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Neumünster
Rechtsextreme planen Mai-Demo
Neumünster. An dem Feiertag lädt traditionell der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu seinen Kundgebungen ein. Darum sieht der DGB die Neonazi-Demo als "eine bewusste Provokation" an. Man werde alles daran setzen, ein breites Bündnis gegen den Aufmarsch zu schmieden. "Wir werden versuchen, die Stadt dichtzumachen", sagte Almut Auerbach von der Gewerkschaft Verdi.
Neumünsters Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras (parteilos) ist ebenfalls besorgt; er will alle ordnungsrechtlichen Möglichkeiten prüfen, um Gefahren für die Stadt und die Bürger abzuwehren. "Das Demonstrationsrecht ist ein sehr hohes Gut. Darum gibt es kaum Möglichkeiten, solche Aufmärsche zu verbieten", sagte Tauras. Die Stadt prüfe aber gemeinsam mit der Polizei, welche Auflagen man den Neonazis machen könne. Tauras: "Neumünster ist eine tolerante Stadt, in der viele Kulturen miteinander leben. Wir sind bereits mit Verbänden im Gespräch, wie wir diesem Aufmarsch als Stadt entgegentreten können."
Am 1. Mai 2011 gingen rund 40 Rechtsextremisten gewaltsam gegen eine DGB-Veranstaltung in Husum vor.
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