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St. Peter-Ording
Millionenschaden am "Vier Jahreszeiten"
Noch zur Schlafenszeit der meisten Hotelgäste heulten am Freitagmorgen die Sirenen in St. Peter-Ording. Im Hotel "Vier Jahreszeiten" war ein Feuer ausgebrochen, in einem Nebengebäude des eigentlichen Bettenhauses. In einem Müll- und Papierlager brannte es aus bislang noch unbekannter Ursache. Die Freiwillige Feuerwehr rückte sofort an und begann mit den Löscharbeiten. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten Atemschutz-Geräteträger eingesetzt werden, wie Wehrführer Klaus Norbert Bies sagte. Gegen 9.30 Uhr dann schien der Brand komplett unter Kontrolle zu sein, doch das stellte sich als Irrturm heraus.
Die Flammen hatten sich in den Zwischendecken ausgebreitet. Nun blieb, obwohl keine Menschenleben in Gefahr waren, nichts anderes übrig, als den Hotelkomplex mit 62 Gästezimmern zu evakuieren. Kurzfristig kamen die Gäste im Feuerwehrgerätehaus unter, wurden dann aber vom Hotelmanagement auf andere Häuser verteilt.
Zwischengebäude mit dem Bagger eingerissen
Während der Löscharbeiten zeigte sich, dass die Flammen möglicherweise auch die Tennishalle und das eigentliche Bettenhaus erreichen könnten, denn das dazwischen liegende Restaurant war bereits durch die Flammen und die Löscharbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit einem Bagger begann die Wehr Vormittag das Zwischengebäude einzureißen, da, so Bies, seine Leute nicht an alle Brandnester herankommen konnten.
Am Brandort im Kurbad waren teilweise über 100 Rettungskräfte im Einsatz. Da nahezu der gesamte Einsatz wegen der starken Qualmentwicklung von Atemschutzgeräte-Trägern geleistet wurde, musste Entlastung für die Spezialisten her. Verstärkt wurden die St. Peter-Ordinger Freiwilligen durch alle Eiderstedter Wehren, auch aus Hattstedt, Wobbenbüll und Schleswig waren Geräteträger im Löscheinsatz. Die ganze Nacht hindurch sollte eine Feuerwache im Einsatz bleiben. Das Bettenhaus konnte bewahrt werden, die Tennishalle wurde stark beschädigt.
Brandexperten sollen am Montag mit den Untersuchungen zur Brandursache beginnen, wie ein Sprecher der Leitstelle Nord am Samstag ankündigte.
Kerstin Eckhoff vom Hotel unterstrich, dass es zu keinem Zeitpunkt zu einer Panik unter den Gästen gekommen sei. Im Gegenteil, erst gegen 12.30 Uhr, als die Evakuierung beschlossen worden sei, hätten die letzten Gäste das Haus verlassen. Sie betont, dass zu keiner Zeit Gefahr bestanden habe, denn die zwei Restaurants seien zum Frühstück erst gar nicht geöffnet worden. Das Hotel "Vier Jahreszeiten" soll nach den Aufräumarbeiten, wenn auch eingeschränkt, geöffnet bleiben.
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Wir haben als unmittelbare Nachbarn in der Anlage Atlantik das Feuer den ganzen Tag beobachtet und fotografiert. Schon erstaunlich, wie schwer es zu bekämpfen war und Hut ab vor den Feuerwehrleuten.