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Süderbrarup

Tausende Nerze aus Pelztierfarm entwichen

05. September 2010 | 15:02 Uhr | Von shz.de

Aus einer Pelztierfarm in Süderbrarup sind in der Nacht zum Sonntag tausende Nerze entwichen. Vermutlich drangen Tierschützer auf das Gelände und öffneten die Käfige.

Die Tat ereignete sich vermutlich zwischen Sonnabend, 19 Uhr, und Sonntag, 6.45 Uhr. Unbekannte Täter drangen in die Pelztierfarm in Süderbrarup ein und öffneten dort die Käfigtüren. Die Mehrzahl der Tiere verblieb auf dem Gelände der Farm und konnte durch die Mitarbeiter wieder eingefangen werden. Etliche Tiere gelangten aber durch die Öffnung, die die Täter hinterlassen hatten, nach draußen.

Der Schaden beläuft sich auf 100.000 bis 150.000 Euro

Die Betreiber schätzen den Schaden auf 100.000 bis 150.000 Euro. Die Kriminalpolizei Flensburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Konkrete Täterhinweise liegen derzeit nicht vor. Militante Pelztierschützer haben aber in ihren Foren entsprechende "Freilassungen" angekündigt. Die Polizei bittet Anlieger, die Geflügel züchten, ihre Tiere in den Ställen gut verschlossen einzusperren. Die Nerze sind bissig und keine Streicheltiere. Daher sollten Eltern auf ihre Kinder achten.

Wer in der Nacht zum Sonntag auf der K119 oder im Umkreis Auffälliges bemerkt hat, insbesondere Fahrzeuge, die nicht dorthin gehören, möge sich bitte mit der Polizei Flensburg unter Telefon 0461/484-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung setzen.


 

Leserkommentare

 
ANN-CHRISTIN SANDER 06.09.2010 10:03
Haben wir sowas wirklich noch nötig?

Ich musste gerade schlucken, als ich lese das es in Süderbrarub eine Pelztierfarm gibt. Ich bin kein militanter Tierschützer, doch ich frage mich aber dennoch ob wir Menschen es wirklich immernoch soooo nötig haben echte Pelze zu tragen? Es ist nun mal widerwärtig Tiere nur ihres Felles wegen zu töten und da kann ich dann solche Taten ein bißchen nachvollziehen. Wobei ich ein freilassen der Tiere über Nacht nicht begrüße, weil diese Tiere keine Freiheit, sondern nur Käfighaltung kennen. Ich schätze eher das hier unwissende möchte gern Tierschützer am Werk waren. Pelztiere lernen leider nur Minikäfighaltung und können mit richtiger Freiheit nichts anfangen, also welchen Gefallen hat man diesen Tieren nun getan? Richtiger Tierschutz mit Verstand sieht anders aus. Aber man hat auf jeden Fall erreicht das Menschen, so wie ich überhaupt erfahren das es in Süderbrarup eine Pelztierfarm gibt. Achja..... Kunstpelze sind viel schöner, denn man kann sie sogar in der Waschmaschine waschen.

MONA OTTNER 06.09.2010 18:05
Das sind keine Tierschützer

Menschen, die Tiere nachts aus ihren Gefängnissen befreien, sind keine Tierschützer, sondern Tierrechtler - das ist ein grosser Unterschied.

@ Ann-Christin Sander: Überlegt sind diese Aktionen durchaus, aber aus einer Sichtweise, die man als "normal denkender Mensch" nicht nachvollziehen kann. In einem Forum habe ich versucht mich mit einem Tierrechtler auszutauschen, der solche Aktionen befürwortet. Dieser Austausch hatte keinen glücklichen Verlauf.
Denn dass die Tiere die Freiheit gar nicht kennen und andere Tiere (Geflügel, Kaninchen, Meerschweinen - sofern diese nciht richtig gesichert sind, was bei den meisten der Fall ist) als leichte Beute sterben - das ist diesen "Tierbefreiern" völlig egal.
Mir wurde das so erklärt, dass das die Überlebenschance des Tieres auf 0,01 % steigert und das sowieso eine politische Nummer ist. Um´s Tier scheint es hier überhaupt nicht zu gehen.

Und solche Leute dann als Tierschützer zu bezeichnen, finde ich nicht korrekt. Kein Wunder, dass die Leute misstrauisch zusammenzucken, wenn man sagt, dass man in einem Tierschutzverein ehrenamtlich arbeitet. Dass sich seriöse Vereine und Tierschützer von solchen Aktionen distanzieren, versteht sich meiner Ansicht nach von selbst.

Keine Pelzfarmen mehr - sehr gerne!
Aber der Weg darf nicht von Blut jener getränkt sein, die man zu bewahren vorgibt!

EWALD NEUMANN 07.09.2010 08:16
Pelztierfarm

Ja, ich habe auch gestaunt, daß es in 30 KM Umkreis hier so etwas gibt, wie so eine Pelztierfarm. Die dortigen Anwohner sollten sich schämen, nichts dagegen unternommen zu haben. Millitant- mein lieber Artikelschreiber...sind hier höchstens diejenigen, die die Tiere, schlimmer als beim Millitär in enge, lebensfeindliche Käfige einsperrt. Wenn ich dort wohnen würde, hätte ich längst schon einige Aktionen gestartet.
Andererseits machen diese Farmen ja nie auf sich aufmerksam, und verkricechen sich auf einem großen Grundstück mit hohen Mauern und Stacheldraht. Ich werde mal sehen, wie ich der Bande auf den Leib rücken kann.

ANN-CHRISTIN SANDER 07.09.2010 09:31
@Ewald Neumann

Ich möchte und könnte dort kein Anwohner sein!!!! Doch vielleicht liegt es ja auch sehr abgelegen, so das im Umfeld keine Häuser stehen? Man weiß es nicht. Doch ich frage mich auch mit welchen Rechten man eine Pelztierfarm betreiben darf? Das sind Tiere die einen Bewegungsdrang haben und unter welchen Voraussetzungen darf diese Tierquälerei überhaupt stattfinden? Ich habe schon lange nicht mehr soviel Wut & Ohnmacht verspürt und darf nicht an China & Co denken wo noch mehr Pelztierfarmen sind und diese ohne Probleme diese barbarische Tierquälerei betreiben dürfen. Wofür bitte? Für einen Pelzmantel? Wie krank ist das? Es macht mit regelrechte Panik, wenn ich daran denke das ich mit solchen Bestien leben muss und ihnen vielleicht unwissender weise eines Tages einmal die Hand schüttle. Für mich sind das psychisch kranke Menschen, was mir Angst macht und ich bezweifle das man solchen Leuten noch irgendwie helfen kann. Jedoch denke ich das wir etwas tun müssen, damit solche Farmen verboten werden. Der Markt gibt ausreichend synthetische Kleidung her, es ist also absolut unnötig auf tierische Materialien zurückzugreifen. Pelztierfarmen sind Tierquälerei, mit welchen Recht also dürfen sie betrieben werden? Unfassbar, dafür findet man kaum noch Worte. Welche auch? Da kann man die möchte gern Gesetze echt nicht mehr ernst nehmen, weil sie immer so ausgelegt werden wie sie gerade benötigt werden. Bitter, aber lange schon Normalzustand!

EWALD NEUMANN 07.09.2010 11:09
@Ann-Christin Sander

Da denken wir wohl auf gleicher Wellenlänge. Mit welchem Recht diese Farmen betrieben werden dürfen?...Mit dem Recht was sich -Wirtschaft, sprich bedrucktes Papier...Geld- nennt. Korrupte Aufsichtsbehörden, Tierärzte tun ihr Übriges, damit dieses dreckige Geschäft unauffällig und weiter betrieben werden darf.
Wenn mit einer Sache Geld zu verdienen ist, müssen leider immer wieder logische Argumente die dagegen sprechen, außen vor bleiben. Siehe längere Laufzeiten der Atommeiler. Auch ich sehe das längst so, daß ein Unrecht mit Hilfe von Erschaffung von Gesetzen legalisiert wird. Daher wird bei mir auch immer der logische Menschenverstand die Oberhand behalten, ob das einem kruden Gesetz nun widerspricht oder nicht!
Ihren Kommentar teile ich auch voll und ganz.

CONTRA PELZE 08.09.2010 16:07
Hier gibts mehr Infos:


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