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Kreuzfahrt-Passagiere

Kiel ist top: Fast 400.000 Schiffsgäste

13. Oktober 2011 | 07:59 Uhr | Von Margret Kiosz

2012 erwartet Kiel 131 Kreuzfahrer: Die touristische Attraktivität soll gesteigert, ein dritter Terminal gebaut werden. Foto: Seehafen Kiel

So viele Kreuzfahrt-Passagiere wie nie zuvor meldet der Kieler Seehafen. In zwei Jahren soll es einen dritten Liegeplatz für Traumschiffe geben.

Blauer Himmel, strahlende Sonne - Kiel präsentierte sich am Mittwoch vor den Passagieren der "AIDAcara" von seiner besten Seite. Das Kreuzfahrtschiff war das letzte von 120 Hochseeriesen, die in dieser facettenreichen Saison den Seehafen der Landeshauptstadt anlief. Höhepunkt war die Taufe der "AIDAsol" Anfang April, die von 50.000 begeisterten Zuschauern verfolgt wurde. Häufigste Gäste an der Förde waren die Schiffe der Reederei MSC, die 36-mal am Ostseekai festmachten. Größtes Schiff war die mit 114.500 BRZ vermessene "Costa Pacifica", während die "Vistamar" (7500 BRZ) in diesem Jahr das kleinste unter den Hochseeschiffen war.

Die Tendenz zu immer größeren Kreuzfahrern, die Platz für bis zu 3000 Passagieren bieten, schlägt sich auch in der Statistik des Seehafens nieder: Die Durchschnittsgröße der Kiel anlaufenden Kreuzfahrer lag 2011 erstmals bei 65.000 BRZ - und ist damit im Zeitraum von nur zehn Jahren um den Faktor fünf gestiegen. "Wir werden unsere Terminalkapazitäten der steigenden Nachfrage anpassen und zur Saison 2013 einen dritten Liegeplatz für große Kreuzfahrtschiffe in Kiel anbieten", erklärte am Mittwoch zum Saisonabschluss der zufriedene Hafenchef Dirk Claus. Zwar hat Rostock-Warnemünde der Landeshauptstadt in Bezug auf die Schiffsanläufe den ersten Rang abgelaufen (Rostock:154; Kiel: 120). Doch bei den Passagierzahlen belegt Kiel mit 375.000 nach wie vor unangefochten Rang Eins vor Rostock und dem aufstrebenden Konkurrenten Hamburg.

Adventskreuzfahrt im Dezember

2012 erwartet Kiel mindestens 131 Anläufe. "Die steigende Anzahl der Kreuzfahrtschiffe ist ein erster Verdienst unserer Marketingaktivitäten gerade auch im Stop-over-Bereich", erklärte Claus. Stop-over bedeutet, dass Kiel nach wie vor bei den Reedereien als Wechselhafen hoch im Kurs steht. Hier können Passagiere wegen der guten Verkehrsanbindung an Bahn, Straße und Flughafen bequem ihre Seereise starten oder beenden.

Neuerdings gibt es jedoch auch Bemühungen, die Stadt als Reiseziel und nicht nur für den Passagierwechsel attraktiver zu machen. Das Land fördert die Vermarktung der Häfen mit 300.000 Euro. Das Museumsdorf in Molfsee, die Holsteinische Schweiz aber auch die Schlossinsel Gottorf sollen mit entsprechenden Ausflugsprogrammen punkten.

Die kommende Saison beginnt bereits am 31. März und wird bis Mitte Oktober andauern. Darüber hinaus wird erstmals ein Schiff die Landeshauptstadt während einer Adventskreuzfahrt im Dezember anlaufen. Zudem kommen 2012 eine ganze Reihe von Kreuzfahrtschiffen nach Kiel, die erstmals an der Förde zu Gast sein werden. Darunter ist auch die "Queen Elizabeth", die ihre Kiel-Premiere am 24. Juli gibt. Zur Kieler Woche vom 16. - 24. Juni wird Kiel von zwölf Kreuzfahrtschiffen sowie dem eleganten Großsegler "Star Flyer" besucht. Nach derzeitigem Anmeldungsstand wird es an sechs Terminen für "Sehleute" attraktive Dreifachanläufe von Kreuzfahrtschiffen geben.


 

Leserkommentare

 
THORSTEN KROPP 13.10.2011 17:15
Die zahlreichen Kreuzfahrtschiffstops in Kiel

dürften weit weniger damit zu tun haben, das Kiel so eine schöne und interessante Stadt ist, sondern dass man (zumindest mit dem Schiff) schnell dort weg kommt. Und wenn tatsächlich mal Fahrgäste (und nicht nur Deutsche Skandinavientouris aus NRW) Kiel betreten dürfte dies lediglich dazu dienen, den nächsten Zug nach Lübeck oder Hamburg zu besteigen. Wenn erstmal alle Kreuzfahrtterminals(bzw Liegeplätze) in HH laufen, wird die Schiffsflut in Kiel auch wieder abebben und den dritten Liegeplatz kann man sich getrost sparen.

STEFFEN SCHMIDT 13.10.2011 18:30
Kiel ist Top

Kiel ist meiner Meinung nach nicht Top nach Passagieren, da in Kiel die Passagierbewegungen und Warnemünde (Berlin?!) jeder Passagier gezählt werden. Somit wären es in Warnemünde 500.000 Passagierbewegungen und somit deutlich mehr als in Kiel



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