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Neumünster
Räuber bricht Überfall auf Kiosk ab
Der Kioskbesitzer Andreas Schult ist fassungslos: Ein Räuber fuchtelte seiner Angestellten im Laden am Hansaring 34 mit der Pistole vor dem Gesicht herum. Foto: Walther
Neumünster. Schwerer Schock für eine Kiosk-Angestellte am Neumünsteraner Hansaring: Ein maskierter Mann baute sich am Mittwoch kurz vor Feierabend vor ihr auf, hielt ihr eine Pistole vors Gesicht und verlangte Geld. Die Frau hatte Glück: Sie blieb unverletzt - und der Räuber flüchtete ohne Beute.
Der Täter kam gegen 17.30 Uhr in den Laden. Die Angestellte (65) war zu diesem Zeitpunkt alleine. Plötzlich zückte der Mann die Pistole. Er legte eine leere Plastiktüte auf den Tresen und forderte die Frau auf, sie mit Geld zu füllen. Die Angestellte stand beim Anblick der Waffe unter Schockstarre. Sie konnte sich nicht mehr bewegen, wurde blass und presste mühsam die Worte heraus: "Es geht mir sehr schlecht." Damit hatte der Täter offenbar nicht gerechnet. Er überlegte einen Moment und verließ den Kiosk ohne Beute.
Angestellte will nach einem Tag Pause wieder arbeiten
Ladenbesitzer Andreas Schult ist froh über den glimpflichen Ausgang, dennoch sorgt er sich um seine Angestellte. "Sie hat sich einen Tag Pause gegönnt, heute möchte sie aber schon wieder zur Arbeit kommen", sagte er am Donnerstag gegenüber dem sh:z. Allerdings wird sie erst einmal in seinem zweiten Laden an der Altonaer Straße hinterm Tresen stehen. Für gewöhnlich wäre die Angestellte zu dieser Uhrzeit gar nicht alleine im Laden gewesen. Denn ein guter Freund, der sich um Andreas Schults Hund Rocky kümmert, kommt jeden Abend gegen 17.30 Uhr in den Kiosk. Bei einer gemeinsamen Zigarette lassen sie dann den Arbeitstag ausklingen. Doch ausgerechnet an diesem Mittwoch hatte er keine Zeit, die Verkäuferin blieb alleine.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Kiosk am Hansaring überfallen wurde. Vor acht Jahren hatte ein bewaffneter Mann 600 Euro sowie Zigaretten und Telefonkarten erbeutet. Der Täter konnte in diesem Fall aber schnell gefasst werden. Nach Angaben der Polizei könnte der jetzige Täter in den benachbarten Häuserblocks des Hansarings verschwunden sein. Ein Besucher des Croque-Ladens auf der anderen Straßenseite sah denn auch zur Tatzeit einen Mann den Kiosk verlassen.
Der Polizei fehlt allerdings noch jede weitere Spur, sie bittet um Hinweise. Der Mann trug eine beigefarbene Maske mit Sehschlitzen und einer Öffnung für den Mund. Er ist etwa 1,80 Meter groß, 20 bis 25 Jahre alt und hatte eine dunkle Jacke an. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Raubes und bittet um sachdienliche Hinweise unter Tel. 04321/945-0.
Leserkommentare
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Oder doch nur halb hingehört bei den Ermittlungsbehörden, dafür das Opfer befragt und den Besitzer vor DDR-Plakat abgelichtet, den guuuden Foind dazuerfunden und die journalistischen Grundsätze bei der Polizei-Pforte als "gefährliche Gegenstände" abgegeben?
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Ein ganz ein neuer Tatbestand scheint mir das zu sein, "gefährlicher Raub". Gibt es dann auch den "ungefährlichen"? - Oder kommt es da auf die Sichtweise an, der des Opfers oder des Täters?