TOP-THEMA
Stromausfälle
Netzbetreiber warnt vor Blackout im Norden
Arbeiten am Stromnetz: Eine 19 Kilometer lange Lücke bei den Leitungen im Norden gefährdet die Versorgung. Foto: dpa
Hamburg / Kiel. Erstmals hat ein Netzbetreiber vor der konkreten Gefahr flächendeckender Stromausfälle in deutschen Ballungszentren gewarnt - besonders im Rhein-Main-Gebiet und dem Großraum Hamburg. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass es in der Region Hamburg zu einem Blackout kommen kann", sagte Volker Kamm, Firmensprecher von 50 Hertz Transmission, dem sh:z. Das Unternehmen ist für die 380-Kilovolt-Übertragungsnetze in der Hansestadt und in ganz Ostdeutschland zuständig.
Der Grund für die Gefahr liege darin, dass im Norden nur noch ein Großkraftwerk Strom liefert - der Atommeiler in Brokdorf. Das neue Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg wird erst 2014 fertig. "Sollte Brokdorf in einer Kälteperiode ausfallen und außerdem kaum Windstrom ins Netz eingespeist werden, droht der Blackout", sagte Kamm. Betroffen wären neben den 1,8 Millionen Hamburgern auch fast eine Million Menschen in den umliegenden Kreisen Schleswig-Holsteins und Niedersachsens - von Pinneberg über Stormarn und Lüneburg bis ins Alte Land.
Entspannter sähe die Situation aus, wenn Hamburg an die mecklenburg-vorpommerschen Kraftwerke in Rostock oder Lubmin angeschlossen wäre, sagte Kamm: "Dann hätte man eine permanente Verbindung zu einer Grundlastversorgung aus dem Osten." Doch die scheitert bisher daran, dass zwischen dem lauenburgischen Dorf Elmenhorst und Schleswig-Holsteins Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern noch eine 19 Kilometer lange Lücke im norddeutschen Höchstspannungsnetz klafft. Die will 50 Hertz zwar schon seit neun Jahren schließen - doch ein Streit mit dem Kieler Wirtschaftsministerium um Ausgleichsmaßnahmen für zu fällende Bäume verhindert das bisher.
De Jagers Ministerium übt schon für den Notfall
"Wir haben noch immer kein Baurecht", bemängelte Kamm. Auch die Grünen-Energieexpertin Ingrid Nestle aus Flensburg kritisierte Minister Jost de Jager (CDU): "Bei dieser Stromleitung hat die Landesregierung die Energiewende jahrelang verschlafen." Hamburgs zuständige Umweltsenatorin Jutta Blankau (SPD) teilt die Blackout-Sorge von 50 Hertz und ließ daher am Dienstag ihren Sprecher an ihren Kieler Kollegen de Jager appellieren: "Wir hoffen, dass die Leitung jetzt schnell kommt."
De Jager kennt das Problem. Sein Sprecher versprach gestern: "Der Planfeststellungsbeschluss für die Trasse soll bis Ende März vorliegen." Damit sei gewährleistet, dass 50 Hertz die Leitung entlang der Autobahn A24 bis kommenden Winter fertigstellen könne. Auch de Jagers Sprecher räumte ein, dass Schleswig-Holstein von einem Stromausfall betroffen sein könne: "Unser Haus hat daher mit Netz- und Kraftwerksbetreibern ein Gespräch über Vorsorgemaßnahmen für den Fall eines Blackouts geführt - und war auch an einer Notfallübung beteiligt."
Leserkommentare
.
und dann hilft wegen fehlender Leitungen auch das hier nicht mehr!
wirtschaft.t-online.de/oesterreich-rettet-die-deutsche-stromversorgung/id_52916798/index
Wir sollten uns nicht bange machen lassen, es dient alles nur dazu die Preise weiter steigen zu lassen! Hier ist die Bundesnetzagentur und die steuereinnehmende Regierung gefragt! Die VB Bordesholm schreiben ihre Stromkunden sogar mit unterschiedlichen Begründungen für die Preiserhöhung an. Welche Qualitäten sich da in der Fachkompetenz tummeln, wird seit Jahren kritisiert. Aber notfalls haftet der Aufsichtsrat mit. Der Stromeinkaufspreis ist im vergangenen Jahr an der Strombörse um bis zu 15 % gesunken und wir zahlen jetzt mehr, weil entweder die Geschäftsleitung geschlafen hat oder die Nutzungsentgelte für das Netz ausschließlich auf die Steuerzahler abgewälzt werden. Die Firmen bzw, sog. Großabnehmer wurden verschont, obwohl gerade sie diese Kosten als Betriebsausgaben absetzen können! Aber die nächste Wahl kommt bestimmt.
Aus meiner Sicht haben alle Regierungen auf Länder- und Bundesebene das Problem vernachlässigt. Denken Sie mal an Ihre Ölheizung. Sie produzieren durch Verbrennen von Öl die Wärme und pusten diese in die Umwelt. Aus welchem Grunde hat keine Regierung den Mumm, solche Anlagen zu fördern, die als "Abfall" Strom produzieren und in die Netze leiten.
Bezahlbare Anlagen, meinetwegen beim Discounter zu erwerben, die Wärme produzieren und den Strom einspeisen, würden das Problem sofort lösen.
Der DACHS ist eine solche Anlage, allerdings "unbezahlbar".
Daher sage ich : das Problem ist offenbar gewollt.
Im November meldete die WELT: Notfallplan soll Hamburg vor Stromausfall bewahren. Die Hansestadt bereitet sich auf den Blackout vor.
Anfang Dezember berichtete diese Zeitung, daß der Katastrophenabwehrstab Neumünster sich auf großflächige Stromausfälle vorbereitet.
Mitte Dezember berichtete diese Zeitung von einem Gespräch zwischen Politikern und Experten in Glückstadt, bei dem der Energiereferent des Kieler Wirtschaftsministeriums die klare Frage, ob mit Blackouts gerechnet werden müsse, mit einem klaren Nein beantwortete.
Mitte Januar nun diese Aussage aus dem Wirtschaftsministerium:
"Unser Haus hat daher mit Netz- und Kraftwerksbetreibern ein Gespräch über Vorsorgemaßnahmen für den Fall eines Blackouts geführt - und war auch an einer Notfallübung beteiligt."
Es scheint, als hätte es im Wirtschaftsministerium in den letzten Tagen eine Erleuchtung gegeben. Das hängt bestimmt mit Weihnachten zusammen.
Durch das europäische Verbundnetz würde es auch dann überall genug Strom geben. Es wäre ja auch eine höchst prekäre Geschichte, wenn unsere Stromversorgung von einem AKW abhängig wäre. Wenn Leitungen fehlen, dann für den "Stromexport" aus der Windkraft in andere Gegenden. Das war in den letzten Jahrzehnten aber nicht anders: Auch für die AKW Brunsbüttel, Krümmel und Brokdorf sind neue Hochspannungsleitungen und Umspannwerke gebaut worden. Jetzt muß man dieses Verbundsystem auf die veränderten Bedingungen umstellen. Auch für die zeitlich unterschiedliche Verfügbarkeit von Wind und Sonne (Der "Fusionsreaktor", der bereits vorhanden ist) muß man die passenden Ergänzungen bereitstellen. Das sind langfristig Speichersysteme, die Umwandlung in Wasserstoff etc. Momentan funktioniert das aber noch nicht. Folglich muß man neue Kraftwerke bauen, die schnell Strom liefern können. Das wären dann aber keine neuen Großkohlekraftwerke, sondern eher kleinere Gasturbinenkraftwerke. Die kann man vollautomatisch ferngesteuert betreiben. Es gibt in SH bereits mehrere (ältere) davon. Den "Energiemix" haben wir schon lange: Nur jetzt fliegt die Atomkraft langsam raus. Die (Wärme-)Ölkraftwerke haben das ja bereits hinter sich. "Sicher" waren die AKW von der Verfügbarkeit ja auch nicht: Keine andere Kraftwerksart hat derartige plötzliche Totalausfälle wegen Defekten. Die Zuverlässigkeit ist nicht besser, als bei der Bahn...
@HELMUTH SCHMIDT 18.01.2012 11:38
Danke für die sehr gute Zusammenfassung. Ich ergänze: Die FEHLENDE ANBINDUNG an Skandinavien, insbesondere Norwegen. Die wichtigste Energiequelle dort stellt die elektrische Energie dar. Diese Energie ist mit (6...7ct) (Stand 1/2007) im Vergleich zu Deutschland mit etwa 18,69ct pro kWh für den Endverbraucher sehr günstig. Der Grund hierfür liegt in der Art der Energiegewinnung: Nahezu der gesamte Strombedarf (etwa 98%) in Norwegen wird durch heimische Wasserkraftwerke gedeckt. Im gesamten Land existieren weder Atom- noch Kohlekraftwerke (ausgenommen das Kohlekraftwerk in Longyearbyen auf Svalbard). Auch das von Norwegen geförderte Erdöl und Erdgas wird nicht für die Energiegewinnung im eigenen Land eingesetzt.
Die Deutsche Umwelthilfe schreibt: Deutschland könnte mit Wasserkraft aus Norwegen auf 100% Ökostrom umstellen. Insgesamt könnten norwegische Wasserkraftwerke den Strom von 60 europäischen Atomkraftwerken ersetzen.
Ein norwegisch-schweizerisches Konsortium will, unter dem Projektnamen "NorGer", Norwegen und Deutschland mit einem ersten Seekabel verbinden. Das Kabel soll 2015 in Betrieb genommen werden. Die Leistung von 1.400 Megawatt entspricht der des Kernkraftwerks Unterweser.
Die Stromleitung soll 600 Kilometer durch die Nordsee verlegt werden und könnte in beide Richtungen genutzt werden. So wäre es möglich, überschüssigen Strom aus deutschen Windkraftanlagen nach Norwegen zu leiten und dort mithilfe von Pumpspeicherkraftwerken zu speichern. Bei Bedarf könnte der Strom wieder von der deutschen Seite abgerufen werden.
Allerdings müsste laut NorGer die Kraftwerksnetzanschlussverordnung (KraftNAV) geändert werden. Bislang regelt die KraftNAV den Netzzugang von Kraftwerken. Die Einspeisung von Strom aus einem Seekabel ist darin nicht geregelt. Zuständig dafür ist das Bundeswirtschaftsministerium. Dort sieht man derzeit nach Informationen von REPORT MAINZ (vom 20.09.2010) „keinen Änderungsbedarf“. BITTER!!!
Wenns reine Panikmache ist... warum fahren dann Katastrophenschutzämter bereits entsprechende Übrungen? Und lt. EU steht das Europäische Verbundnetz grade wegen des deutschen Alleingangs am Limit - weil in globalen Netzen nationale "Wir-wissen-alles-besser-als der-Rest" Abschaltungsaktionen vom größten Einzelverbraucher nicht vorhergesehen werden konnten!
Was bringt eine ernsthafte Diskussion, wenn man Beiträge der Netzbetrieber (nicht Stromriesen!) schon von vornherein als valides Argument ausschließt, weil diesen schließlich nicht zu trauen ist?! Stattdessen volles Vertrauen für Lobbyisten des Ökostroms, die allein von staatlicher Förderung (also Steuergeld) leben und unter dem Protektionismus von rot-grün zu einer mächtigen Lobby geworden sind?
Veröffentlichungen beider Seiten gegenüber sollte man kritisch begegnen. Die Reaktionen unserer europäischen Nachbarn allerdings sprechen bisher ein deutliches BIld - und das spricht eben deutlich pro Blackout-Gefahr.
Diese 100% Ökostrom aus Norwegen ist mittlerweile auch schon so was wie eine urban myth.
Fakt 1: es gibt keine technisch ausgereift Speichertechnologie in dieser Größenordnung
Fakt 2: das Planfeststellungsverfahren dieser riesigen Speicheranlagen + Leitungsanbindung(!) würde ca. 10 Jahre benötigen - und wie viele Klagen von Anwohnern und Umweltgruppen gegen jeden ausgewählten Standort eingereicht würden, ist wohl grade in Deutschland offensichtlich. Entsprechend länger würde das dauern...
Fakt 3: Norwegen ist Nachts StromIMPORTEUER. Und zwar von ATOMstrom aus den Niederlanden und Belgien. Damit wird das Wasser dann für den Ökostrom hochgepumpt, den man tagsüber fürs doppelte Geld nach Deutschland "verschickt".
Und jetzt die Frage: wo soll den überschüssiger dt. Windstrom her kommen??? Überschüsse entstehen erst, wenn man mehr als 100% des nächtlichen Bedarfs durch Windenergie gedeckt hätte... Und Windernergie entsteht auch nur, wenn der Wind im richtigen Maße weht - also nicht zu doll und nicht zu schwach. Sollen die Norweger in windstillen und stürmischen Nächten das Wasser mit Eimern in die Stauseen tragen?
Und überhaupt Stauseen... den Chinesen hat man ihren Riesenstausee als größte Umweltsünde des Jahrhunderts vorgeworfen. Und nun soll Norwegen mit Stauseen zugepflastert werden... nur damit Deutschland seelig AKW frei werden kann? Wo endet Doppelmoral, wo beginnt Scheinheiligkeit?
Und die Feuerwehr rauscht alle Augenblick am frühen Samstagnachmittag zur Übung. Bei den Übungen zu großflächigen Stromausfällen halte ich die Gründe (mangelde Kraftwerkskapazitäten) für vorgeschoben. Tatsächlich würden eine Handvoll geschulte Terroristen genügen, um das Stromverbundnetzsystem in Teilen außer Gefecht zu setzen. Dazu bräuchte man weder Waffen noch Sprengstoff, nur eine Tasche mit passender "Ausrüstung". Die Geschichte liefe dann per Dominoeffekt quasi von alleine weiter, wobei offen ist, wie weit. Der Ökostrom sorgt für einen Blackout: Das ist so wahrscheinlich, als wenn der Papst Vater würde.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen hält an der bisherigen Struktur der Solarförderung fest, obwohl er weiß, dass mit ca. 50 % der Förderung nur ca. 3 % des geförderten Stromes erzeugt wird. Soviel zum Rot-Grünen Öko-Diktat.
Tatsächlich würde ein ungeschulter Meteorit genügen, alles Leben auf der Erde auszulöschen. Also kann man sich gleich alle Schutzübungen und Vorbereitungen sparen, korrekt? Was ist denn das für eine Argumentation?!
Und immer gut zu wissen, dass einige besonders Schlaue viel besser verstehen, wie die Welt funktioniert als all jene, die dafür bezahlt wurden. Warum sind Sie nur nicht in der Politik? Ah, richig... der Kommunismus hat gnadenlos veragt. Da bleibt nur das Nörgeln vom Sofa aus...
Btw: die Geschichte kennt zahlreiche Päbste, die Väter waren...
Da müssten Sie erst einmal das hier lesen, Herr Stein:
Sind wir auf dem Weg zu einer Öko-Diktatur, genannt Große Transformation?
Lesenswert sind zunächst Organisation, Auftrag und Ziele des ´Wissenschaflichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen´ (WBGU)
- und Rot-Grün, nein, GLOBAL haben die das vor:
www.wbgu.de/fileadmin/templates/dateien/veroeffentlichungen/hauptgutachten/jg2011/wbgu_jg2011_ZfE.pdf
Und die Gegenstimmen, falls Ihnen Obiges zu lang ist: (immerhin WELT und FOCUS)
www.welt.de/debatte/kommentare/article13396336/Wir-rutschen-Hals-ueber-Kopf-in-die-Oekodiktatur.html
www.welt.de/debatte/kommentare/article13369876/Nachhaltigkeit-ist-nicht-die-Formel-zur-Welterloesung.html
www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/prognosen/tid-22565/klimawandel-auf-direktem-weg-in-die-klimadiktatur_aid_634490.html
oder auch
www.derwettermann.de/allgemein/wbgu-fordert-globale-%E2%80%9Ekoordinationsrevolution%E2%80%9C/
Gegen einen sogenannten "Blackout" helfen keine Übungen. Nur die richtigen Vorsorgemaßnahmen: also ein Verbundsystem, das gegen Ausfälle aller Art ein hohes Maß an Netzstabilität bietet. Der Kommunismus hat nie richtig funktioniert, das ist richtig. Aber auch unser System kränkelt schon lange. Da besteht aber noch Hoffnung auf Genesung. Was die Förderung der Energiewende angeht, ist das gut angelegtes Geld, finde ich. Die Großkonzerne hätten sonst noch jahrzehntelang billig Strom aus Atomkraft und Kohle produziert. Bloß zwischen Erzeuger-und Endverbraucherpreis klaffte eine riesige Lücke: Unser Geld floß in die Dividenden der Aktionäre und ins Ausland. Jetzt wird das Geld breiter verteilt und bleibt hier im Wirtschaftskreislauf.
GEGEN JEDEN EXTREMISMUS 18.01.2012 16:21
Guter Anfang: Ein Seekabel "NorGer" mit 1.400 Megawatt (ganz ohne Taschenrechner) ersetzt ein AKW.
Im einzelnen:
Fakt 1: Will auch keiner heute SOFORT haben. Zumal die geplanten Leitungen noch gar nicht fertig sind.
Fakt 2: Immer wieder dieses Sankt-Florian-Prinzip! Irgendwo müssen doch die Leitungen lang. Zur Not (natürlich teurer) an den Dörfern vorbei unterirdisch verlegt. Klar, und dann kommen irgendwelche seltenen Nacktschnecken, Minifrösche oder Fledermäuse aus der Erde oder sonst wo gekrochen und alles steht.
Da trete ich für ein sanftes, aber bestimmtes „Dominium terrae“ ein.
Fakt 3: Richtig! Und warum? Tagsüber wird norwegischer Strom, primär aus Speicherkraftwerken, die mit Wasserkraft betrieben werden, in die Niederlande übertragen. Nachts wird niederländischer Nachtstrom, primär aus Atomkraftwerken, DEREN LEISTUNGEN SICH NUR IN KLEINEM UMFANG DEM NÄCHTLICH REDUZIERTEN VERBRAUCH ANPASSEN LÄSST, benutzt, um im Norwegen künftig noch zu errichtende Pumpspeicherkraftwerke, spezielle Formen von Speicherkraftwerken, zu versorgen. Also Überschuss- / Abfallstrom!
Jedes fünfte Windrad im Norden steht still. Interessant warum: www.welt.de/print-welt/article159570/Jedes_fuenfte_Windrad_im_Norden_steht_still.html
Die deutschen Energiekonzerne konnten die Stromlücke, die durch die Abschaltung der fünf Kernkraftwerke entstand, durch vermehrte Importe aus den angrenzenden Ländern ausgleichen. DAS KAM FÜR SIE BILLIGER, als wenn sie die durchaus noch vorhandenen Kraftwerksreserven im eigenen Land aktiviert hätten. Der übliche Exportüberschuss der deutschen Stromwirtschaft wurde deshalb nach dem Abschalten der fünf Kernkraftwerke zu einem Importüberschuss.
Deutschland hat 229 Einwohner/KM2. Norwegen ist sehr dünn besiedelt 13 Einwohner/KM2 und ist von Gebirgsketten/kargen Hochebenen geprägt. Und wenn die Norweger Stauseen wollen, dann wollen sie die. Ist ja keine Diktatur wie in China und hat nichts mit Doppelmoral zu tun.
Es ist immer wieder schön, zu lesen, wie scheinbar Wissende, wie hier Helmuth Schmidt, ihre völlige Ahnungslosigkeit präsentieren, indem sie nur Argumente wiederholen, die sie irgendwo aufgeschnappt, abr nie hinterfragt oder verstanden haben.
Deswegen hier mal ein oder zwei Wahrheiten
1. Die Netzbetreiber 50 Hertz (ehemals Vattenfall) und Tennet D ( ehemals EOn)sind vollständig eigentumsrechtlich von ihren ehemaligen Besitzern getrennt.
2. Die Netzbetreiber bekommen von der BNetzA Erlösobergrenzen, d.h. Es steht jetzt schon fest, was sie verdienen dürfen. Ein Mehr an Gewinn muss umgehend für die Senkung der Netznutzungsentgelte verwandt werden. Damit ist übrigends das Märchen, dass Netzbetreiber Leitungen bauen, um ihren Gewinn zu maximieren oder arme Bürger zu verstrahlen, gleichmal mit erledigt.
3. Sie haben aber weiter die gesetzliche Pflicht, für eine Versorgungssicherheit zu sorgen, die nicht unter dem Niveau von vor 5 Jahren liegt.
4. Dazu dürfen die Netzbetreiber aber keine Kraftwerke besitzen.
Und jetzt denken wir mal darüber nach, warum ein solcher Netzbetreiber vor Blackouts warnt....richtig, er möchte sich absichern, da er unter diesen Rahmenbedingungen seinen gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommen kann.
Vor diesem Hintergrund sollten wir alarmiert sein, denn das ist extrem ungewöhnlich, dass sich das Netz zu Wort meldet.
Mike
Ernsthaft: wir mögen nicht grundsäzlich einer Meinung sein. Aber Ihre Replik war sachlich, ernsthaft, vom Ton her neutral. DANKE, Herr Scholten!
Ich denke wir stimmen bei dem Problem überein, dass die Planfeststellungsverfahren und endlosen Gerichtstreitereien jegliche Bemühungen um große Energiespeicher in Deutschland um Jahre(Jahrzehnte) verzögern werden. Und unterirdische Verkabelung schön und gut - nur wird der Aufpreis dann zusätzlich auf dem ohnehin schon teuren Strom gelegt, über den auch alle anderen Investitionskosten bestritten werden müssen. Das kann keine Lösung sein... (und bevor jetzt wieder von Verstaatlichung gefaselt wird - wohin diese führt, haben andere Nationen zur genüge bewiesen).
Ansonsten sprechen sie viel zukünftige Möglichkeiten und Technologien an. Der Blackout droht aber akkut. Östereich reaktiviert nicht ohne Grund seine ältesten Gas und Ölkraftwerke. Übrigens mit saumäßiger Umweltbilanz.
Zum Link von Frank Scholten - der stammt von 2006, und was hat sich geändert?
Mehr Windräder!
Und zu
"Östereich reaktiviert nicht ohne Grund seine ältesten Gas und Ölkraftwerke. Übrigens mit saumäßiger Umweltbilanz." von Gegen jeden Extremismus:
Siehe Link im zweiten Kommentar von oben: Wir importieren bereits zeitweise von da.
@UDO DAMERAU 18.01.2012 20:49
Sehr schön: Sie haben als erster auf den alten Artikel aus dem Jahre 2006 (Köder) angebissen:Jedes fünfte Windrad im Norden steht still. Quelle: www.welt.de/print-welt/article159570/Jedes_fuenfte_Windrad_im_Norden_steht_still.html
Wie gemein von mir, Sie da ins offene Messer rennen zu lassen. Die Windkraftwerkwirtschaft hat ihre Hausaufgaben gemacht: Mehr Windräder gebaut und weitere Projekte geplant.
Aber, wer hat denn hier seine Hausaufgaben bereits seit 2006 nicht anständig gemacht?:„Der Ausbau erneuerbarer Energien stockt: Die Stromnetze können das rapide wachsende Angebot an Windenergie nicht mehr verkraften. Windparks werden immer öfter abgeschaltet - auch bei Starkwind.
Der auf dem "Energiegipfel" der Bundesregierung angekündigte beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien gerät wegen fehlender Stromleitungen ins Stocken. "Allein in Schleswig-Holstein liegen Windkraft-Projekte im Wert von 300 Millionen Euro auf Eis, weil die Stromnetze nicht da sind", sagte Hermann Albers, Vizepräsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE) der WELT.
Weil die Stromleitungen das rapide wachsende Angebot an Windenergie nicht mehr aufnehmen können, seien die Übertragungsnetzbetreiber gezwungen, Windparks immer öfter abzuschalten, sagte Albers: "An der Westküste Schleswig-Holsteins fällt bereits zehn bis zwanzig Prozent der Jahresleistung weg." Anders ausgedrückt: In Landkreisen wie Dithmarschen oder Nordfriesland steht rein rechnerisch schon heute jedes fünfte Windrad das ganze Jahr über still, weil der Strom nicht mehr abtransportiert werden kann. "Ein ähnlicher Engpass wird sich über kurz oder lang auch in Niedersachsen und Brandenburg ergeben", glaubt Albers.“ Den Strom könnte man schön zum Speichern nach Norwegen leiten. Das wäre dann ECHTER grüner Strom und kein umgelabelter Atomstrom.
Sie zitieren einen Windkraftlobbyisten, der kräftig von jedem neuen Spargel profitiert. Welche Aussage erwarten Sie also?
MIKE MÜLLER hat es weiter oben deutlich gemacht: wenn ich einem Investor (Stromnetz) den Höchstgewinn vorschreibe - welchen Sinn macht es dann für ihn, in den Ausbau statt in den reinen Erhalt seines Netzes zu investieren? Keinen!
Aber so ist das, wenn Neid Verstand frißt. Dann kommen solche Wirtschaftskonstrukte heraus. Mehr Marktwirtschaft erzeugt bessere Preise und bessere Netze - wenn es denn ein echter Markt ist und nicht wie beim Strom eine (damals rot-grüne) Regierung dafür sorgt, dass eine Marktöffnung innerhalb kürzester Zeit zu einer Oligopolbildung führt.
Und nochmals, Herr Scholten. Sie reden immer von Grün-Strom Zukunftsprojekten. Der Blackout droht diesen Winter und kann schon jetzt nur dank unserer europ. Nachbarn verhindert werden - also durch solche Nationen denen wir in typisch deutscher Besserwissermanier deutlich gemacht haben, dass sie mit dem Festhalten an Atomkraft auf ein völlig falsches Pferd setzen.
@Frank Scholten
Mit den wiederholten Hinweisen auf die Pumpspeicherwerke in Norwegen sind Sie in denkbar schlechter Gesellschaft. Nicht nur der Bundesverband Windenergie nutzt das für seine Propaganda, auch für Professor Hohmeyer sind Norwegens Pumpspeicherwerke die Geheimwaffe.
Die einfache Wahrheit ist, daß es diese Pumpspeicher gar nicht gibt. Sie müßten erst noch gebaut werden.
Im übrigen ist Norwegen besonders am Ende kalter Winter immer auf (Atom-) Stromimporte aus Schweden, Finnland, Rußland, Niederlande angewiesen. Die Stromkabel zum Kontinent dienen vor allem der Versorgungssicherheit Norwegens.
Für die überschaubare Zukunft gilt ausnahmsweise das Wort Professor Hohmeyers: Die Bundesregierung handelt beim Ausbau der „Erneuerbaren“ planlos. Die Ökostromgläubigen lassen sich davon nicht beirren. So ist das eben in einer Religionsgemeinschaft.
Lt. Siemens belaufen sich die Kosten für den Atomausstieg in Deutschland auf 1.7 Billionen (BILLIONEN!) Euro. alturl.com/jtc4r
Und Siemend hat sich aus dem AKW Bau komplett zurück gezogen - die verdienen durch den anstehenden Abbau der Alt AKWs also mehr, als wenn neue Meiler an den Start gehen würden. Nur, bevor jetzt wieder Atom-Lobby gebrüllt wird...
Komisch, das man von dieser Nachricht noch so gar nichts liest im deutschen Blätterwald oder hört in den GEZ Medien.
voll daneben, Herr Scholten...
Falls Ihnen das bisher noch nicht aufgefallen sein sollte:
Ich bin gegen jede Art von ´grüner´ Ernergiegewinnung aufgrund der IPCC-Meinung!!!
Falls Sie die Güte hätten, meinen obigen Kommentar (18.01.2012 19:29) zur Kenntnis zu nehmen...
Und wenn das nicht reicht, ein wenig zurück erinnern:
Sie müssten doch bemerkt haben, dass ich hier ständig gegen das IPCC und deren auftragsgemäß festgestellte Schuld des CO2 am Klimawandel argumentiere.
Auftrag des IPCC (Auszug)
"Bereitstellen von wissenschaftlichen, technischen und sozioökonomischen Informationen zum Verständnis des anthropogenen (menschgemachten) Klimawandels, seinen Risiken und Folgen und die Konzeption von Anpassungsstrategien an den Klimawandel."
"...Informationen zum Verständnis des anthropogenen (menschgemachten) Klimawandels, seinen Risiken und Folgen..."
Es steht auftragsgemäß fest, dass es einen "... anthropogenen ... Klimawandel..." gibt und dass er mit "...Risiken und Folgen..." verbunden ist.
Daher können keine Zweifel zugelassen werden.
Das Umweltbundesamt versteckt sich hinter dem IPCC und unsere Politiker hinter dem Umweltbundesamt, ohne selbst zu denken. Glauben Sie nicht?
Eine Politiker-Antwort:
"Als Politiker muss ich mich auf den Sachverstand von Wissenschaftlern verlassen können. Ich bedaure nicht jede Einzelmeinung überprüfen zu können, aber ich glaube da schon eher den weltweit anerkannten Wissenschaftlern z.B. des IPCC und des Umweltbundesamtes."
eine andere:
"...gibt es auch beim Klimawandel Beweise und Gegenbeweise, die alle leicht verständlich sind und überzeugen. Grundsätzlich kann kein Politiker umfassend und in der notwendigen wissenschaftlichen Tiefe in alle Themenfelder der Politik eingearbeitet sein."
´...alle ...überzeugen´ Das muss man mit Genuss lesen!
zu Ihrem (stumpfen) ´offenen Messer´:
"... und was hat sich geändert? Mehr Windräder!" schrieb ich.
Wenn Sie den implizierten Vorwurf wegen fehlender Ableitungen darin ncht gesehen haben sollten - einfach noch einmal nachlesen, oder wollten Sie lediglch das Kriegsbeil ausgraben?
Als Friedensangebot könnten Sie mir ja einmal einen wissenschaftlichen Beweis dafür liefern, wie CO2 das Klima maßgeblich beeinflussen kann.
Aber bitte nicht: ´nach überwiegender Meinung nahezu aller Wissenschaftler...´, oder `das IPCC...´, wie es einseitig informierte Politiker als Meinungsbasis verwenden.
Falls Sie an der Anzahl Wissenschaftler mit ´bewiesener´ gegenteiliger Meinung interessiert sein sollten:
info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-limburg/spiegel-vs-eike-haeme-und-verleumdungen-anstatt-schreiben-was-ist-motto-des-spiegelgruenders-ru.html
oder auch hier:
www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/das-maerchen-vom-konsens/
Wenn Siemens die Rückbaukosten auf 1,7 Billionen Euro beziffert, heißt das auch, dass diese Kosten in den Strompreis einzurechnen sind, richtig? Das hieße dann aber, dass Atomstrom wahrscheinlich der teuerste Strom ist...
Ob die "Endlagerkosten" in der "Siemens-Rechnung" enthalten sind, bezweifle ich. Die müssten dann auch noch auf den Strompreis aufgeschlagen werden, sonst wäre es ja keine Vollkosten-Rechnung. Korrekt?
Nicht die Rückbaukosten betragen 1.7 billionen! Der Umstieg und vorallem der Umstieg auf s.g. regenerative Energien sorgt für einen Großteil der Kosten. Allein ein zumindest teilweiser Umstieg auf Gaskraftwerke würde schon einmal 300 milliarden Euro sparen.
Der Artikel erwähnt mit keinem Wort Rückbaukosten. Wobei zum Rückbau anzumerken sei, dass bereits Umweltgruppen gerichtlich gegen aktuelle Rückbauvorhaben vorgehen - was auch das Ende der Atomkraft noch einmal teurer machen wird.
Was ist - Sie sind doch wohl nicht sprachlos?
@UDO DAMERAU 19.01.2012 22:41
Heute war ein sehr langer Arbeitstag bis in den späten Nachtstunden für mich – muss mich ja anstrengen, meinen Teil von den 1,7Billionen zu verdienen.
Aber Danke für die Nachfrage. Morgen bin ich wieder frisch – mit neuen Zahlen und Zusammenhängen – und dann geht es weiter.
Ist doch mal schön hier ein Thema meist sachlich zu diskutieren, was bei den Islamthemen nicht immer der Fall war (ist). Gute Nacht sagt eine rechtschaffener Bürger.
Na fein!
Viel Erfolg und Spaß mit Ihren Schülern / gehabt zu haben *.
* Unzutreffendes je nach Tageszeit bitte streichen ;-)
..hat begriffen, dass der Zug abgefahren ist und steigt aus. Die Ratingagenturen werteten das positiv, d. h. sie haben schon das neue Geschäft mit alternativen Energien im Blick. Die mit 1,7 Bill. Euro bezifferten Kosten beinhalten den Neubau der alternativen Kraftwerke. 1,4 Bill. Euro wären es, wenn als Ersatz nur Gaskraftwerke gebaut würden.
Der Abbau eines Atomkraftwerkes verursacht noch einmal ca. 1/3 der Baukosten eines AKW, in Deutschland wurden hierfür ca. 40 Mrd. Euro steuerfrei (!!) zurück gelegt. Damit konnte die Atomlobby sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und andere Unternehmen, die den Vorteil nicht hatten, aufkaufen. Atomare Brennstoffe sind wettbewerbsschädlich steuerbefreit (warum eigentlich?). Europaweit kostet der Rückbau der AKW 500 Mrd. Euro.
Die Stilllegung der Asse wird etwa 4 Mrd. Euro kosten. Die Endlagerkosten werden mit 6 Milliarden Euro beziffert. Vorausgesetzt, dass man überhaupt ein Endlager findet.
Mit den geschätzten Kosten verhält es sich wahrscheinlich wie mit der Elbphilharmonie: das dicke Ende kommt noch.
Wenn jetzt noch eine Bewertung der Risiken erfolgt, läuft alles aus dem Ruder, denn die AKW sind dramatisch unterversichert, weil die Rücklagen der Kraftwerksbetreiber nicht ausreichen und die Risiken nicht versicherbar sind.
Wir waren hier verabredet!
Noch jemand da. Sehr nett.
Am Freitag gibt es Zeugnisse. Vorher wenig Zeit.
MfG
Hallo,
konkret auf den Beitrag bezogen gibt es ein paar Widersprüche:
1. es geht um den Ausbau der sog. "Windsammelschiene" auf dem Gebiet von SW =ca. 19 km von insgesamt ca. 70 km
www.50hertz.com/de/1600.htm
2. wie der Name sagt, geht es dabei um den Anschluß der Windparks in SW und später auch Offshore in der Ostsee
3. das Schreckensszenario, welches im Beitrag aufgezeigt wird, basiert aber auf (Zitat:) "sollte Brokdorf in einer Kälteperiode ausfallen und außerdem kaum Windstrom ins Netz eingespeist werden, droht der Blackout", "
Frage: Was bringt also ein forcierter Ausbau der "Windsammelschiene" für genau die Augenblicke, in denen kein Wind weht?
Richtig: nix
Sinn bekommt die ganze Sache daher nur, wenn man hinter die Kulissen guckt:
Zitat: "Entspannter sähe die Situation aus, wenn Hamburg an die mecklenburg-vorpommerschen Kraftwerke in Rostock oder Lubmin angeschlossen wäre, "
jetzt schauen wir mal auf die Netzkarte:
www.umweltbundesamt.de/energie/archiv/kraftwerkskarte.pdf
und sehen: in Lubmin gibt es noch gar kein KW, dort gibt es bisher nur Planungen für ein umstrittenes GuD
Rostock: 15 Jahre altes KoKW, ist wegen EEG Einspeisung imer öfter vom Netz und wird gerade aus dem Markt gedrängt
Situation in HH:
Vattenfall steht mit dem KoKW Moorburg mit dem Rücken an der Wand, weil
1. Baukosten massiv gestiegen
2. Moorburgtrasse verhindert
3. ungewisse Inbetriebnahme
4. bereits jetzt besteht kein Bedarf mehr an den 1600 MW der beiden Blöcke
5. Zukunft: massiver Ausbau der Windkraft hier im Norden machen das KoKW noch überflüssiger
Fortsetzung gleich
(Fortsetzung)
Konsequenz:
die im Artikel erwähnte „letzte Meile“ dient zwar auch einer besseren Anbindung der onshore-Windparks, aber vor allem
von den großen Energiekonzernen + Investmentfonds finanzierten Offshore-Parks
aber vor allem dem geplanten fossilen und eigentlich überflüssigen GuD in Lubmin, der Rettung des KoKW in Rostock und der letzten Chance für Vattenfall, das künftige KoKW profitabel zu betreiben. Dafür muß Hamburg nämlich unbedingt an die Übertragungsnetze nach Süden angebunden werden, um dort regenerativ erzeugten Strom möglichst lange zu verdrängen.
Und das soll uns nun als strategisch unverzichtbar verkauft bzw. vermittelt werden, und bloß keine Bürgerinitiative oder Umweltinitiative soll sich dagegen wehren.
Am Rande: die Begründung, das alles nur wegen eines möglichen Ausfalls des AKW Brokdorf zeigt den bisherigen Irrsinn: da könnte (!) also ein AKW ausfallen, also braucht man massive Reservekapazitäten (und früher waren das die anderen AKWs). Tja, das ist das Risiko bei zentralistischen Strukturen. Wie entspannt lebte es sich doch, hätten wir schon seit Jahren den dezentralen Ausbau vorangetrieben – und würden ihn auch jetzt fördern anstatt Millionen in Übertragungsnetze zu investieren, die zumindest wie dieses nur alten zentralen Strukturen dienen.
Vorschlag:
anstatt die ca. 30 Millionen in die letzten 19 km zu investieren, besser damit den Ausbau von BHKWs mit KWK in Hamburg und Umland fördern!
Moorburg (wann auch immer es fertig ist) kann dann von mir aus bis 2020 für Spitzenlast am Netz bleiben. Ab 2021, wenn dann auch Brokdorf final vom Netz geht, haben wir dann eh genug regenerative Erzeuger in Deutschland und keinen Bedarf mehr an Grundlast.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden
Warum muss ich mich anmelden/registrieren?
shz.de distanziert sich prinzipiell von allen in den Leserkommentaren geäußerten Meinungen ohne Rücksicht auf deren Inhalte. Alle Beiträge in den Leserkommentaren geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen der User wieder.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien für Kommentare!
Lust auf mehr? Ihre sh:z Tageszeitung jetzt
2 Wochen kostenlos testen.







Es gibt im Norden zahlreiche konventionelle Kraftwerke von mittlerer ooder kleinerer Leistung. Das reicht von Apenrade mit (E.ON 672 MW), über Kiel (323 MW), Brunsbüttel (256 MW) bis Wedel (256 und 102 MW), nur als Beispiele. Alles ist an das europaweite Verbundnetz angeschlossen: Genauso, wie vorher der überschüssige Strom aus den AKW Krümmel und Brunsbüttel weitergeleitet werden konnte, ist umgekehrt natürlich auch eine Zuleitung über diese Stromtrassen möglich. Neue Stromleitungen werden meiner Meinung nach nur für gewinnträchtige Geschäfte an der Strombörse gebraucht.