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Unfälle in Flensburg und Viöl
Schwächeanfall: Lastzug prallte in die Leitplanke
Der Lkw war auf der L17 auf den Grünstreifen geraten und umgekippt. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Foto: rtn
Frontal stießen Montag gegen 5.50 Uhr ein Mercedes und ein VW Golf auf der B200 in Viöl (Kreis Nordfriesland) zusammen - der Fahrer des Golf wurde nach Angaben der Feuerwehr schwer verletzt, der des Mercedes leicht. Wie die Polizei in Husum mitteilt, hat ein 21-Jähriger einen Schwertransport überholt. Als ein weiterer Autofahrer vor der Unfallstelle bremste, fuhr ihm sein Hintermann auf. Hierbei wurden beide Fahrer leicht verletzt. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser nach Husum und Flensburg gebracht. An den beiden Autos, die frontal zusammenstießen, entstand Totalschaden. Die Bundesstraße 200 war für rund anderthalb Stunden voll gesperrt.
Gleich zwei Lastwagenunfälle haben Rettungskräfte und Autofahrer in Flensburg in Atem gehalten - einer im Osten Flensburgs und einer auf dem Ochsenweg in Harrislee.
Glimpflich endete der Unfall am Vormittag auf der Nordstraße zwischen dem Hafendamm und der Kreuzung zur Osttangente. Nach einem Schwächeanfall hinter dem Lenkrad war der 38-jährige Fahrer des mit Schotterkies beladenen 40-Tonners an einer Steigung von seiner Fahrspur abgekommen. Der Mann war nicht mehr in der Lage, sein Gefährt kontrolliert zu stoppen. Der Lastzug überquerte die Gegenfahrbahn und prallte seitlich in die Außenleitplanke, die die Nordstraße vom Lautrupsbachtal trennt. Glücklicherweise befand sich zu dem Zeitpunkt, als der Brummi auf die stadteinwärts führende Straßenseite geriet, dort kein anderes Fahrzeug - auch die Leitplanke hielt den Lastzug auf und verhinderte ein Abstürzen des Gespannes. Der Fahrer wurde von Rettungsdienst und Feuerwehr über die Beifahrertür aus seiner Kabine befreit. Ein Rettungswagen brachte ihn in die Diako.
Nordstraße eine Stunde lang gesperrt
Da der Lastzug sich durch den Aufprall regelrecht in der Leitplanke verkeilt hatte und zudem in der Rasenbankette eingesunken war, musste die Feuerwehr schweres Gerät einsetzen. Zunächst musste mit einem Trennschleifer ein Teil der Leitplanke entfernt, dann Holzbohlen unter die eingesunkenen Räder geschoben werden. Erst danach konnte die Feuerwehr mit einer Seilwinde und der Motorkraft des Havaristen diesen auf die Straße ziehen. An der Zugmaschine des Gespannes entstand Sachschaden, der Sattelzug konnte seine Fahrt aus eigener Kraft mit einem Ersatzfahrer in die nächste Werkstatt fortsetzen. Eine Stunde lang war die Nordstraße voll gesperrt.
Ein umgestürzter Lastzug hat zudem für eine stundenlange Sperrung des Ochsenweges zwischen dem Flugplatz Schäferhaus und der Harrisleer Umgehung gesorgt. Gegen 4.10 Uhr war der Fahrer eines Silozuges mit seinem Gespann auf dem Ochsenweg zunächst leicht von der Straße abgekommen und auf den Grünstreifen geraten. Dieser war jedoch durch den Regen der vergangenen Tage so stark aufgeweicht, dass sich die Räder sofort ins Erdreich gruben und es dem Fahrer nicht gelang, sein Fahrzeug wieder auf die Straße zu lenken. Das mit über 20 Tonnen Schrot beladene Lastwagengespann kippte schließlich in den Straßengraben und blieb auf der Seite liegen.
Die Ladung musste zunächst abgesaugt werden
Da nach ersten Notrufen davon ausgegangen werden musste, dass der Fahrer in der ebenfalls auf der Seite liegenden Zugmaschine eingeklemmt war, wurden neben Polizei, Rettungswagen und Notarzt auch die Freiwillige Feuerwehr Harrislee alarmiert. Der Mann konnte sich jedoch selbst aus der Fahrerkabine befreien - er wurde nur leicht verletzt.
Schwierig gestaltete sich die Bergung des Havaristen: Eine Spezialfirma musste anrücken und zunächst die Ladung absaugen, bevor mit der Bergung begonnen werden konnte. Während der Arbeiten zur Aufrichtung des umgestürzten Lastzuges musste der Ochsenweg voll gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch ebenso unklar wie die Ursache für den Unfall.
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