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Dänischenhagen
Taucher suchen vermissten Jugendlichen
Dort, wo sich seine Spur verliert, haben Polizisten am Donnerstag die Suche aufgenommen. Doch Tim Irmer aus Dänischenhagen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) bleibt weiter verschwunden.
Die Kieler Polizei hat auch am Freitag die Suche nach dem vermissten 18-Jährigen intensiviert. Der junge Mann ist seit gut einer Woche verschwunden. Außer Tauchern und Suchhunden war am Freitag auch ein Hubschrauber der Bundespolizei am Ostufer der Kieler Förde im Einsatz. Die Taucher suchten dort an der Mündung der Schwentine nach Spuren.
Eltern und Freunde hoffen auf ein Lebenszeichen, seit sieben Tagen nun schon. Liegt Tim irgendwo schwer verletzt, wurde er Opfer eines Überfalls, ist er ertrunken? Taucher suchten gestern den Mühlenteich bei Heikendorf (Kreis Plön) ab, 50 Polizisten durchforsteten Waldstücke rund um den Ort. Und erneut waren Suchhunde im Einsatz, die den Hauch eines Menschen noch nach Tagen und Wochen wittern können. Ohne Erfolg.
Rangelei in Höhe der Hörnbrücke
Rangelei in Höhe der HörnbrückeDoch die Polizei konnte die letzten Stunden vor Tims Verschwinden rekonstruieren: Vergangenen Freitag, 23.15 Uhr: Der Gymnasiast trifft mit zwei Freunden am Hauptbahnhof von Kiel ein. Alle drei wollen zu einer Abi-Party in der "Halle 400". Zu diesem Zeitpunkt ist Tims Handy bereits ausgeschaltet. "Es war kaputt", wird eine Freundin später der Polizei erklären. Eine Abfrage der Handy-Daten ergibt: Das Gerät hatte zuletzt am Donnerstag Vormittag Verbindung zu einem Funkmast in Kiel aufgenommen.Auf dem Weg zur "Halle 400" geraten Tim und seine Freunde mit einer Gruppe Russen aneinander. In Höhe der Hörnbrücke kommt es zu einer Rangelei. Polizeisprecher Jürgen Börner: "Die Jugendlichen wurden von uns ausfindig gemacht. Es war ein Streit, nicht mehr."
Suchhunde der Polizei nahmen seine Fährte aufAn einer Treppe zur Gablenzbrücke, unweit der "Halle 400", sagt Tim: "Ich verschwinde mal eben um die Ecke." Er schlägt sich ins Gebüsch. Die Freude gehen vor, sehen Tim nicht wieder.
Suchhunde der Polizei nahmen seine Fährte auf
Mittlerweile wissen die Ermittler, dass er um 1.30 Uhr in der Innenstadt in einen Bus der Linie 705 gestiegen und in Richtung Heikendorf gefahren ist. Der Busfahrer meldete sich bei der Polizei, nachdem er seinen Fahrgast auf einem der Flugblätter erkannt hatte, die Tims Freunde bereits am Sonntag in und um Kiel verteilten. Der Busfahrer wusste auch, dass Tim Irmer um 2 Uhr an der Haltestelle "Kitzeberg" kurz vor Heikendorf wieder ausgestiegen war.
Tatsächlich nahmen dort Suchhunde der Polizei seine Fährte auf. Sie führt zurück zur B 502, zurück in Richtung Kiel, verliert sich dann jedoch.Warum Tim Irmer sich in den Bus nach Heikendorf gesetzt hat, ist den Ermittlern ein Rätsel. Der Ort liegt auf der Ostseite der Förde, Tims Zuhause auf der Westseite. Der junge Mann hatte mit seinen beiden Freunden eine Flasche Wodka getrunken. Vielleicht ist er in den falschen Bus gestiegen, wollte zu Fuß nach Hause, nachdem er seinen Irrtum bemerkt hatte. Aber was ist ihm dann widerfahren?
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