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ADAC-Verkehrsstatistik
Der Norden ist Stau-Spitzenreiter
Hamburg. Die Staus auf deutschen Autobahnen haben in diesem Jahr erneut zugenommen. Schleswig-Holstein und Hamburg gehören dabei zu den Ländern mit den stärksten Zuwächsen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Übersicht des ADAC hervorgeht.
Gut 4400 Staus wurden im nördlichsten Bundesland gezählt und damit 2000 mehr als im Vorjahr. Hamburg legte um 1000 auf mehr als 4100 zu.
Insgesamt ermittelte der ADAC für Deutschland 189.000 Staus, etwa 3000 mehr als 2010. Die gesamte Staulänge auf den Autobahnen wuchs um rund 50.000 auf über 450.000 Kilometer - diese Strecke würde bis zum Mond reichen und noch einmal rund um die Erde.
Straßennetz wachse nicht mit dem Verkehr
Am häufigsten blieben die Autofahrer wieder in Nordrhein-Westfalen im Stau stecken (60.000 mal Stillstand), gefolgt von Berlin (30.000), Bayern (26.000) und Baden-Württemberg (18.000). "Die Politik hat sich in der Vergangenheit vor allem auf den Aufbau Ost konzentriert", kommentierte ADAC-Präsident Peter Meyer. "Jetzt müssen wir prüfen, welche Autobahnen im Westen dringend ausgebaut werden müssen."
Das Straßennetz wachse generell nicht mit dem Verkehr mit, meinte Pressesprecher Ulf Evert vom ADAC Schleswig-Holstein. Im Norden mache sich besonders im Sommer bemerkbar, dass der Ausbau auf der A1 und der A7 nicht wie erforderlich vorankomme.
Beleg für die Notwendigkeit der A20
Mit seinem Mittelfeld-Platz in der Statistik sei der Norden immer noch weit davon entfernt, ein Stauland zu sein, sagte die Kieler Verkehrs-Staatssekretärin Tamara Zieschang. Dennoch gebe es Verbesserungsbedarf: "So sind wir beispielsweise gerade dabei, die täglichen Morgen- und Abendstaus auf der A7 oder der A23 vor Hamburg gemeinsam mit unseren Nachbarn durch den sechsstreifigen Ausbau der A7 zu entschärfen." Die Zahlen belegten zudem erneut die Notwendigkeit der A20 als zentrale Verkehrsachse samt Elbquerung.
Eine weitere Stau-Ursache waren laut Zieschang die ungewöhnlich langen Bauarbeiten zur Sanierung der A1 zwischen Lübeck und Hamburg.
Um die Engpässe dauerhaft zu beseitigen, müssten die Autofahrer auch in den kommenden Jahren noch Geduld aufbringen. "Denn die Sanierungsarbeiten werden abschnittsweise fortgesetzt - das gilt auch für die A24", erläuterte Zieschang. Das Land werde alles tun, um die Belastungszeiten für die Autofahrer so kurz wie möglich zu halten.
Leserkommentare
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Es muss mit aller Priorität an einer neuen Elbquerung gearbeitet werden !
Egal, ob diese im Osten oder Westen von Hamburg verlaufen würde.
Was bringt ein 6streifiger Ausbau der A7, wenn es durch das Nadelöhr eben doch nicht durchgeht ?