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Holstein Kiel gegen Borussia Dortmund

Effektiver BVB zerstört Kieler DFB-Pokaltraum

07. Februar 2012 | 22:35 Uhr | Von Matthias Wohlrab

Dortmunds Torschütze Robert Lewandowski (3.v.r.) jubelt nach seinem Treffer zum 0:1. Foto: dapd

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Aus nach dem DFB-Pokal-Viertelfinale: Viertligist Kiel unterliegt dem Deutschen Meister Borussia Dortmund mit 0:4. Dabei zeigte der Außenseiter eine couragierte Leistung.

Kiel. Lachende Gesichter, minutenlanges Dauerklatschen, zahlreiche Fanchoreographien - die Lust auf einen großen Fußballabend war den Fans Dienstagabend kurz vor dem Anpfiff überdeutlich anzumerken. Als die Spieler des Regionalligisten Holstein Kiel im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund dann auch noch angriffslustig begannen, und die Atmosphäre sich schon fast ins Ekstatische gesteigert hatte - ausgerechnet in diesem Moment taten die Profis des Bundesligisten das Beste, was sie tun konnten, um die Euphorie zu dämpfen. Mit kühler Effektivität erzielte der BVB bereits früh zwei Tore, reduzierte die Hoffnungen der "Störche" auf ein Minimum - und legte den Grundstein für einen am Ende verdienten 4:0 (2:0)-Erfolg beim sich tapfer wehrenden Viertligisten aus Schleswig-Holstein.

"Bei Dortmund muss vieles nicht funktionieren, damit wir eine Chance haben", hatte Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit vor dem Anpfiff prophezeit - und er sollte Recht behalten. Der Meister ließ sich selbst vom schwer bespielbaren Rasen im Holstein-Stadion nicht aus dem Konzept bringen. Das 8000 Quadratmeter große Klimazelt, das die Spielfläche vor Frost und Schnee schützen sollte und erst wenige Stunden vor Spielbeginn entfernt wurde, hatte zwar dafür gesorgt, dass beide Teams einen grünen Untergrund vorfanden. Dieser war allerdings äußerst hart und stellte die Akteure vor erhebliche Probleme.

Gastgeber erwischte besseren Start

Vor 11.522 Zuschauern bei minus drei Grad Celsius Außentemperatur waren es die Gastgeber, die den besseren Start erwischten. Holstein-Angreifer Marc Heider tauchte frei vor Dortmunds Torhüter Mitchell Langerak auf, scheiterte jedoch am Australier (8.). Die Euphorie des Außenseiters, der sich keineswegs nur auf die Defensive beschränkte, machte BVB-Angreifer Robert Lewandowski kurz darauf zu Nichte. Der polnische Nationalstürmer traf zum 1:0 für die Gäste (11.), und in der 23. Minute erhöhte Shinji Kagawa sogar auf 2:0 - die Elf von Startrainer Jürgen Klopp hatte ihre beiden ersten Gelegenheiten mit kühler Effektivität prompt in Tore umgemünzt. Es waren die ersten beiden Gegentreffer im Pokal für die "Störche", die zuvor die Zweitligisten Cottbus und Duisburg sowie den Erstligisten Mainz ausgeschaltet hatten.

Wer erwartet hatte, dass die Rückschläge den Underdog schocken würden, sah sich jedoch getäuscht. Holstein präsentierte sich über die komplette Spielzeit äußerst couragiert, suchte sein Heil immer wieder in der Offensive - und betrieb Eigenwerbung. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Lucas Barrios noch das 3:0 für den BVB gelang (80.), und Ivan Perisic schließlich den 4:0-Endstand herstellte (87.).

Knapp drei Millionen Euro eingenommen

Nun gilt es für die "Störche", die im DFB-Pokal knapp drei Millionen Euro eingenommen haben, sich wieder auf die kleineren Fußballbühnen einzustellen. Der Fokus liegt auf dem Aufstieg in die 3. Liga. Bereits am Sonntag gastieren die Kieler im ersten Regionalliga-Spiel nach der Winterpause beim SV Meppen.

Video vom Nachmittag: Vorfreude auf die Partie


 

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