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Feuer in Glücksburg

Hat der Brandstifter erneut gezündelt?

10. Februar 2010 | 08:23 Uhr | Von Karsten Sörensen

Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Wohnhaus und weitere Holzanbauten verhindern. Foto: Sörensen

Eine Feuerserie versetzt Glücksburg bereits seit 2006 in Angst und Schrecken. Am Dienstag hat es in der Stadt erneut gebrannt - und alles deutet auf Brandstiftung hin.

Hat der Brandstifter wieder gezündelt? Diese Frage beschäftigt seit Dienstagabend erneut Polizei, Feuerwehrund die zuständige Flensburger Kriminalpolizei. Gegen kurz vor 21 Uhr brannte der hölzerne Anbau eines Hauses an der Flensburger Straße in Glücksburg nieder. 

"Beim Eintreffen der Glücksburger Ortswehr schlugen bereits helle Flammen im Innen- und Außenbereich aus dem kleinen Anbau", berichtet der Glücksburger Wehrführer Robert Renk. "Dass es nicht zu einem Großbrand kam, ist einzig und allein dem Umstand zu verdanken, dass ein Angestellter einer gegenüberliegenden Tankstelle kurz vor Geschäftsschluß das Feuer entdeckte und sofort den Notruf betätigte. Wäre das Feuer nur 5 Minuten später entdeckt worden, hätten wir keine Chance mehr gehabt", so Renk.

Brandserie versetzte Glücksburger Bevölkerung in Angst und Schrecken

Nach wenigen Minuten trafen die ersten Löschfahrzeuge am Brandort ein, und verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Wohnhaus und weitere Holzanbauten. Nach rund einstündiger Löscharbeit konnten die Wehren gegen 22 Uhr wieder in die Gerätehäuser abrücken, Polizei und Kripo übernahmen die ersten Spurensicherungsmaßnahmen am Brandort.

Mit dem Feuer setzt sich die unheimliche Brandserie seit dem Jahr 2006 fort, die die Glücksburger Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt hat. Bereits Mitte November 2009 hat die Flensburger Staatsanwaltschaft für Hinweise zur Festnahme des Glücksburger Brandstifters eine Belohung von 1000 Euro ausgesetzt. Ein Täter konnte bis heute nicht gefasst werden.

Dem Brandstifter werden mehr als 20 Schadensfeuer seit dem genannten Zeitraumzugerechnet. Nach Angaben der Kriminalpolizei Flensburg waren bei den Glücksburger Brandstiftungen immer wieder Menschenleben in Gefahr. Der Täter ist überwiegend in der Nacht aktiv. Die Brände wurden in der Vergangenheit meist nur durch Zufall rechtzeitig entdeckt. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich bislang auf mehrere 100.000 Euro. "Auch das Feuer in der vergangenen Nacht trägt eindeutig dieHandschrift eines Brandstifters", so die Feuerwehrkräfte.


 

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