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Traditionsunternehmen NSU
Friedlicher Biker statt Terrorist
Sylt. Als Klaus-Dieter Jürgens stolz seine Sammlung rostiger Mopeds zeigt, ist sofort klar: der gelernte Wasserbauer ist ein echter Sympathisant der NSU. Doch der 61-jährige Sylter erinnert mit seinen krausen Haaren und dem wilden Bart nicht gerade an einen faschistischen Terrorhelfer. Jürgens ist schlicht Fan des deutschen Motorrad-, Automobil- und Motorroller-Herstellers "NSU", der seinen Namen einst von seinem Produktionsstandort - Neckarsulm - ableitete.
Mitte der 1950er Jahre war NSU nach Stückzahlen sogar der größte Zweiradhersteller der Welt. Ein Verkaufsschlager war damals die "NSU-Quickly" - das Moped, das Klaus-Dieter Jürgens bereits in seiner frühen Kindheit ans Herz wuchs, war ein Symbol des Wirtschaftswunders wie Hawaitoast, Hollywoodschaukel oder der erste Fernseher.
"NSU ist ein Teil meiner Geschichte"
Seit der Mordserie der Zwickauer Terrorzelle, deren Mitglieder sich selbst als Nationalsozialistischer Untergrund, kurz NSU, bezeichneten, liegen die Dinge anders: "Als ich die Nachrichten sah, und NSU in diesem Zusammenhang genannt wurde, da dachte ich 'o Gott, o Graus'", klagt Klaus-Dieter Jürgens. Mittlerweile habe die Namensübereinstimmung die gesamte norddeutsche Szene in Unruhe versetzt, die sich hauptsächlich über Fachzeitschriften und das Internet organisiere. "Ein Freund vom Festland ist erst kürzlich darauf angesprochen worden", berichtet Jürgensen. Da sei dann die Frage gekommen: "Gehörst du auch zu denen?"
Dabei sind solche peinlichen Verwechslungen nur die Spitze des Eisbergs: "Ich weiß von Freunden, denen die Scheiben zerschlagen wurden, weil sie einen NSU-Aufkleber am Auto hatten", berichtet auch Monika Ribbe von der NSU-Interessengemeinschaft mit Sitz im niedersächsischen Auetal, dem größten deutschen Fanclub dieser Art. "Die gesamte Szene ist verunsichert - wir sind auch schon auf die Medien zugegangen. Wir wünschen uns, dass der Name NSU nicht mehr mit Rechtsradikalismus verwechselt wird", sagt Ribbe. Ein frommer Wunsch, den auch Klaus-Dieter Jürgens hegt: "NSU ist ein Teil meiner Geschichte." Umso schlimmer ist es für den 61-Jährigen, dass seine Geschichte jetzt durch die Taten der Rechtsterroristen Schaden nimmt.
Internet: cms.nsu-ig.de
Leserkommentare
Wer "NSU-Fans" die Scheiben einwirft, auch wenn er die "Richtigen" erwischt, hat sich auch am Strafgesetzbuch messen zu lassen.
Was die Moral der "Lyncher" angeht sind das reine Heuchler.
Kann ich den "rechten NSU-lern" noch bescheinigen, daß die einen an der Klatsche
haben, stellen sich die "Lyncher" mit diesen "Vollpfosten" auf seine Stufe.
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Bevor sich Jemand aufregt : Kriminalität ist Kriminhalität und Verbrechen sind Verbrechen. Die angeblichen, politischen Gründe : sind alle vorgeschoben und
stellen puren Unsinn, eher Wahnsinn dar.
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Die Redaktion möge mir diesen klaren Worte nachsehen, aber anders kann man das
Gehabe weder von den einen, noch von den anderen "Bekloppten" beschreiben,
was in dieser Form sogar
in den ARD-Tagesthemen zu hören ist, verehrte Redaktion :))
Jeder normale Mensch sollte doch NSU = rechte Terroristen von NSU = Ro 80 und alte Motorräder unterscheiden können. Ich hatte in den 80ern mal ein Modellflugzeug mit dem Aufdruck RAF = Royal Air Force. Da hat mir auch ein spinnerter Erwachsener etwas von RAF = Rote Armee Fraktion erzählt und ließ keine Erklärung von mir gelten.
Für manche Leute ist die Erde eine Scheibe und alles unwahr, was nicht in der Bild steht...
Der Kommentarbereich "Schleswiger Neonazi wirbt für Terrorzelle" wurde abgeschaltet.
Danke an die Online-Redaktion, dass Sie diesen Schritt gegangen sind!
Vielen Dank, dass Sie die Flagge der Speichellecker- und Gutmenschdiktatur hochhalten. Meinungsfreiheit wird überbewertet und gehört stark eingeschränkt - Die Chinesen sind schließlich auch ein gückliches Volk. Danke HS, das Sie diesen Schritt unterstützen. Danke!
Was linke Kreise unter der Freiheit der Meinung verstehen, haben sie in 7 Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts mehr als deutlich gemacht. Ein Jahrzehnt später funktioniert das ganze subtiler und wird unter dem Deckmäntelchen des Minderheiten- oder Diskreminierungsschutzes verkauft.
Meinungsfreiheit bedeutet auch und grade die Veröffentlichung von Meinungen zu akzeptieren, die der eigenen entgegen steht. Aber hier werden von einigen Mitkommentatoren sogar historische Fakten als Nazi-Gelaber abgestempelt - allein weil sie dem eigenen Glauben zuwider, nicht der allgemeinen Gelehrtenmeinung.
Um es mit den Worten der von diesen doch so hoch verehrten Rosa Luxemburg zu sagen: "Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden, sich zu äußern. ".
jene super toleranten Schubladendenker, die jeden der nicht nach ihrer Nase tanzt am liebsten mundtot machen, hätten im 3.Reich die perfekten Nazis abgegeben.
Da Sie vom anderen Ufer kommen, als Herr Stein, sind Sie also ein "Schlechtmensch". Da Herr Stein ein Speichellecker ist, lecken Sie dementsprechend auf der anderen Seite, d.h. am braunen Ende!
Iiiigittigitt!
Ich hätte eigentlich schwören können, dass der Name NSU durch die NSU GmbH geschützt ist. Deshalb wundert mich, dass die es zulassen, dass ihr Name so durch die Zwickauer Zellen in Verruf gebracht wird.
"Ich hätte eigentlich schwören können, dass der Name NSU durch die NSU GmbH geschützt ist. Deshalb wundert mich, dass die es zulassen, dass ihr Name so durch die Zwickauer Zellen in Verruf gebracht wird."
Was soll Audi (denen gehört die NSU GmbH) denn machen? Einen zivilrechtlichen Prozess gegen Zschäpe und die festgenommenen Helfer wegen Urheberrechtsverletzung führen? Abgesehen davon, dass die nach den Mordprozessen kein Geld mehr auf der Naht haben werden, ist das doch nur schlechte PR.
Wenn man den Namen NSU noch für Fahrräder o.ä. verwenden will, geht eigentlich nur das Schalten von Werbung. Aber wenn ich das richtig sehe, liegt der Name brach. Insofern ist Stillhalten wohl das Beste.
Eigentlich hatte ich daran gedacht dass nicht Zschäpe und Co. mit ihrem Nationalsozialistische Untergrund das Kürzel missbrauchen sondern die ganzen Zeitungen. Auf jeden Fall sehe ich darin einen Imageschaden.
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Jaja... und diese Täter glauben dann, intelligenter als die rechten Spinner zu sein, die sie bekämpfen. Schön, dass so ein Bericht mal den Weg in die Tagespresse findet. Dank an den SHZ!