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Gefahr im Watt
Gefährlicher Treibsand-Teppich im Watt
Das Kreuz auf der Karte zeigt in etwa die Stelle, wo sich der gefährliche Treibsand-Teppich befindet.
Büsum. "Ich habe wirklich Panik bekommen." - Bei einer Wattwanderung waren Anna Arsenijevic (19) und ihre Begleiter in einem Schlickloch im Watt vor Büsum gefesselt. Die fünf jungen Leute, Mitarbeiter der Schutz station Wattenmeer und des Forschungs- und Technologiezentrums (FTZ), kennen sich mit den Tücken des Wattenmeeres gut aus. Dennoch gerieten sie Anfang der Woche in diese tückische Falle.
Unterwegs war die Gruppe gegen 9 Uhr im Watt vor der Perlebucht, nur einige hundert Meter vom Deich des Sandstrandes entfernt. Irgendwie wurde der Wattboden immer weicher, doch die Naturschützer dachten sich zunächst nichts dabei. Dann versanken ihre Gummistiefel, und nur Sekunden später steckten sie bis über die Knie im Schlick. "Das ging ganz, ganz schnell", erzählt Anna Arsenijevic. Mit Mühe konnten sich die jungen Leute befreien, versuchten, auf allen Vieren über die "schwimmende Wattfläche" zu einer trockenen Prielkante zu kriechen.
"Wir konnten nicht zu ihr, dann wären wir alle versunken"
Eine junge FTZ-Mitarbeiterin schaffte es nicht, sackte kurz vor dem Ziel noch tiefer ein. Bis über die Hüfte steckte sie fest. Drei Meter entfernt von den anderen. "Wir konnten nicht zu ihr, dann wären wir alle versunken." Zum Glück hatten die Mitarbeiter der Schutz station wie bei jeder Wattwanderung ein Seil dabei, das sie ihrer Begleiterin zuwerfen konnten. "Wir haben dann alle am Seil gezogen, erst nach zehn Minuten konnten wir sie retten", berichtet Anna Arsenijevic, die von "richtigen Angstgefühlen" spricht.
Nach dem glücklichen Ende befassten sich die Mitarbeiter der Schutzstation intensiv mit dem gefährlichen Schlickloch. Es handelt sich um einen 40 mal 50 Meter großen Treibsand-Teppich. Wahrscheinlich verursacht durch die riesigen Eisschollen, die im Winter über das Watt geschoben wurden.
"Das ist verdammt tückisch!"
Treibsand ist ein Gemisch aus Wasser und Sandkörnern. Geht man zügig über die Fläche, sackt man nur leicht ein. Bleibt man stehen, geht es in wenigen Sekunden in die Tiefe. "Das ist verdammt tückisch!" Die lebensgefährliche Fläche befindet sich am Prielabzweiger zum Süderpiep-Fahrwasser. In Verlängerung der Lahnung, die an der Nordspitze der Sandstrandes ins Meer führt.
Anna Arsenijevic, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei der Schutzstation Wattenmeer absolviert, meint: "Da die Stelle nur etwa 400 bis 500 Meter vom Deich entfernt ist, vermutet kein Wattspaziergänger eine solche Gefahr."
Die Gemeinde hat jetzt an den Deichaufgängen Warnschilder aufstellen lassen.
Leserkommentare
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...diesmal jedenfalls keine schatzkarte ....
...oder doch?
unermeßlicher reichtum ...nur ein katzensprung entfernt von der sicheren scholle
...die scholle ist hierbei das land.
aber man könnte vllt einigen rockern... das ding als schatzkarte verkaufen
..."perlengrund" ...klingt doch super ....die neue vielversprechende kapitalanleihe ihrer bank ^^ ...oder was auch immer