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Lagerhallen niedergebrannt

Millionenschaden nach Feuer in Ellerbek

01. Juli 2011 | 09:31 Uhr | Von shz.de

Bei dem Feuer in der Ellerbeker Holzhandlung entstand Millionenschaden. Foto: Krüger

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Großfeuer in Ellerbek (Kreis Pinneberg): In einem Holzbetrieb sind drei Lagerhallen niedergebrannt. Menschen wurden nicht verletzt. Der Schaden geht in die Millionenhöhe.

Das Gelände des großen Holzhandels am Freitag: Rauchwaden steigen aus Trümmern auf, Feuerwehrleute wachen darüber, dass das Inferno im Gewerbegebiet von Ellerbek (Kreis Pinneberg) nicht noch einmal losbricht. Einzelne Mitarbeiter des Lagers versuchen sich zu trösten. Drei der fünf Hallen der der Firma "Tetzner & Jentzsch" sind nach dem nächtlichen Großfeuer zerstört. Einzig tröstlich: Menschen wurden nicht verletzt.

Das Inferno von Ellerbek - es war gegen 2.30 Uhr losgebrochen. Als die ersten Kräfte eintrafen, brannte bereits eine Halle, weniger später eine zweite und dritte. Zeitweise versuchten mehr als 200 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Kreis Pinneberg und Hamburg, der Flammen Herr zu werden. Es gelang ihnen, ein Übergreifen des Feuers auf weitere Hallen zu verhindern.

 

480 Atemluftflaschen getauscht

Was die Feuerwehrmänner leisteten, war enorm. Wegen des dichten Rauchs mussten sie unter Atemschutz löschen. Feuerwehrsprecher Michael Bunk: "Die Kreisfeuerwehrzentrale in Tornesch-Ahrenlohe tauschte etwa 480 Atemluftflaschen, die im Pendelverkehr von der Einsatzstelle geholt, dann befüllt und wieder zurück gebracht wurden."

Ein ABC-Trupp des Kreises nahm Rauchmessungen vor. Die Bevölkerung wurde per Radio und Lautsprecher dazu aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

 

Verdacht der Brandstiftung

Inzwischen verdichten sich Hinweise, dass das Feuer kein Zufall war. Polizeisprecherin Sandra Rüder bestätigte gegenüber shz.de, dass die Kriminalpolizei wegen des Verdachtes der Brandstiftung ermittelt. Darauf deuteten Zeugenaussagen hin, so Rüder. Zudem: Bereits am 21. Juni wurde offenbar versucht, auf dem Gelände Feuer zu legen. An mehreren Stellen des Holz- und Kunststoffvertriebes fanden die Beamten damals Brandspuren. Nur dem Regen sei es zu verdanken gewesen, dass sich kein Feuer entzündet habe, teilte die Polizei mit.

Thomas Jentzsch (64), einer der Inhaber, ist fassungslos: "Wir sind seit 29 Jahren hier, hatten nie Ärger. Die beiden Brandstiftungen sind ein Schock für uns. Wer macht so etwas?" Der Schaden für die Firma soll mindestens drei Millionen Euro betragen. Doch Jentzsch sagt: "Wir machen weiter."

 

(rei, ge, blu, shz)


 

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