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Missbrauchsskandal
Missbrauch: Papst äußert sich - aber nicht zu Deutschland
In seinem mit Spannung erwarteten Hirtenbrief an die irische Kirche drückt der Papst, an die Opfer und ihre Familien gewandt, "im Namen der Kirche offen die Schande und die Reue aus, die wir alle fühlen". Es werde ein schmerzhafter und langwieriger Prozess sein, um die Wunden nach dem tausendfachen Missbrauch zu heilen und die Kirche in Irland zu erneuern.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, verstand das Papier als klare Weisung auch für Deutschland. Es habe "Geltung für die ganze Kirche und ist eindeutig eine Botschaft auch an uns in Deutschland", sagte Zollitsch laut einer Mitteilung. Das Zentralkomitee der Katholiken in Deutschland erklärte, die Äußerungen könnten helfen, auch hierzulande die richtigen Konsequenzen zu ziehen. "Mit einer geradezu schonungslos offenen Sprache befasst sich der Papst sehr konkret mit der Situation in Irland, mit Schuld und Versagen und den notwendigen Konsequenzen", hieß es in einer Stellungnahme des Präsidenten des obersten Laiengremiums, Alois Glück.
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