TOP-THEMA
Klimaforscher
Die Flut ist heute früher in der Stadt
Nach dem Deichbruch glich der Uelvesbüller Koog auf der Halbinsel Eiderstedt am Morgen des 17. Februar 1962 einer Seenlandschaft. Sammlung: U. Sönnichsen
Geesthacht. Lässt der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit einer Naturkatastrophe wie der von 1962 steigen? Wissenschaftler des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht beobachten das Sturmflutgeschehen in der Deutschen Bucht deshalb sehr genau. Gerade hat eine Gruppe von Geesthachter Küstenforschern gemeinsam mit Ingenieuren von der Universität Siegen den Anstieg des Meeresspiegels in der Deutschen Bucht analysiert. Erstmals wurden alle zuverlässigen Wasserstandsmessungen ausgewertet, um zu ermitteln, wie sich das Niveau verändert hat. Demnach ist der Meeresspiegel im letzten Jahrhundert um etwa 20 Zentimeter angestiegen, in letzter Zeit höher als in den Jahren um 1960 herum.
"Bis zum Jahr 2030 werden die bisherigen Sicherheitsstandards ausreichen", meint Instituts-Direktor Prof. Hans von Storch. "Aber danach", so der auf Föhr aufgewachsene Wissenschaftler, "kann es sein, dass sich die Lage deutlich verschärft."
"Diese Zeit ist um eine Stunde verkürzt worden"
Im Vergleich zu Anfang der 1960er Jahre laufe eine Sturmflut in Hamburg inzwischen etwa 70 Zentimeter höher auf - und sie erreiche die Hansestadt auch eine Stunde früher. "Wann ist eine Sturmflut in Cuxhaven, wann ist sie in St. Pauli - diese Zeit ist um eine Stunde verkürzt worden", erklärt von Storch. Unter anderem liege das an den zahlreichen Elbvertiefungen: "Die neueren Vertiefungen machen in diesem Punkt nichts mehr aus, aber die am Anfang waren ganz erheblich."
Das die Sturmfluthöhen ebenfalls beeinflussende Windklima, so der Professor, habe sich indes nicht verändert. Es unterlag im letzten Jahrhundert zwar starken Schwankungen, diese bewegten sich jedoch im normalen Bereich. Eine Sturmsaison bringe heute weder heftigere noch häufigere Stürme in der Deutschen Bucht hervor als zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Sollte sich das Windklima jedoch mittelfristig kontinuierlich nach oben bewegen, dann, so die Einschätzung der Experten aus Geesthacht, könnten bei gleichzeitig steigendem Wasserstand Sturmfluten bis zum Ende des Jahrhunderts um etwa 30 bis 110 Zentimeter höher auflaufen als heute.
Auch wenn durch die kontinuierliche Verbesserung des Küstenschutzes heute ein hohes Schutzniveau erreicht worden ist, sehen die Bewohner Norddeutschlands Sturmfluten als großes Risiko an. Seit 2008 befragt das Institut für Küstenforschung jährlich Hamburger Bürger zu Klimawandel, Sturmfluten und Gefahrenwahrnehmung. Für über 80 Prozent der Hamburger sind Sturmfluten und Überschwemmungen die Naturkatastrophen mit den potentiell schwersten Folgen für ihre Stadt. Von Storch betont aber auch: "Dennoch ist die Sicherheit erheblich, das haben die vergangenen Jahrzehnte gezeigt." So fiel der Wasserstand bei der Sturmflut von 1976 noch höher aus - ohne ernsthafte Schäden.
Leserkommentare
"Demnach ist der Meeresspiegel im letzten Jahrhundert um etwa 20 Zentimeter angestiegen, in letzter Zeit höher als in den Jahren um 1960 herum."
Und was sagt uns das?
NICHTS - überhaupt nichts, da weder der Anstieg in den Jahren ´um 1960 herum´ noch der Anstieg ´in letzter Zeit´ in Zahlen zum Verleich mit dem Durchnitt von 2 mm pro Jahr angegeben sind.
"...kann es sein, dass sich die Lage deutlich verschärft." oder eben auch nicht, oder wie, oder was? Es kann auch sein, dass bis dahin ein Asteriod die Erde zerlegt hat.
Aber immerhin wurde entgegen vieler anderer Behauptungen festgestellt:
"Eine Sturmsaison bringe heute weder heftigere noch häufigere Stürme in der Deutschen Bucht hervor als zu Beginn des letzten Jahrhunderts."
Wie verträgt sich das denn mit den ständigen Panikmeldungen, dass Häufigkeit und Stärker der Stürme zunehmen?
Wie verträgt sich das denn mit den ständigen Panikmeldungen, dass Häufigkeit und Stärker der Stürme zunehmen?
Gaaanz einfach!
So machen die Versicherungen durch diese Panikmachemehr Geschäfte!!!
.
Richtig! Nicht nur die Versicherungen verdienen massig Geld. Der ganze CO2- und Klima-Schwindel wurde nur in die Welt gesetzt, um Geld zu kassieren. Gefährlich ist die "große Transformation" des PIK-Instituts. Wenn dieser Wahnsinn eines Tages Realität wird, dann Gute Nacht bei Kerzenlicht...
allerdings nicht für die Elbe, denn die kann dann wieder verflacht werden.
Wenn also hier angesprochen, dann noch ein wenig mehr dazu:
Sie ist Ziel des ´Wissenschaflichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen´ (WBGU) unter dem Vorsitz vom PIK-Chef Prof.Schellnhuber:
www.wbgu.de/fileadmin/templates/dateien/veroeffentlichungen/hauptgutachten/jg2011/wbgu_jg2011_ZfE.pdf
Da der gesamte Beitrag ziemlich lang ist, reicht es vielleicht aus, zum Kennenlernen die Pressebeiträge dazu aus WELT und FOCUS zu lesen:
www.welt.de/debatte/kommentare/article13396336/Wir-rutschen-Hals-ueber-Kopf-in-die-Oekodiktatur.html
www.welt.de/debatte/kommentare/article13369876/Nachhaltigkeit-ist-nicht-die-Formel-zur-Welterloesung.html
www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/prognosen/tid-22565/klimawandel-auf-direktem-weg-in-die-klimadiktatur_aid_634490.html
oder auch die Analyse von Wolfgang Thüne:
www.derwettermann.de/allgemein/wbgu-fordert-globale-%E2%80%9Ekoordinationsrevolution%E2%80%9C/
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden
Warum muss ich mich anmelden/registrieren?
shz.de distanziert sich prinzipiell von allen in den Leserkommentaren geäußerten Meinungen ohne Rücksicht auf deren Inhalte. Alle Beiträge in den Leserkommentaren geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen der User wieder.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien für Kommentare!
Lust auf mehr? Ihre sh:z Tageszeitung jetzt
2 Wochen kostenlos testen.







Am 31. März 2011 wurde Professor von Storch in dieser Zeitung so zitiert:
„Man muß man sich Gedanken machen, wie man mit einer irgendwann nach 2030 vermutlich risikoreicheren Situation umgeht“.
In der Pressemitteilung, die diesem Artikel zugrunde liegt, heißt es:
„Nach derzeitigem Kenntnisstand wird der Hochwasserschutz noch bis etwa 2030 so wirksam sein wie heute; danach muss die Situation neu bewertet werden.“
Und hier wird er wörtlich zitiert (oder wurde ihm das nur in den Mund gelegt?):
„Aber danach kann es sein, dass sich die Lage deutlich verschärft."
Wie man sieht, sind Steigerungen jederzeit möglich. Da kommt der Meeresspiegel gar nicht mit.