzieren natürlich gleichzeitig den CO2- Ausstoß). Ich frage mich ob sich das auch ein Kind ausgedacht hat.

TORSTEN SCHULZE 03.02.2012 19:41
Warum nur "Alias-Namen"?

Herr "Ben Tiroler" und Herr "Albert Anstand": Warum benutzen Sie nicht Ihre eigenen Namen, die Sie - falls sie Ihnen entfallen sein sollten - in Ihrem Personalausweis finden? Warum benutzen Sie Alias-Namen, sogenannte Pseudonyme? Stehen Sie nicht hinter den von Ihnen vorgetragenen Argumenten, die in fremdfinanzierten Broschüren der Windkraft-Gegner immer wieder auftauchen? Oder was mag sonst der Grund sein? Klingende Münze?

HANS STEIN 03.02.2012 19:46
Subventionen

@ALBERT ANSTAND
Sie haben ja Recht, der Windstrom und die anderen neuen Energieträger sind subventioniert. Bitte blenden Sie aber nicht aus, dass auch Atomstrom, Strom aus Stein- und Braunkohle hoch subventioniert sind. Auch andere Länder, die Weltbank etc. subventionieren Energieträger wie z. B. Öl und Gas.
Also, andere Argumente mögen zutreffen, dieses jedoch nicht.

@BEN TIROLER
Wenn man den Fachleuten auf diesen Seiten hier glauben kann, dann können ruhig Kohlekraftwerke gebaut werden, da der CO2-Ausstoß ja nicht gefährlich für die Klima-Entwicklung ist.

Ich möchte aber andere Faktoren ins Licht rücken: Sicherheit und Endlichkeit der Rohstoffe. Und da macht es schon einen Sinn, solange in erneuerbare Energien zu investieren, bis der Fusionsreaktor oder andere Lösugnen kommen.

BEN TIROLER 03.02.2012 20:11
Herr Torsten Schulze

Schade daß Ihnen mein Name nicht gefällt. (Oder einfach nicht bei Google gefunden?) Werde meinen Eltern sagen, daß sie mir doch besser einen "richtigen" Namen gegeben hätten, der auch einem Torsten Schulze gefällt). Aber sehen Sie bitte auch, wie Leute Ihrer coleur sich verhalten: Ist der Name bekannt (zB aus dem Artikel oben), wird der Name verunglimpft, andere haben einfach Angst. Berechtigte Angst vor der Wind-Mafia. Telefonische Morddrohungen, getötete und geköpfte Hunde und Katzen, zerkratzte Autos etc Und das sind keine Märchen !

TORSTEN SCHULZE 03.02.2012 22:19
Herr "Tiroler": Der Staatsanwalt hat das Wort

Der Herr "Ben Tiroler" entlarvt sich selbst. Danke dafür. Er bezeichnet die Befürworter der Windenergie kurzerhand als "Wind-Mafia" (siehe oben). Die Mafia ist, wie bekannt, eine kriminelle Vereinigung. Und mir - als angeblichem Mitglied der "Wind-Mafia" - unterstellt er "telefonische Morddrohungen, getötete und geköpfte Hunde und Katzen, erkratzte Autos". Aufgrund dieser Unterstellungen werden diese hier veröffentlichten Leserbriefe des Herrn "Ben Tiroler" am Montag der für den Sitz des sh:z zuständigen Staatsanwaltschaft beim Landgericht Flensburg zur Kenntnis gebracht, die dann sehr rasch den tatsächlichen Absender ermitteln kann. Herr "Ben Tiroler": Wenn Sie schon Fremdworte gebrauchen, dann auch richtig: Leute meiner "Couleur" (mit o-u!) verstecken sich nicht hinter Pseudonymen. Der Staatsanwalt hat jetzt das Wort.

ROSA ROSE 03.02.2012 23:05
Überzogen und überhastet ohne Not

Da sind die Kommentare wieder. Diese Gegner sind Atomlobbygesteuerte, oder wollen es nur nicht hinterm Haus haben. Oder sie begreifen nicht was hier Zukunftsorientiertes geschieht usw.. So einfach werden Bürger, die sich eben nicht alles gefallen lassen, mit den immer gleich alten "Argumenten" bzw. Phrasen abgestempelt.
Nein! Alles was der Herr Jurkat beschreibt und bemängelt trifft es genau auf den Kopf. Z.B. die Unterscheidung Innen- (800m) und Außenbereich (400m Abstand), deren Grenze mitten in geschlossenen Ortschaften liegen kann, bloß weil für einige Häuser ein FNP vorliegt. Warum ist den Menschen 400m zuzumuten, sind die anders?

Oder der unrühmliche Part des Naturschutzes. In den neunziger wurde ein Biotopverbundsystem aufgebaut und selbst diese Flächen stellten einen Minimalkompromiß dar. Jetzt sind diese Flächen z.T. als Windindustriestandorte geeignet. Wie lautet ein Standardsatz im UVP Verfahren: „Eine vertiefende Prüfung ist nicht erforderlich da keine neg. Auswirkungen zu erwarten sind“ und fertig. WKA sind, seit die Ersatzreligion Energiewende in Gange ist, einfach schlicht gut und diese dusseligen Bürger vor Ort begreifen es nur nicht.
Eine völlig verlogene Energiewende. Aber eben an nur einigen zig Tausend Menschen vorbei. Die andern wohnen ja in den Metropolen SH weit genug entfernt. Mindest 1500m Abstand zu allen bewohnten Gebäuden und die Probleme wären fast weg. Es wären vielleicht gerade mal 4000MW (x15,8%). Nur dann würden eben ein paar Bauern oder Möchtegernfinanzjongleure in so manchen Dörfern in die Röhre schauen und das ist das Problem. Geld. Der Windkraftausbau ist völlig überhastet und überzogen und damit sehr oft eben an den Menschen und auch der Natur vorbei.

BEN TIROLER 03.02.2012 23:05
Herr Schulze sorgt für Ordnung.

Herr Schulze,
Sie sind es doch, der keine andere Meinung zulässt und mit schweren Unterstellungen argumentiert:
Zitat: „Die "Argumente" gegen die Windkraft sind auch in diesem Falle mal wieder Broschüren entnommen, die vor Jahr und Tag von der Atomlobby gratis unters leichtgläubige Volk gebracht wurden“. Zitatende
Verunglimpfen Sie nicht alle, die nicht Ihrer Meinung sind als „Leichtgläubige“?
Weiter: Zitat: „ Und wer sich als geborener Hypochonder tatsächlich einreden lässt, die Windmühlen seien gesundheitsschädigend, der lebt nach dem Motto: "Atomkraft finde ich gut… „ Zitatende.
Wieso ignorieren Sie die Studien anerkannter Ärzte und Wissenschaftler? Und beleidigen Sie hier nicht die Menschen, die krank geworden sind, aufs Schwerste?
Und Sie unterstellen den Windkraftgegnern auch noch Atomkraftbefürworter zu sein. Sie unterstellen nicht nur viel, Sie sind zudem schlecht informiert.
Weiter: Zitat“ Der Aktion "Gegenwind" (wer zahlt eigentlich die Öffentlichkeitsarbeit?) Zitatende: Schon wieder eine versteckte Unterstellung.
Weiter: Zitat: „ Wie hieß der Verein doch gleich? Honks gegen Windkraft?“ Zitatende
Na wenn das keine Beleidigung ist.
Weiter: Zitat“ Stehen Sie nicht hinter den von Ihnen vorgetragenen Argumenten, die in fremdfinanzierten Broschüren der Windkraft-Gegner immer wieder auftauchen?“ Zitatende
Schon wieder eine Unterstellung.
Weiter: Zitat: „Oder was mag sonst der Grund sein? Klingende Münze?“ Zitatende
Hoppla. Schon wieder eine Mutmaßung und Unterstellung
Wo Sie denn schon beim Staatsanwalt sind, lassen Sie doch gleich Ihre „Leserbriefe“ auf Beleidigung, Unterstellung, Verleumdung etc prüfen. Dann lohnt sich der Gang wenigstens.
Och ja, und dann war da noch der Schreibfehler. Ich hoffe ich muss dafür nicht ins Gefängnis.

PETRA TIEMANN 04.02.2012 11:37
Windstrom ist und bleibt zufälliger Strom

Es ist immer wieder erstaunlich, dass Artikel über Windkraftgegner bei den Befürwortern die „Verbal-Attacken-Schleusen“ öffnen und nun munter Leute, die eine eigene Meinung haben und sich gegen riesige Industrieanlagen 400 m vor oder hinter ihrer Haustür wehren, beleidigt und beschimpft werden. Dieses Verhalten ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Wer nicht dafür ist ist dagegen und muss niedergetrampelt werden. Basta. Armes Deutschland.
Wir sind Windkraftgegner und wünschen uns einen vernünftigen Dialog und von Seiten der Poltik und der Behörden eine bessere Kontrolle über die Methoden, mit denen Windbetreiber sich Akzeptanz für Windkraft "erkaufen".

HANS STEIN 04.02.2012 13:18
@PETRA TIEMANN

Ich kann Sie verstehen, 400 m vor oder hinter ihrer Haustür möchte ich auch keine Windturbine haben....aber erst recht kein AKW.
Deshalb müssen die Turbinen weitestgehend auf die See. Und das gilt auch für die Kabel, die möglichst unter die Erde müssen, auch wenn es teurer ist.

Subventioniert wird doch eh alles, egal welcher Energielieferant.
www.wendezeit.ch/nachhaltigkeit-subventionen-fossile-energien-oel-gas-kohle
www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/atomkraft_mit_304_milliarden_euro_subventioniert/

DR. JUERGEN SOECHTIG 04.02.2012 17:24
@HANS STEIN

.
Tut mir leid, Herr Stein, aber Greenpeace ist in meinen Augen eine Lachnummer, Vertrauenswürdigkeit gleich Null. In Ihren Links werden nur Behauptungen aufgestellt. Habe ich die Beweise und Quellen-Hinweise übersehen?

Über einen Zeitraum von 60 Jahren soll die Atomindustrie Subventionen in Höhe von 204 Mrd. € erhalten haben. Dies sind 3,4 Mrd € pro Jahr. Im Vergleich zu 50 Mrd € für den EEG-Schwachsinn ein Klacks.

Ein weiterer Punkt ist der Infraschall. Die Wind-Freunde ignorieren und bagatellisieren diese Gesundheitsgefährdung gerne. Diese "Freunde" leben weit weg von den Mühlen.

Zum Thema Infraschall etwas schwere Literatur:

Infraschall von Windkraftanlagen als Gesundheitsgefahr
www.fakten-fiktionen.net/wp-content/uploads/2011/09/InfraschallvonWindkraftanlagenalsGesundheitsgefahr.pdf

Zitat:
" Da das zu gewährleistende Schutzniveau (§ 5 Abs. 1 BImSchG) mittels der bisherigen Genehmigungspraxis nicht mehr gewährleistet werden kann, wird sich dementsprechend die Anzahl der Genehmigungen im großen Umfang reduzieren müssen. Im Hinblick auf die bereits genehmigten Anlagen werden nachträgliche Korrekturen nach § 17 BImSchG i. d. R. nicht ausreichen, um am Betrieb der Anlagen festhalten zu können. Vielmehr ist davon auszugehen, daß die erteilten Genehmigungen in den Fällen immittierten gefährlichen Infraschalls als von
Anfang an rechtswidrig anzusehen und nach den Regelungen des § 48 VwVfG zurückzunehmen sind. Zwar ist der Behörde insofern Ermessen eingeräumt, aber dieses dürfte sich angesichts der verfassungsgebotenen staatlichen Schutzverpflichtung in aller Regel auf Null reduzieren. Die hierdurch wegen des Vertrauensschutzes und des eigentumsrechtlichen Bestandsschutzes für die
Betreiber entstehenden Gerechtigkeitsdefizite können gem. § 48 Abs. 3 VwVfG durch einen Ausgleich der Vermögensnachteile behoben werden..."

In den USA wird ein Sicherheitsabstabd von 2,5 km gefordert. Warum wohl?

HANS STEIN 04.02.2012 20:57
@DR. JUERGEN SOECHTIG

Sorry, Herr Dr. Soechtig, Meinungen, die nicht gefallen, sind eine Lachnummer? Ok, schluck.... schluck....Ich meine, die Studie wurde vom FÖS durchgeführt.

Ich zähle mal die Kostenträger auf, die mir gerade einfallen:
1. Forschungskosten der öffentlichen Hand (über 40 Mrd. Euro vom Steuerzahler)
2. Erstellung der AKW
3. Nachrüstungen (z. B. Biblis A 540 Mio. Euro)
4. Abbau der AKW (ca. ein Drittel der Herstellungskosten)
5. Steuerbefreiung für Kernbrennstoffe
6. Steuerfreie Rückstellungen der Betreiber für den Abbau von Anlagen und die Lagerung radioaktiven Materials
7. Befreiung vom Emissionshandelssystem (die Herstellung des atomaren Brennstoffes verursacht umfangreiche Emissionen)
8. Castor-Transporte
9. Kosten der Zwischenlager
10. Sanierung der Zwischenlager (z. B. Asse)
11. Kosten der Brennstäbe (steigende Kosten, da auch Uran knapper wird und in nur wenigen Ländern zu finden ist)
12. Kosten der Endlager (wenn wir denn eines hätten)
13. Versicherungskosten (kalkulatorisch) oder Kosten eines Super-GAU´s (nach Angaben des BWM ca. 5.000 Mrd. Euro. Ich sage mal, es kommt darauf an, nämlich wo er stattfinden würde. Da können durchaus noch ein paar Billionen Euro dazukommen.)
14. Missbrauchsrisiko (z. B. Iran)
15. 162.000 km2 wurden rund um Tschernobyl verseucht, 9 Mio. Menschen sind unmittelbar betroffen. Die Krebsrate in Weißrussland stieg um 40% (Kosten?)

Angesichts der Probleme, die Kosten für den Bau von Atomanlagen zu kontrollieren, verzichtete die Weltbank bisher grundsätzlich auf die Kreditvergabe für Nuklearprojekte. Das gleiche gilt für die Versicherungen. AKW sind nicht versicherbar. Das sagt doch einiges aus.

Sicherlich ist die Liste nicht vollständig und es lassen sich im Netz auch Hinweise auf all diese Kosten finden. Doch die Mühe möchte ich mir nicht machen, zumal die Quellen dann möglicherweise angezweifelt werden (das war nicht boshaft gemeint). Fest steht, dass nicht alle Kosten eingepreist wurden... warum wohl nicht?

DR. JUERGEN SOECHTIG 04.02.2012 22:09
@HANS STEIN

.
"...Meinungen, die nicht gefallen, sind eine Lachnummer?..." Es geht hier NICHT um Meinungen, sondern um eine Studie. Mit der Meinung von Greenpeace habe ich kein Problem. Nur bei der Studie fehlen die Quellen, d.h. die Fakten.

"...Nur mithilfe von Annahmen und Schätzungen quantifizierbar sind insbesondere die Punkte..." oder "...Einige Fördertatbestände konnten nicht oder nicht vollständig quantifiziert werden...." Seit wann sind Schätzungen Fakten?

Herr Stein, glauben Sie an Kaffeesatz-Prognosen? Eine Studie besteht aus harten und nachprüfbaren Fakten!!! Liegen die nicht vor, so ist es keine Studie. Leider ist Greenpeace in dieser Richtung sehr großzügig.

Helfen Sie mir: Was hat Tschernobyl mit den Kosten der deutschen AKW zu tun?

HANS STEIN 05.02.2012 09:17
DR. JUERGEN SOECHTIG

Hallo Herr Dr. Soechtig,
also, ich hatte im letzten Kommentar die Quelle (FÖS) angegeben, auch wenn ich schrieb "ich meine.....". Hier noch mal der Link: www.foes.de/themen/umweltschaedliche-subventionen/
Sie finden die Studie(n) auf der Seite unten im rechten Bereich.

Tschernobyl habe ich aufgeführt wegen möglicher Folgekosten, die ja nicht außer acht gelassen werden können. Insbesondere wollte ich damit auf die Krebsraten und das damit verbundene Leid und die damit verbundenen Kosten hinweisen. Bei ganzheitlicher Betrachtung müsste man sogar die Ausfälle für das nicht mehr nutzbare Land hinzufügen, aber jetzt treibe ich es auf die Spitze....

PS: An Kaffeesatz-Prognosen kann man nur glauben, wenn entspr. Analysen vorliegen, denn bevor eine Prognose erstellt wird, bedarf es einer Analyse. Eine Kaffeesatz-Analyse wäre sehr detailliert (also gar nicht mal so schlecht), oder?
Noch ein schönes Wochenende!

DR. JUERGEN SOECHTIG 05.02.2012 12:13
@HANS STEIN

.
Mojn Herr Stein,
meine "Kaffeesatz-Zitate" stammen aus dieser FÖS-"Studie". Es ist natürlich etwas seltsam, daß die Geschichte der Energieversorger ausgeblendet wird. Bis 1998 war die komplette Energieversorgung in staatlicher Hand. Es ist aus meiner Sicht absoluter Blödsi8nn, die Ausgaben bis 1998 als Subventionen zu betrachten. Der größte Fehler war die Privatisierung der Energieversorgung. Aber dies ist ein anderes Thema.

Bis 1998 war die Energieversorgung nun mal Staatsaufgabe. Die erforderlichen Investitionen wurden vom Staat getragen, ebenso flossen die Gewinne in die Staatskasse. Eine saubere Studie hätte die Bilanz zugreunde legen müssen. Wohlgemerkt, eine SAUBERE Studie...

Falls überhaupt, kann erst nach 1998 von Subventionen gesprochen werden. Weder Greenpeace noch FÖS machen diese zwingend erforderliche Differenzierung. Effekthascherei ist wie immer für Greenpeace wichtiger. Vergleichbar mit der sagenhaften "Greenpeace-Technologie", die aus CO2 und H2O ohne weitere "Zutaten" Erdgas sythetisiert. Wer solchen Blödsinn publiziert, wird von mir nicht ernst genommen. Die Gier nach Spendengelder ist bei Greenpeace erheblich dominierender als die Wahrheitsliebe. Aber dass muß Jeder für sich selbst entscheiden.

Sie, Herr Stein, glauben an Greenpeace, ich nehme diese Typen nur zur Kenntnis.

NORBERT KARL 05.02.2012 12:14
Kommentare

Ach ja! Es ist doch immer luschtich, sich die Kommentare durchzulesen. Herr Schulze droht mit dem Staatsanwalt. Einfach herrlich! Es gibt ´ne Wind-,`ne Atom- oder CO 2- Mafia etc. Abgesehen davon, daß die Justiz sowieso überlastet ist, müßte jeder Pizzabäcker beleidigt sein, da er ja "Mafiatorten" herstellt.
Herr Schulze (vielleicht ist Ihr Allerweltsname auch ein Pseudonym?),leisten Sie sich etwas mehr Gelassenheit oder brauchen Sie solche Schafskacke zur Selbstfindung?

PS.:Ich bin auch für WKAs, aber nur auf See, denn 2,5 km Abstand dazu sind nur dort zu erreichen!

ROSA ROSE 05.02.2012 14:55
Komentare lustig, Nein

Manche nerven einfach nur und es ist zugleich unbegreiflich mit welcher Arroganz der Besserwissenden der Windwahnausbau durchgezogen wird. Auch dieser Artikel zu den kritischen Stimmen kommt viel zu spät (Bewußt?). Es ist längst alles entschieden, ob mit oder gegen die Leute vor Ort. Eine neuere Kreation aus dem Innenminesterium, mit denen Betroffene abgewiegelt werden, ist der Satz...es gibt keinen Anspruch auf Unveränderbarkeit des persöhnlichen Wohnumfeldes. Damit kann ich auch alles rechtfertigen.
Nochmal.
Es interessiert sich nahezu keine Sau dafür, ob da nun irgendwo ein paar hundert Anlagen mehr irgendwelchen Anwohnern vor die Nase gebaut werden. Wer interessiert sich denn für die Fehmarn-Belt-Querung oder Stuttgart 21oder die Gorleben Protestierer. Das ist doch weit weg.
Ich hoffe nur, dass die, die hier krampfhaft den WKA Wahn verteidigen, selber wirklich betroffen sind. Also betroffen in dem Sinne, dass sie keine Flächen abbekommen haben, denn anders sind deren z.T. beleidigte Reaktionen nicht zu vertsehen.

HANS STEIN 05.02.2012 15:44
@DR. JUERGEN SOECHTIG

Es war mir schon klar, dass Sie kritische Studien von sog. "Typen" abtun würden. Und auf meine Kosten-Argumente sind Sie ja nicht eingegangen. Schade.

Die Privatisierung der Energieversorger und das Gegenrechnung der Gewinne ist auch kein stichhaltiges Argument, denn es ging und geht auch heute nicht um die Gewinne, sondern um Subventionen. Und ähnlich - wie heute bei den erneuerbaren Energien - wurden auch damals bei der Atomenergie enorme Summen an Forschungsgeldern vom Staat investiert und Anschubfinanzierungen geleistet. Die können Sie doch nicht ernsthaft ausklammern, nur weil der Staat das Produkt vertrieben hat.

In eine Produktkalkulation gehören alle damit verbundenen Kosten. Beispiel: Wenn ein Pharma-Konzern ein neues Medikament auf den Markt bringen will, dann macht er eine Kalkulation. In dieser Kalkulation sind auch mögliche Regressansprüche enthalten und dann wird entschieden, ob das Medikament auf den Markt kommt. Alle die mit Produktkalkulationen zu tun haben/hatten werden bestätigen, dass man die Risiken und Kapitalkosten einkalkuliert. Nur nicht die Atomwirtschaft. Warum wohl nicht? Weil das Produkt dann nicht mehr konkurrenzfähig ist. Im schlimmsten Fall haftet nicht der Produktgeber, sondern der Staat, also wir. Und das ist der Unterschied zu den heutigen Energieträgern. Wenn das Windrad umfällt, ist es versichert. Wenn Hagel die Photovoltaik-Anlage zerstört, ist sie versichert.

Was ich von der Windenergie in unmittelbarer Nähe halte, habe ich oben bereits beschrieben. Dazu stehe ich auch weiterhin.

CHRISTINE PAHL 05.02.2012 16:13
Ich habe verstanden

Eigentlich wollte ich gerade nur einmal gucken, ob mein Kommentar überhaupt veröffentlicht wurde. Und dann habe ich mir die anderen Kommentare auch durchgelesen. Nun muss ich sagen, dass sich mir folgendes Bild darstellt: Die Windkraftgegner sind die "Guten", weil bei denen der Strom ja nur ganz ungefährlich und sauber aus der Steckdose kommt. Die Windkraftbefürworter sind die "Bösen", weil die sich ja viel zuviele Gedanken um die Menschheit und die Umwelt machen. Und das nervt die "Guten" eben, weil Nachdenken so anstrengend ist, meist zu nichts führt und nach dem achten Bier und Köm ohnehin nicht mehr funktioniert. Und wenn die "Bösen", also die Windkraftbefürworter, noch immer nichts kapiert haben, werden sie kurzerhand als "Windkraft-Mafia" in die terroristische Ecke gestellt, weil sie den "Guten" ja reihenweise "telefonische Morddrohungen, getötete und geköpfte Hunde und Katzen" und "zerkratzte Autos" bescheren. Und die "Guten", also die Windkraftgegner, sind ja auch viel intelligenter, weil sie so herrliche Beleidigungen kennen. Ich habe verstanden. Hiermit oute ich mich als "Böse". Und gottseidank gehört die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung auch zu den "Bösen". Und das ist auch gut so.

DR. JUERGEN SOECHTIG 05.02.2012 16:53
@HANS STEIN

.
Kritische Studien mit Kaffeesatz-Charakter? Nein danke. Mich interessieren Fakten und keine "philosophischen" Betrachtungen. Wenn Sie damit glücklich sind, akzeptiere ich dies gern.

Wir reden vermutlich aneinander vorbei. Bis 1998 war der Staat der Eigentümer der AKWs. Der Staat hat die Kalkulation vorgenommen, und dementsprechend investiert, egal ob Forschung oder Bau der Anlagen. Der Staat hat über Zwischen- und Endlager für die Atomabfälle aus SEINEN AKWs entschieden. Eine Kalkulation besteht aus Kosten und Einnahmen, darüber gibt es keine 2 Meinungen. Die Firma "Staat" hat für ihr Produkt "Atomenergie" Risiken und Nutzen abgewogen. Die damalige wissenschaftliche Meinung war einhellig der Auffassung, daß die AKWs keine Risiken aufweisen. Nach 40 Jahren sind wir jetzt klüger, daß ändert aber nichts daran, daß zur damaligen Zeit mit den damaligen Erkenntnissen, die Entscheidung pro Atom richtig war. Warum soll ich Risiken einkalkulieren, wenn die Wissenschaft keine sieht?

Der Staat hat in seine eigenen Unternehmen investiert. Dies sind KEINE Subventionen. Schon garnicht, wenn die Ausgaben durch die Einnahmen gedeckt sind. Denn die Einnahmen flossen in den gleichen Steuersack, der die Ausgaben finanziert hat.

Seit 1998 werden die Karten neu gemischt. Jetzt verdienen ausländische Preis-Treiber-Investoren und der Staat trägt die Kosten. Hier wurde bei der Vertragsgestaltung im Rahmen der Privatisierung schlicht gepennt. Bei unserem Staat ist dies normal. Ab 1998 müssen wir über Subventionen der Atomkraft reden. Nur genau dies gibt die FÖS-Studie nicht her.

Als Fazit bleibt festzuhalten, daß die Subventionen für den EEG-Wahnsinn mittlerweile utopische Relationen erreicht haben und jeden Bezug zur Realität vermissen lassen. Und der Irrsinn wird in den folgenden Jahren noch wesentlich teurer....

Die Kosten für die AKWs sind dagegen ein Klacks. Soweit mir bekannt, ist der Rückbau der AKWs bereits im Strompreis eingerechnet. Diese Rücklagen sollten vorhanden sein.

BEN TIROLER 05.02.2012 18:01
Vielleicht doch nicht verstanden

Wenn Sie hier so gründlich gelesen haben, dann dürfte Ihnen aufgefallen sein, das in den Leserbriefen zu diesem Artikel gerade Beschimpfung und Beleidigung nicht die Spezialität der Windkraftgegner, sondern der Befürworter ist: zB „Dümmer geht’s nimmer - Erst denken, dann reden - leichtgläubige Volk - geborener Hypochonder - Honks gegen Windkraft - Herrn Joghurt – „ etc. Und hier noch mehr in „Gut“- und „Böse“- Schubladen zu argumentieren, ist nicht wirklich hilfreich.
Außerdem bezeichne ich nicht alle Windkraftbefürworter als Wind-Mafia. Aber diese Dinge sind passiert und einige Menschen haben Angst. Ich differenziere schon. Zitat: „Ich kenne kaum Leserbriefe, die so beleidigend und unsachlich sind, wie sie so oft (natürlich nicht nur !) von den Freunden der Windenergie.“Zitatende. Also nicht nur „Gut“ und „Böse“
Ich habe keine Probleme mich mit sachlichen Argumenten zu befassen, aber es geht ja auch nicht, dass hier von WKA-Befürwortern derart provoziert wird und die WKA-Gegner sich an diesen neuen Umgangston gewöhnen müssen. Ein Schreiber zeigt eine sehr deutliche Aggressivität und verfällt in Drohgebärden, gibt an andere Stelle zu erkennen. (Leserbrief zur dän. Minderheit), dass er sich offensichtlich als Lokalpolitiker versucht (Zitat“: ..früher u. a. im Kreisvorstand des SSW) und hier Andersdenkende als dumme Hypochonder und Honks bezeichnet. Klasse hat das nicht und ist hoffentlich nicht die neue politische Kultur und nur ein kleiner Wutausbruch.
Das Problem bei dieser ganzen Diskussion ist doch, dass die Fronten sehr verhärtet sind und es in einigen Dörfern schon dazu geführt hat, dass Freundschaften zerbrochen sind und Leute sich nicht mehr grüßen.
Andere Schreiber (beider Seiten) zeigen hier doch auch, dass auch eine sachliche Diskussion möglich ist. Frau Tiemann hat das schön formuliert: Wir sind Windkraftgegner und wünschen uns einen vernünftigen Dialog.

ROSA ROSE 05.02.2012 18:07
Gut so. Habe auch verstanden

Ich begreife auch langsam, wie so manche tickt.
Aber es ist nur mit Köm möglich und ertragbar Frau Christine, oder?
Ansonsten bleibt es für mich dabei.
Lieber das eine Kohlekraftwerk HH Moorburg als 6000WKA, damit der Strom auch zukünftig finanzierbar aus der Steckdose kommt, bis wir die Energiewende Maßvoll umsetzt haben. Das jetzige ist völlig überzogen und überhastet, ohne Not. Und zwar an den Menschen vor Ort und der Natur vorbei.

HANS STEIN 05.02.2012 18:31
@DR. JUERGEN SOECHTIG

Also, jetzt unterlege ich mal 2 meiner 15 Punkte mit Fakten:

1. Das Atomgesetz in Deutschland (§13) legt eine Deckungsvorsorge von 2,5 Mrd. Euro fest (obwohl der Staat bei einem Super-GAU von 5 Bio. Euro ausgeht). In der Praxis kann die Haftungssumme nicht höher ausfallen als das Vermögen der Betreibergesellschaften. Eine mögliche Haftpflichtversicherung ist auf 256 Mio. EUR begrenzt.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (!!!) sieht in der begrenzten Deckungsvorsorge eine implizite Subvention.

2. Für den Rückbau der KKW wurden in Deutschland ca. 40 Mrd. Euro steuerfrei (!!!) zurück gelegt. Steuerfreiheiten sind natürlich nur Wettbewerbsvorteile und keine Subventionen...

Ich könnte die Liste weiter abarbeiten, ist mir aber zu mühsam.

Noch meine andere Meinung zu:
„Der Staat hat in seine eigenen Unternehmen investiert. Dies sind KEINE Subventionen. Schon gar nicht, wenn die Ausgaben durch die Einnahmen gedeckt sind. Denn die Einnahmen flossen in den gleichen Steuersack, der die Ausgaben finanziert hat.“

Eine Subvention ist z. B. auch eine Zuwendung des Staates an eine juristische Personen ohne Gegenleistung. Da die AKW juristischen Personen gehörte, trifft das doch hier zu, denn tatsächlich hat es keine Gegenleistung gegeben. Hätte sie es gegeben, wäre der Preis höher gewesen. Der Preis für die damals neue Energie wurde somit künstlich gedrückt. Und da gibt es eben keinen Unterschied zu den heutigen Praktiken.

DR. JUERGEN SOECHTIG 05.02.2012 20:54
@HANS STEIN

Ihr Beitrag
Guten Abend Herr Stein,
die ersten beiden Punkte sind akzeptiert. Im dritten Punkt sind wir für die Zeit nach 1998 einer Meinung. Davor hat der Staat in sein eigenes Unternehmen investiert. Die Preisfindung hat damit nichts zu tun. Dies ist eine andere Baustelle.

Der niedrige Preis war für die wirtschaftliche Entwicklung sehr wichtig und hat sich daher an anderer Stelle "bezahlt" gemacht.

Lassen Sie uns nun ein virtuelles Bier kosten. Prost.

HANS STEIN 05.02.2012 21:10
@DR. JUERGEN SOECHTIG

"Der niedrige Preis war für die wirtschaftliche Entwicklung sehr wichtig und hat sich daher an anderer Stelle "bezahlt" gemacht."
Na, das müssen Sie jetzt mal mit harten Fakten unterlegen! Wenn man nicht mehr weiter weiß, kommen Allgemeinplätze, nicht unklug!

Ok, Ich geb´einen aus. Was trinken Sie denn?

DR. JUERGEN SOECHTIG 05.02.2012 21:18
@HANS STEIN

.
Ein schönes Flens mit Plop. Da wir hier keine Felsen-Brunnen haben vermutlich strahlungsfrei. Aber zum Glück mit CO2, wegen der "Blume"...

DR. JUERGEN SOECHTIG 05.02.2012 21:21
@HANS STEIN

.
Meine Gegenfrage ist irgendwo hängen geblieben: Welche Gersten-Brause bevorzugen Sie denn?

HANS STEIN 05.02.2012 22:00
@DR. JUERGEN SOECHTIG

Na, wenn wir da keine Gemeinsamkeiten haben: Auch Flens !!!



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