TOP-THEMA

 

Haithabu

Letzte Vorbereitungen für Wikinger-Museum

09. März 2010 | 07:26 Uhr | Von dpa

Das Wikinger-Museum Haithabu gehört zu den touristischen Trümpfen im Norden. Foto: dpa

Noch wird gewerkelt, geschraubt, geputzt: Im Wikinger Museum Haithabu laufen die letzten Vorbereitungen für die Neueröffnung nach dem zwei Millionen Euro teuren Umbau.

"Das Museum gehört nun zu den modernsten Wikinger Museen Europas", sagte Projektleiter Ralf Bleile. Die Sammlung wurde neu sortiert und komplett anders aufgemacht. Mehr als 3000 Exponate wurden zunächst ausgeräumt, gegebenenfalls restauriert und nach dem zwei Millionen Euro teuren Umbau wieder eingeräumt.

24 Jahre lang war das aus fünf Waben zusammengesetzte Museum weitgehend unverändert geblieben, im Winter wurde es entkernt und neu gestaltet. "Ein Mammutprojekt", betonte Bleile, der eigentlich stellvertretender Direktor des Archäologischen Landesmuseums ist. Haithabu war in der Wikingerzeit von etwa 840 nach Christus an einer der bedeutendsten Siedlungsplätze Nordeuropas. Zum Museum gehören auch die rekonstruierten Wikinger Häuser an der Originalstätte in Haithabu.

Eröffnung mit Carstensen und Møller

Noch müssen die 17 am Umbau beteiligten Firmen kräftig anpacken, bis das Museum am 27. März wieder eröffnet werden kann: Teile der Elektrik, ein Glasdach und einige Grafiktafeln fehlen noch. "Seit Anfang März räumen wir die Exponate wieder ein, aber noch sind wir nicht fertig", sagte Bleile. Er ist aber zuversichtlich, dass alles an Ort und Stelle ist bis zur Eröffnung, an der auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) und Dänemarks Kulturminister Per Stig Møller teilnehmen sollen.

Die einzelnen Waben des Hauses am Haddebyer Noor sind nun thematisch geordnet. Hier ein 3D-Modell der frühmittelalterlichen Stadt, dort ein Beamer oder zehn Flachbildschirme in der "Hafenwabe" - insgesamt jedoch sei man mit Multimedia und Technik sparsam umgegangen, erzählte Bleile. "Eindruck machen vor allem die Geschichten, die man zu Haithabu erzählen kann." Das inhaltliche Aushängeschild für Bleile ist die Wabe drei. "Hier wird Haithabu als Machtzentrum in die historische Welt eingeordnet." Architektonisch präferiert er jedoch Wabe vier, wo anschaulich und eindrucksvoll gezeigt wird, dass die in Haithabu gehandelten Waren aus vielen Orten der Welt kamen - oder dorthin gebracht wurden.

Doch es gibt auch noch Probleme im neuen Museum: "Noch ist uns nicht klar, ob und wie wir die verschlossenen Glasvitrinen von innen reinigen müssen", sagte der Projektleiter.


 

Leserkommentare

 


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden

Warum muss ich mich anmelden/registrieren?

shz.de distanziert sich prinzipiell von allen in den Leserkommentaren geäußerten Meinungen ohne Rücksicht auf deren Inhalte. Alle Beiträge in den Leserkommentaren geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen der User wieder.

Bitte beachten Sie unsere Richtlinien für Kommentare!



 

Top Ten Models 2012

Top Ten Models gesucht
Der Model-Contest des sh:z und des Modehauses C.J. Schmidt startet zum fünften Mal. Zur Übersicht und zum Bewerbungsformular.

 
 

Grönemeyer in Rendsburg
Alle Informationen >

 

Beilagen der Woche

 

    Frage des Tages

     

    Alkoholverbot

    SPD und CDU planen in Hamburg ein Alkoholverbot am Hauptbahnhof und anderen Brennpunkten. Ist der Antrag berechtigt?

      Auf jeden Fall. Betrunkene verbreiten in der Tat ein Klima der Unsicherheit.
      Ein lokales Alkoholverbot bringt wenig. Dann wird halt an anderen Orten getrunken.
      Dazu habe ich keine Meinung. Es gibt wirklich wichtigere Probleme in Hamburg.


    Bitte tragen Sie den Sicherheitscode in das Feld ein.
    Captcha-Code



    Nachrichtenticker

     

    Meistgelesene Artikel

     


     

    SHZ.DE MOBIL

    Auch unterwegs bestens informiert!

    Mit der iPhone-App und dem Mobilportal von shz.de haben Sie die neuesten Nachrichten aus Schleswig-Holstein immer zur Hand.

    Weitere Informationen...

     


     
    HÄUFIG GELESEN

    "Freie Fahrt" für Bau der Brücke

    Gesperrte Mittel von rund 620 000 Euro werden freigegeben / Im Frühjahr kann die Planung beginnen ...mehr

     
     

    Weitere Online-Angebote des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags:

    Nordclick | Schweriner Volkszeitung | Norddeutsche Neueste Nachrichten | Der Prignitzer | Pinneberger Tageblatt | Quickborner Tageblatt | Schenefelder Tageblatt | Wedel-Schulauer Tageblatt | Barmstedter Zeitung | Handballwoche | Nord Sport | Sportmikrofon | Lokalschnack | Ge-Zeiten | Unter Nachbarn | Flensburg City | Schleswig-Holstein am Sonntag | Die Wochenschau | HALLO Wochenblätter | Förde Express | Hallo Sylt | Umschau | shp Schleswig-Holstein Presse | NordBrief


    VERLAG | MEDIADATEN | KONTAKT | IMPRESSUM | AGB | DATENSCHUTZ