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Verteidigungsminister in Eutin
Freundliche Worte für seine Truppe
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bei den Soldaten des Aufklärungsbataillon 6 in Eutin. Die Einheit wird immer wieder für Aufklärungstätigkeiten in Afghanistan eingesetzt. Foto: dpa
Eutin. "Mensch, das ist richtig schön hier in der Sonne", stellt der Gast fest, nachdem er wenige Sekunden zuvor eine Pressekonferenz auf dem Bataillonsrasen beendet hat. Drei Stunden zuvor war Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg (CSU) mit einem Hubschrauber auf diesem Rasen in der Eutiner Rettbergkaserne gelandet, unmittelbar nach einer Sondersitzung des Verteidigungsausschusses in Berlin. Den blauen "Dienstanzug" trägt der Verteidigungsminister noch, aber ohne Krawatte. Dafür trägt er auffällige, hellbraune Geländeschuhe: "Ich bin auf Truppenbesuch eingestellt", merkt er an.
Ins Gelände geht es auch, auf den Standortübungsplatz des Aufklärungsbataillons 6. Soldaten der 2. Kompanie führen dort vor, was ihnen am 17. Februar dieses Jahres passiert war: 40 Kilometer westlich der Stadt Imam Sahib in Nordafghanistan waren sie in einen Hinterhalt geraten, von drei Stellen aus gleichzeitig beschossen worden. "Schnelle Reaktion und eine gehörige Portion Soldatenglück hat uns geholfen, dass dabei keiner verletzt oder sogar getötet wurde", sagt der Kompaniechef, Hauptmann Björn T..
Welche Anregungen gebe es noch, bohrt der Minister
Es war nur eines in einer Reihe von Gefechten oder Hinterhalten, die Aufklärer in Afghanistan erlebt haben. Zum vierten Mal seit 2004 waren Soldaten aus Eutin am Hindukusch im Einsatz, daneben ist das Bataillon seit 1997 regelmäßig auf dem Balkan. "Es gibt seit 1997 so gut wie kein Jahr, in dem wir nicht im Ausland gewesen sind", sagt der Kommandeur, Oberstleutnant Matthias Henkelmann. Diese intensiven Erfahrungen sind es auch, die von Guttenberg in der Runde mit den Soldaten anspricht. Was habe ihn am meisten belastet, fragt der Minister einen Oberfeldwebel. "Die Gefechte", antwortet er. Welche Anregungen gebe es noch, bohrt der Minister und spricht, weil die Soldaten stumm bleiben, selbst ein Thema an: "Die Kommunikation mit zuhause soll, so habe ich es immer wieder in Afghanistan gehört, beschissen sein, wenn ich das mal so klar sagen darf." Zustimmung von den Soldaten. Und von Guttenberg betont, dass eine Firma gesucht werde, die den Soldaten eine moderne Kommunikationstechnik auch am Hindukusch ermögliche.
Bevor der Minister den Hubschrauber besteigt, findet er sehr freundliche Worte für das Bataillon und seine Verwurzelung in die Region. Das sei beispielhaft für andere Standorte. Doch jede Frage danach, wie es um die Zukunft der Aufklärer in Eutin bestellt ist, wehrt er geduldig ab. Dazu könne er einfach nichts sagen, "auch wenn die Bitte, dass der Standort erhalten bleiben soll, sehr liebevoll verpackt worden ist."
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