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Petition zum Schweinswal-Schutz gescheitert

Berlin lehnt Verbot von Speedbooten ab

27. Oktober 2010 | 09:31 Uhr | Von shz.de

Der Schweinswal ist der weltweit kleinste Wal und der einzige in der Ostsee. Foto: dpa

Speedboote dürfen weiter über die Ostsee heizen. Der Bundestag hat eine Petition zum Schutz der Schweinswale abgelehnt. Sie forderte ein Speedboot-Verbot.

CDU und FDP haben mit ihrer Mehrheit die Petition einer Schutzorganisation abgewiesen, die sich dafür einsetzte, die Rennen von Speedbooten auf der Ostsee in den deutschen Hoheitsgewässern zu verbieten.

"Es ist sehr enttäuschend, dass die Koalition einen Rückzieher macht, wenn es um wirkungsvollen Schutz der bedrohten Tiere geht", sagt Valerie Wilms, die in der grünen Bundestagsfraktion für maritime Fragen zuständig ist. "Ein Verzicht auf solche Spaßveranstaltungen würde den enormen Lärmanstieg in der Ostsee wenigstens etwas dämpfen. Leider sind die Auflagen für die Veranstalter nicht ausreichend, denn Boote mit riesigen Motoren machen immer riesigen Lärm" so die Bundestagsabgeordnete.

Petition im August 2009 eingereicht

Die Petition war im August vergangenen Jahres eingereicht worden und wurde Mittwoch im Petitionsausschuss verhandelt. Im Sommer hatten sich Politiker fraktionsübergreifend auf eine Walschutzinitiative verständigt, mit der die internationale Einführung von Walfangquoten verhindert werden konnte. Die Grünen seien daher zuversichtlich gewesen, "auch beim Schutz der heimischen Ostsee-Schweinswale weiterzukommen", heißt es in einer Mitteilung aus der Fraktion.

Tierschützer sehen in der Lärmbelastung durch immer mehr Schiffe auf der Ostsee einen Grund dafür, dass sich die Population der Schweinswale in den vergangenen zehn Jahren halbiert hat. Die Delfin ähnlichen Tiere sind die kleinsten Wale der Welt und die einzigen in der Ostsee.


 

Leserkommentare

 
FAIR VALUE 27.10.2010 10:17
Ich habe noch nie verstanden,

dass es bei Booten keine den Kraftfahrzeugen angelehnte Steuer,keine Kat-Vorschriften oder Lärm-Beschränkungen gibt.
Mir ist völlig schleierhaft,woran das liegen könnte.
Auch für mich sind Schweinswale oder Urlauber schutzwürdiger als die Interessen der Speedboot-Eigner oder Jetski-Akrobaten.

OTTO WENIG 27.10.2010 10:33
Es ist egal,

um welches politische Thema es geht.
Diese Regierung (Schwarz/Gelb) vertritt grundsätzlich Lobbyinteressen.
Der Mensch und die Natur zählt nicht.

GROSSES W PUNKT 27.10.2010 12:24
verlogenes Pack schwarz/gelb

es ist vollkommen korrekt, was Herr Wenig oben schreibt :

DIESE REGIERUNG VERTRITT GRUNDSÄTZLICH LOBBYINTERESSEN !

Und der einzige Hoffnungsschimmer in dieser unerträglichen Politiklandschaft, Herr zu Guttenberg, wird von denen auch bald kaltgestellt, egal, um welches Thema er sich bemüht !!! Seine Ansätze sind die einzig richtigen, aber es kann eben nicht sein, was nicht sein darf.



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