TOP-THEMA
Winter auf den Straßen
Rutschpartien auf den Autobahnen
Ob auf Bundesstraße - wie hier die B200 in Flensburg - oder Autobahn: Die linken Spuren sind schlechter geräumt. Foto: rtn
Schnee und Eis haben am Montagmorgen den Verkehr auf Schleswig-Holsteins Autobahnen erheblich behindert. Auf der A23 krachte es mehrmals, verletzt wurde dabei niemand.
So fuhr gegen 5 Uhr ein 41-jähriger Husumer zwischen Hohenfelde und Horst/Elmshorn (Kreis Pinneberg) mit seinem BMW gegen die Mittelleitplanke. Den Schaden schätzt die Polizei auf 5700 Euro. In Richtung Hamburg krachte es gegen 7.10 Uhr erneut zwischen Hohenfelde und Horst/Elmshorn. Ein 31-Jähriger war mit seinem Opel zu dicht auf den Peugeot einer Itzehoerin aufgefahren. "Infolge dessen drehte sich der Wagen der Frau und kollidierte auf der linken Fahrspur mit dem Mercedes eines 25-Jährigen", teilt die Polizei mit. Den Schaden schätzen die Beamten auf rund 8000 Euro.
Sattelzug geriet ins Schleudern
In den Kreisen Dithmarschen und Steinburg registrierte die Polizeidirektion Itzehoe neun Unfälle, zwei davon auf der A23 in Höhe Schenefeld und einer zwischen Heide-Süd und Albersdorf. "In allen Fällen entstanden nur Blechschäden. Die Fahrzeugführer sind aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit verunglückt", heißt es in der Polizeimeldung. "Allerdings sind die Straßen teilweise schlecht abgestreut. In Itzehoe ist der Berufsverkehr heute Morgen nahezu zum Erliegen gekommen", sagt Polizeisprecher Michael Baudzus.
Gegen 12.40 Uhr befuhr ein deutscher Sattelzug die A 20 aus Richtung Osten kommend. Am Autobahnkreuz Lübeck wollte der Fahrer in Richtung Norden auf die A 1. Aus bisher ungeklärter Ursache kam ein mit leeren Paletten beladene Sattelzug auf dem Zubringer von der A 20 zur A 1 ins Schleudern. Hierbei drehte sich die Zugmaschine dermaßen in den Trailer und das Erdreich, dass eine einfache Bergung nicht möglich war. Der Zubringer zur A 1 musste gesperrt werden. Nach jetzigem Stand wird diese Sperrung noch bis zum Abend dauern.
Kritisch war es auch auf der A7 am Dreieck Bordesholm: Die Fahrbahnen waren stark vereist, wodurch der Verkehr nur langsam voran kam. Es bildeten sich kilometerlange Staus. Die Autobahnpolizei Neumünster registrierte bis 9 Uhr zwei kleinere Unfälle mit Blechschäden. "Die Autos fahren sehr langsam", berichtete ein Beamter am Telefon.
Zuständig für den Winterdienst auf den Autobahnen sind die Autobahnmeistereien. Sie unterstehen dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV). Matthias Paraknewitz vom LBV Rendsburg beschreibt das Problem der vereisten Fahrbahnen: "Das Salz muss erst wirken und das gelingt nur, wenn Reifen drüber rollen." Das sollten Autofahrer bedenken, wenn sie überholen wollen. Denn: "Der linke Fahrstreifen hat nicht die gleiche Qualität wie der rechte." Auch wenn laut Paraknewitz der Winterdienst "mit allem, was wir haben" unterwegs ist, müssen sich Autofahrer auf reduzierten Streueinsatz einstellen.
Leserkommentare
Ohne mit dem Schneepflug zu räumen, streut man Salz. Das Salz taut den Schnee an, er gefriert wieder und wird Eis.
Dann streut man wieder Salz, die Oberfläche wird angetaut und noch glatter. Das Salz läuft mit dem Schmelzwasser ab.
Es schneit wieder, der Schnee wird festgefahren, mit Salz bestreut usw. ....!
Den Straßenmeistern wurde offensichtlich von der Industrie Sand in die Augen gestreut, dabei gehört es auf die Straße und ist billiger als Salz aus Marokko oder Magdeburg.
Ich kann Ihrem Beitrag voll zustimmen. Ich bin auch die L 317 gefahren, und habe auf dem Abschnitt zwischen Tarp und Flensburg 2 Unfälle gesehen. Die Räumung der Straße ist extrem mangelhaft gewesen. Da wird man in jedem Zeitungsartikel als Hausbesitzer auf seine Räum und Streupflicht der Gehwege hingewiesen. Aber den Gemeinden und Städten ist das Scheißegal. Wofür zahlen wir eigentlich Steuern? Und dann noch die blöde Ausrede das Streusalz geht aus. Da gehen Millionen nach Haiti, um aus Bretterbuden Paläste zu bauen, aber einen Lkw voll Streusalz nach Flensburg zu schicken ist nicht möglich wegen Lieferengpässen.
Gute Nacht Deutschland !
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Ihr beitrag hat auch eine meldung uber einen unfall auf der L317.
Ich moechte dazu kommentieren...Die L317 zwischen Flensburg und dem kreisverkehr Tarp is einer der am schlechtesten geraeumten strassen abschitte in der gegend. Jede kreisstrasse im bereich ist besser geraeumt, kein wunder es passieren unfaelle auf der L317.