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Missbrauchsskandal der katholischen Kirche

Jaschke fordert "schonungslose Aufarbeitung"

21. März 2010 | 13:11 Uhr | Von dpa

Verlangt eine lückenlose und "schonungslose" Aufklärung aller Missbrauchsfälle: Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke. Foto: dpa

Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke hat eine "schonungslose Aufarbeitung" der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche gefordert.

"Es ist wichtig, dass die Mentalität des Verschweigens und Vertuschens aufgebrochen wird und dass eine Kultur der Offenheit und des Vertrauens wieder wachsen kann", sagte Hans-Jochen Jaschke dem Sender NDR Info.

Die im Jahr 2002 verabschiedeten Richtlinien für den Umgang mit Missbrauchsfällen müssten in einigen Punkten noch einmal verschärft werden, betonte Jaschke. Die katholische Kirche sei dabei, das Verfahren etwa für die Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden klarer und präziser zu formulieren. "Im Ganzen haben die Richtlinien die richtige Spur. Vor allem drängen sie zu einem offensiven, klaren Vorgehen in diesen Fragen."

Jaschke sagte: "Wir müssen uns - auch was die Ausbildung und die Auswahl der Kleriker angeht - sicherlich mit den Iren vom Papst fragen lassen, ob wir genügend auf einen gesunden Klerus achten." In einem Hirtenbrief an die irische Kirche hatte Papst Benedikt XVI. am Samstag den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen in der katholischen Kirche "aufrichtig bedauert", sich aber am Sonnabend mit keinem Wort zu den Fällen in Deutschland geäußert.


 

Leserkommentare

 
FRANK DZIALLAS 21.03.2010 14:57
Abschaum

" Zitat: Die im Jahr 2002 verabschiedeten Richtlinien für den Umgang mit Missbrauchsfällen müssten in einigen Punkten noch einmal verschärft werden, betonte Jaschke. Die katholische Kirche sei dabei, das Verfahren etwa für die Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden klarer und präziser zu formulieren."

Wenn ich sowas lese bekomme ich einen Hals ein Meter mal ein Meter. Welche Zusammenarbeit denn. Jeder Fall der bekannt wird gehört vor den Staatsanwalt und jeder und das meine ich ausnahmslos der etwas vertuscht oder dieses Vertuschen verschweigt gehört genauso bestraft wie der Täter. Seit wann steht die Kirche gleichwohl jeder Religion denn über dem Gesetz. Jeder andere der keine Kutte trägt wird zu Recht bestraft, wenn auch oftmals noch viel zu wenig. Egal ob Bischof oder sogar Papst wer von diesen abartigen Dingen gewußt hat und dieses nicht der Staatsanwaltschaft gemeldet hat ist nicht eine deut besser als der Täter.

FRANK DZIALLAS 21.03.2010 14:57
Abschaum

" Zitat: Die im Jahr 2002 verabschiedeten Richtlinien für den Umgang mit Missbrauchsfällen müssten in einigen Punkten noch einmal verschärft werden, betonte Jaschke. Die katholische Kirche sei dabei, das Verfahren etwa für die Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden klarer und präziser zu formulieren."

Wenn ich sowas lese bekomme ich einen Hals ein Meter mal ein Meter. Welche Zusammenarbeit denn. Jeder Fall der bekannt wird gehört vor den Staatsanwalt und jeder und das meine ich ausnahmslos der etwas vertuscht oder dieses Vertuschen verschweigt gehört genauso bestraft wie der Täter. Seit wann steht die Kirche gleichwohl jeder Religion denn über dem Gesetz. Jeder andere der keine Kutte trägt wird zu Recht bestraft, wenn auch oftmals noch viel zu wenig. Egal ob Bischof oder sogar Papst wer von diesen abartigen Dingen gewußt hat und dieses nicht der Staatsanwaltschaft gemeldet hat ist nicht eine deut besser als der Täter.

LESERIN WESTLICHEHÖHE 21.03.2010 21:55
Ekel

Man mag es schon gar nicht mehr lesen. Ekel und Abscheu sind die Gefühle, die sich gegenüber einer Institution aufbauen, die moralisch nicht mal mehr den kleinen Zeh heben darf, solange diese Fälle nicht schonungslos aufgeklärt sind. Wozu dieser Papst als oberster Hirte sicher seinen Beitrag leisten könnte, wenn er denn wollte. Da denkt man/frau, der schwarze Mann lauert im Gebüsch, aber nein, er trägt die Robe eines Priesters, im Gewand des Zölibats vergreift man(n) sich an Kindern. Klerikale Pädophilie, es gibt nix Widerlicheres.

KLAUS HÖLKESKAMP 22.03.2010 10:44
Skandal

Die katholische Kirche begeht seit Tausend Jahren Verbrechen, angefangen mit den ersten Kreuzzügen. In den Jahrhunderten wurden im Namen Jesus tausende Menschen ermordet. In den letzten hundert Jahren wurden hunderte Seelen von Kindern ermordet, denn das ist doch erst die Spitze des Eisbergs. Das der Papst sich hier so still hält ist eine Schande. Das Zölibat gehört schnellstens auf den Prüfstand. Für Mönche und Nonnen in Klöstern ist das noch in Ordnung, aber dort wo Kinder ins Spiel kommen, haben Zölibatträger nichts zu suchen, Was muß denn noch passieren, bis die katholische Kirche, sprich Papst, das endlich begreift?



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