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Regenmassen

Feuerwehr kämpft gegen Überschwemmungen

06. September 2011 | 17:53 Uhr | Von dpa

Die Lage im überschwemmten Gelting (Kreis Schleswig-Flensburg) hat sich am Dienstag nur leicht entspannt. Foto: Iversen

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Das Wasser im überschwemmten Gelting steht noch immer einen Meter hoch. Wie hoch der entstandene Schachschaden ist, ist noch unklar.

Die Lage im überschwemmten Gelting (Kreis Schleswig-Flensburg) hat sich am Dienstag nur leicht entspannt. Das Wasser stehe im Schnitt noch immer einen Meter hoch, sagte der Sprecher der Regionalleitstelle Nord, Sacha Münster. Besonders betroffen seien nach wie vor die Straßen Norderholm und Süderholm.

Die Helfer sind im Dauereinsatz. Feuerwehr und THW versuchen mit Pumpen der Wassermassen, die bei den schweren Regenfällen von Sonntag auf das Dorf niederprasselten, Herr zuwerden.

Wasser wird über Berg gepumpt

Problem sei, dass Gelting in einer Senke liegt und die Fluten nicht von alleine abfließen können. Daher wird das Wasser nun zwei Kilometer weit über einen Berg gepumpt, wie der Leitstellensprecher erklärte. Mit einer baldigen Entspannung der Lage rechnet Münster nicht. "Das kann noch einige Zeit andauern" - zumal für den Nachmittag wieder starke Regenfälle vorhergesagt worden seien.

Auch das Pumpwerk musste entlastet werden, sagte Manuel Hansen vom Technischen Hilfswerk Sörup. Im Bürgerpark steige das Wasser sogar wieder, sagte der stellvertretende Amtsfeuerwehrführer Klaus Jürgens.Das Ausmaß der Schäden werde wohl erst sichtbar werden, wenn der Pegel gesunken sei. Noch könne man keine Schadenshöhe nennen. Ab Mittwoch früh wollen die Helfer in Wohnungen und Keller gehen. Dort werde das Abpumpen etwa einen Tag in Anspruch nehmen.

Wer kommt für Sachschäden auf?

Insgesamt rechnete Jürgens mit einer Dauer der Aufräumarbeiten bis zum Wochenende. Betroffen seien unter anderem die Raiffeisenbank, deren Keller vollgelaufen seien, und der örtliche Supermarkt. Dort ist die Feuerwehr seit Dienstagmorgen im Einsatz. Der Markt habe bereits einen Warenschaden von 50.000 Euro gemeldet. Jürgens lobte die "sehr gute Zusammenarbeit" mit THW und DRK.

Landrat Bogislav-Tessen von Gerlach besuchte am Nachmittag Gelting und sprach von einem "massiven und herben Einbruch in die Lebensverhältnisse" der Menschen. Es gebe zwar keinen Fonds, aus dem Betroffene entschädigt werden könnten, man wolle aber im Einzelfall, wenn etwa eine Insolvenz drohe, die Menschen unterstützen.

In Gelting war am Sonntagabend so viel Regen gefallen, dass die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnte. Keller und Untergeschosse von Gebäuden liefen voll. Am Montag stand das Wasser in einigen Straßen bis 1,20 Meter hoch.


 

Leserkommentare

 
DIETER KLAUS 06.09.2011 20:19
Grosse Worte von Bogislav Tessen von Gerlach, hinter denen mal wieder nichts steckt,

denn er sagt doch selbst, daß er kein Geld hat, keinen Sondertopf. Und alle die er
anzapfen könnte sind selbst Pleite. Flensburger Sparkasse, NOSPA, Giroverband.
Gut, dass Bogislav wieder gefahren ist, denn sonst würde gleiches Unheil
drohen, wie beim Rettungswesen, dem Hausärztlichen Notdienst und den
Arbeitsplätzen die er bei seinem Amtsantritt schaffen wollte.
Gut ist, das Wasser wird abziehen.
Bogislav auch. Er ist flüssiger als Wasser : überflüssig.



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