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Haithabu
Letzte Vorbereitungen für Wikinger-Museum
"Das Museum gehört nun zu den modernsten Wikinger Museen Europas", sagte Projektleiter Ralf Bleile. Die Sammlung wurde neu sortiert und komplett anders aufgemacht. Mehr als 3000 Exponate wurden zunächst ausgeräumt, gegebenenfalls restauriert und nach dem zwei Millionen Euro teuren Umbau wieder eingeräumt.
24 Jahre lang war das aus fünf Waben zusammengesetzte Museum weitgehend unverändert geblieben, im Winter wurde es entkernt und neu gestaltet. "Ein Mammutprojekt", betonte Bleile, der eigentlich stellvertretender Direktor des Archäologischen Landesmuseums ist. Haithabu war in der Wikingerzeit von etwa 840 nach Christus an einer der bedeutendsten Siedlungsplätze Nordeuropas. Zum Museum gehören auch die rekonstruierten Wikinger Häuser an der Originalstätte in Haithabu.
Eröffnung mit Carstensen und Møller
Noch müssen die 17 am Umbau beteiligten Firmen kräftig anpacken, bis das Museum am 27. März wieder eröffnet werden kann: Teile der Elektrik, ein Glasdach und einige Grafiktafeln fehlen noch. "Seit Anfang März räumen wir die Exponate wieder ein, aber noch sind wir nicht fertig", sagte Bleile. Er ist aber zuversichtlich, dass alles an Ort und Stelle ist bis zur Eröffnung, an der auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) und Dänemarks Kulturminister Per Stig Møller teilnehmen sollen.
Die einzelnen Waben des Hauses am Haddebyer Noor sind nun thematisch geordnet. Hier ein 3D-Modell der frühmittelalterlichen Stadt, dort ein Beamer oder zehn Flachbildschirme in der "Hafenwabe" - insgesamt jedoch sei man mit Multimedia und Technik sparsam umgegangen, erzählte Bleile. "Eindruck machen vor allem die Geschichten, die man zu Haithabu erzählen kann." Das inhaltliche Aushängeschild für Bleile ist die Wabe drei. "Hier wird Haithabu als Machtzentrum in die historische Welt eingeordnet." Architektonisch präferiert er jedoch Wabe vier, wo anschaulich und eindrucksvoll gezeigt wird, dass die in Haithabu gehandelten Waren aus vielen Orten der Welt kamen - oder dorthin gebracht wurden.
Doch es gibt auch noch Probleme im neuen Museum: "Noch ist uns nicht klar, ob und wie wir die verschlossenen Glasvitrinen von innen reinigen müssen", sagte der Projektleiter.
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