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Fußball-Weltmeisterschaft
Nach Protest: Public Viewing gerettet
Der Fernseh-Würfel an der Hafenspitze war ein großartiger Erfolg: Knapp 100.000 Besucher verfolgten dort die Fußball-WM 2006. Foto: sh:z
Flensburg. Die Fußball-WM in Südafrika wird zwar ohne den deutschen Kapitän Michael Ballack auskommen müssen, aber nicht ohne Public Viewing im Herzen Flensburgs. Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner hatte sich für den gemeinsamen Fußball-TV-Spaß an der Hafenspitze eingesetzt - mit Erfolg: "Ich hatte von der Absage der Public-Viewing-Veranstaltungen erst aus dem Tageblatt erfahren", erklärte der OB am Dienstag seine späte Initiative.
Problem: Für die Organisation und das Einwerben von Sponsorengeld bleiben nur noch wenige Tage Zeit. "Anders als 2006 werden nicht alle Spiele gezeigt, sondern nur die der deutschen und der dänischen Mannschaft", so der OB weiter - das sind im schlimmsten Fall sechs (wenn beide Teams sofort ausschieden) und im besten Fall 13.
50.000 Euro werden gebraucht
Rund 50.000 Euro soll die Fußballfete an der Hafenspitze kosten. Für die Organisation und das Einwerben des nötigen Geldes ist nun Flensburg Fjord Tourismus (FFT) zuständig. "Wir hoffen auf die Hilfe von regionaler Wirtschaft und Bevölkerung", sagt FFT- Geschäftsführer Finn Jensen.
So sollen allein durch die Vermietung von Standplätzen an der Hafenspitze 25.00 Euro eingenommen werden. Über einen Sponsoringbrief an Flensburger Firmen erhoffen sich die Veranstalter weitere 15.000 Euro.
Spenden-SMS
Den Rest der Summe müssten die Flensburger Fußballfans schultern. Jeder kann Public Viewing an der Hafenspitze auf zwei Arten unterstützen: An die Nummer 87654 können alle WM-Freunde zum Preis von 1,99 Euro eine Kurznachricht (SMS) mit dem Text WM schicken, deren Erlös direkt in den WM-Pott wandert. Die Mr.Net-Group stellt diese Leitung kostenlos bereit, die etwa 7500 Euro in die Kasse spülen soll. Auch an der Tourismusinformation am Flensburger ZOB kann der Flensburger König Fußball eine Spende zukommen lassen. Gegen Quittung können hier Beträge ab fünf Euro eingezahlt werden. Auf diesem Wege sollen nochmals 2500 Euro zusammenkommen.
Geht der Plan auf, steht der Fußballsause nichts im Wege: Die Flensburger erwartet dann ein großwandiges Spektakel wie bereits im Jahr 2006. Auch wenn der Video-Würfel von FFT schon nach Schleswig für die Königswiesen verpachtet wurde, könnte kurzfristig Ersatz gefunden werden.
Die Gruppe der Public-Viewing-Befürworter ist groß: So haben sich auf Onlineplattformen wie Studi-VZ und Facebook bereits Unterstützer-Gruppen gegründet, die etwa 4000 Mitglieder zählen. Finn Jensen verspricht: "Ich bin mir ganz sicher, dass wir das auf die Beine stellen werden."
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