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Santiano
Flensburger segeln an die Spitze der Charts
Flensburg. Santiano - noch nie gehört? Klingt wie eine Mischung aus Santana und Santiago, sagen manche. Ist aber eine total neue Band aus dem hohen Norden, die mit ihrem Shanty-Pop aus dem Nichts bis in die oberen Etagen der Charts segelte - und all das in nur einer Woche. "Bis ans Ende der Welt", das Album mit alten und neuen Liedern von Freud und Leid der Seefahrt, hat die deutschen Charts in nur einer Woche von hinten aufgerollt. In den Album-Charts liegt "Santiano auf Platz 19, bei iTunes auf Platz 6, bei Weltbild auf Platz 4, bei Musicload auf Platz 2, bei Amazon Freitagabend auf Platz 10 (vor Udo Lindenberg und Paul McCartney) und in der Rubrik Schlager sogar auf Platz 1. Dabei ist die Musik von "Santiano" zwar poppig und hat deutsche Texte, aber alles andere als Schlager.
"Wir sind überwältigt von der Resonanz", sagt Annett Lorenzen-Krech von Elephant Music. "Erst recht wenn man bedenkt, dass Santiano ja komplett neu auf dem Markt ist und es keine Vorlaufzeit durch Promotion, Auftritte etc. gab." Am 23. Februar wird die Band erstmals im Fernsehen zu sehen sein. Daneben laufen Verhandlungen über diverse Live-Auftritte, u.a. bei einem großen Festival.
Bekannte Haudegen aus der Szene im Norden
"Santiano" ist keine gecastete Old-Boy-Group, sondern eine Band aus lauter alten Haudegen der Szene im Norden. Björn Both ist immer noch bekannt von den Late September Dogs und macht seit Jahren das Projekt Sangit. Andreas Fahnert hat die Musik für die Werner-Filme gemacht, hat Flensburg Unplugged erfunden und unzählige Songs geschrieben. Timm Hinrichsen hatte eine plattdeutsche Rockband namens Timmsen un sein Lüüd, Pete Sage ist ein musikalischer Tausendsassa und gehört zur Band von Achim Reichel, Axel Stosberg gehörte zu den Nighthawks at the Diner, war in den letzten Jahren allerdings überwiegend als Schauspieler für das Ohnsorg-Theater unterwegs.
Bis ans Ende der Welt ist vertraute Musik, die vor allem durch die deftig-kräftigen Stimmen der fünf echten Kerle geprägt ist. Das Produzentenduo Mark Nissen und Hardy Krech von Elephant Music hat die traditionellen Lieder von der See kräftig aufgepeppt und sie zur perfekten Partymugge für alle Hafenfeste zwischen Flensburg und Stralsund gemacht. Bestes Beispiel ist der Titelsong Santiano, ein Remake des französischen Seemannsliedes von 1961, das sofort ins Ohr und durch die Gehörgänge über das Partyzentrum im Gehirn direkt in die Beine geht. Kaperfahrt hat man sicher noch nie in so einer aufgerockten Version gehört, 500 Miles von den Hooters ist dabei, aber auch eine ganze Reihe wohlfeiler Eigenkompositionen. Wer neugierig geworden ist - einfach mal reinhören, z.B. bei www.universal-music.de/santiano
Leserkommentare
Da kann der Fahni es fühlen.....durchaus handwerklich nett gemacht. Aber neu? Nein wirklich nicht, das klingt, wie Louise schon schrieb, alles nach "Schon mal irgendwo gehört" Da gibt's besseres. Aber als Schlagershanty für die alten Seebären im Seemannsheim - ok- hat was. Der Medienrummel ist schon gigantisch - Viel Wind um Wenig - treffender hätte man es nicht schreiben können.
Wirklich gute Musik vor einem schönen Hintergrund. Gibt es eine bessere Werbung für Flensburg? Mach weiter so, Pete
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Ok, das sind gestandenen Musiker, aber für meinen Geschmack hört sich das alles schon mal gehört an. Shantyschlager ..... Romantik, Sehnsucht? Büschn viel Wind um wenig